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BDI: Müssen Wirtschaftskraft erhalten für Zeit nach der Coronakrise

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)Die deutsche Industrie fordert von der Politik schnelles Handeln, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) sagte, das Wichtigste sei jetzt die Gesundheit der Bevölkerung. "Aber dazu gehört natürlich auch, die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür zu treffen, dass es dann, wenn diese Pandemie mal wieder vorbei ist, sich beruhigt hat, dass wir dann auch die Wirtschaftskraft haben, um weiter zu machen", sagte er im ZDF-Morgenmagazin.

Wir müssen versuchen, den Unternehmern, den Freiberuflern im Land möglichst wenig Liquidität zu entziehen. Wir müssen versuchen, sie in die Lage zu versetzen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weiter zu beschäftigen, auch wenn die Umsätze im Moment ausbleiben, deutlich geringer werden sollten. Das sind die ganz wesentlichen Maßnahmen, die wir jetzt schnell ergreifen können und müssen."

Liquiditätsunterstützende Maßnahmen, das vorübergehende Verzichten auf Einkommenssteuervorauszahlungen wären zum Beispiel auch eine wichtige Hilfe für Selbständige, so Kempf.

Kempf und andere Vertreter von Wirtschaft und Gewerkschaften werden am Freitagabend mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt zusammentreffen, um über die Konsequenzen der Corona-Krise zu reden. Kempf drängt auf schnelles Handeln.

Je schneller desto besser. Wir müssen uns natürlich jetzt auch daran gewöhnen, dass es in dieser Situation jetzt nicht mehr möglich ist, über Monate oder gar Jahre vorauszuplanen", so Kempf.

Er lobte die Bundesregierung dafür, dass sie in den letzten Tagen ihre Arbeit "sehr, sehr gut" gemacht habe. Allerdings sei international noch eine bessere Koordinierung nötig. "Wir erleben im Moment eine Welt, die sich in den unterschiedlichen Staaten, in den unterschiedlichen Ländern sehr differenziert verhält. Wenn dies noch besser koordiniert werden würde, würde der Erfolg vielleicht sich auch besser einstellen", so Kempf.

Der CDU-Abgeordnete und Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Carsten Linnemann, schlug einen "Deutschlandfonds" zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im Volumen von bis zu 100 Milliarden Euro vor. Dabei solle Deutschland schnell handeln. "Das muss jetzt nur schnell passieren, ansonsten ist unser Wohlstand nachhaltig gefährdet", sagte Linnemann am Freitag im Fernsehsender Phoenix.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/uxd

END) Dow Jones Newswires

March 13, 2020 05:01 ET ( 09:01 GMT)

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