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Bei der laufenden Aktienmarkt-Rally stoßen viele Analysten an ihre Grenzen

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die jüngste Entwicklung an den Aktienmärkten wirft mal wieder die Frage auf, worauf Anleger bei ihren Börsengeschäften wirklich vertrauen können. Die aktuelle Nachrichtenlage scheint dafür jedenfalls wenig geeignet. Zumindest gefühlt haben wir in den vergangenen Wochen ein Umfeld gehabt, in dem die negativen Meldungen deutlich überwogen: Steigende Renditen bei US-Anleihen, schwächelnde Frühindikatoren und nicht zuletzt der drohende Handelskrieg sowie diverse andere potenzielle Krisenherde, die US-Präsident Donald Trump mit seiner Politik heraufbeschwören könnte. Wer würde da auf die Idee kommen, massiv in Aktien zu investieren? Zumal seit gut drei Wochen auch noch die so genannte Saisonalität dagegen spricht, weil Aktienmärkte in der Vergangenheit von Anfang Mai bis Ende Oktober im Durchschnitt wesentlich schlechter abgeschnitten haben als in der vor kurzem zu Ende gegangenen Sechs-Monats-Periode.

Und doch ist zum Beispiel der Dax seit seinem Ende März markierten Tief um über 11 Prozent gestiegen. In der abgelaufenen Woche konnte sogar die als psychologisch wichtig geltende runde Marke von 13000 Punkten überwunden werden. Bis zum Allzeithoch bei knapp 13600 Punkten fehlen nur noch 4 Prozent. Damit hatte nach der zweimonatigen Schwächephase (Ende Januar bis Ende März) wohl kaum jemand gerechnet. Auch auf Seiten der Analysten herrschte in dieser Zeit reichlich Skepsis. Als gutes Beispiel dafür dienen die Strategen der Helaba. Noch Ende März, kurz vor dem Start der jüngsten Dax-Rally, konstatierten sie, dass die Stimmung für eine Trendwende „noch zu optimistisch“ sei und daher „Aktien noch kein Kauf“ wären.

Ein Monat später und 800 Dax-Punkte höher hieß es, dass ihre „Börsenampel weiter auf Rot“ stehe, wobei erneut das Argument der „zu optimistischen Stimmung“ angeführt wurde. Zwei Tage zuvor hatte der Dax ein Zwischentief bei gut 12300 Punkten markiert, um bis heute noch mal rund 800 Punkte draufzusatteln. In der aktuellen Analyse zum Ende der vergangenen Woche war nun zu lesen, dass die Marktteilnehmer „in den Sorglos-Modus zurückgekehrt“ seien und sich die derzeitige Zwischenerholung „als Strohfeuer erweisen“ dürfte. Stattdessen soll die übergeordnete Schwächephase „noch bis Spätsommer/Herbst anhalten“, weshalb sich Anleger „bei Aktien weiterhin zurückhalten“ sollen. Als zusätzliche Argumente für diese These werden diesmal der Konjunkturzyklus, die nach Ansicht der Analysten relativ hohe Bewertung sowie das angesprochene Saisonmuster genannt. Ob nun die nächste 800-Punkte-Rally beim Dax ansteht?

Zumindest für das kurzfristige Timing jedenfalls scheinen solche Analysen nur bedingt geeignet. Auch wenn die Argumentationskette auf den ersten Blick völlig logisch klingt, muss man sich als Anleger wohl damit abfinden, dass es an den Börsen aus welchen Gründen auch immer für einen gewisse Zeit völlig anders laufen kann. Irgendwann werden die Kurse garantiert auch wieder fallen und dann werden wahrscheinlich genau die (nicht nur) von der Helaba genannten Faktoren als Auslöser der Korrektur angeführt werden. Aktuell scheint es für die Mehrheit der Anleger (oder für die mit dem meisten Geld) aber andere, wichtigere Faktoren zu geben, die für und nicht gegen Aktieninvestments sprechen. Ob das für jeden nachvollziehbar ist, spielt an der Börse keine Rolle.

Anleger, die wirklich aktiv an den Aktienmärkten agieren und Geld verdienen wollen, kommen daher nicht umhin, sich eine eigene Anlagestrategie zu basteln und diese dann konsequent zu verfolgen. Die Basis dafür können sowohl fundamentale als auch charttechnische Aspekte sowie Sentiment-Indikatoren sein. Datenmaterial gibt es im Zeitalter des Internets zuhauf und meist sogar kostenlos, wobei sich das „KISS“-Motto in diesem Fall bewährt hat. Die Strategie sollte also nicht allzu kompliziert gestaltet werden. Wer dafür eine gewisse Inspiration benötigt, der kann sich zum Beispiel auf der Social Trading-Plattform wikifolio.com umschauen, wo zahlreiche Trader und Investoren ihre persönliche Strategie vorstellen und diese auch handeln. Hier ist für wirklich jeden Geschmack etwas dabei und man sieht zusätzlich anhand der realen Performance-Daten, was in der Praxis zuletzt gut oder weniger gut funktioniert hat.

Thomas Koch

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Im Artikel erwähnt...

DAX ®
DAX ® - Performance (3 Monate) 12.677,97 -1,22%
PKT -156,14
Porträt - Chart - Indexzusammensetzung
Tops Kurs %
DT. BANK 9,56 +0,83%
BEIERSDORF 99,30 +0,51%
FMC 86,46 +0,21%
MÜNCH. RÜCK 180,50 +0,06%
COMMERZBANK 8,89 +0,02%
Flops
DT. POST 29,65 -1,92%
INFINEON 24,31 -2,13%
THYSSENKRUPP 22,39 -2,23%
VOLKSWAGEN VZ 152,30 -2,41%
ADIDAS 189,40 -2,52%
Nachrichten
22:22 NACHBÖRSE (22:00)/XDAX +0,4% auf 12.725 Pkt - Scout24 etwas schwächer

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boerse.ARD.de
Dax auf Tauchstation
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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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