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Bei Suche nach Haushaltshilfen zählt persönliche Empfehlung

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Quelle: dpa-AFX

Während die Suche nach Hotels, Handwerkern und Restaurants im Internet boomt, werden Haushaltshilfen nur selten online gesucht. Noch setzen die meist älteren Arbeitgeber auf Kontakte. Doch Experten rechnen mit einem Wandel.

Bochum (dpa) - Bei der Suche nach einer Haushaltshilfe verlässt sich die große Mehrzahl der Haushalte in Deutschland am liebsten auf persönliche Empfehlungen.

Fast drei Viertel (74 Prozent) der befragten privaten Arbeitgeber gaben in einer Erhebung des Instituts Forsa an, die neue Hilfe nach Hinweisen von Familienangehörigen, Nachbarn, Freunden oder Bekannten gefunden zu haben.

Weitere 16 Prozent der Befragten erklärten, über eine Kleinanzeige oder einen Aushang an einem Schwarzen Brett fündig geworden zu sein, heißt es in der Studie, die im Auftrag der Bochumer Minijob-Zentrale mit 1509 Teilnehmern erstellt wurde. Dagegen spielte das Internet mit einem Anteil von nur 5 Prozent kaum eine Rolle. «Wie gut jemand zur Familie passt, wie sympathisch er ist - das lässt sich in digitalen Plattformen nicht so leicht abbilden», hieß es in der Studie.

Den Vorteilen einer persönlichen Suche stünden jedoch erhebliche Nachteile gegenüber, da die Erfolgsaussichten eher ungewiss seien. «Oft ist diese Form der Suche langwierig, bisweilen bleibt sie erfolglos», so die Studie. Mehr als zwei von drei Befragten (68 Prozent) klagten über Schwierigkeiten bei der Suche nach einer guten Haushaltshilfe.

Experten der Minijob-Zentrale gehen jedoch davon aus, dass das Internet künftig stärker für die Suche genutzt wird. Hintergrund sei ein noch überproportional hoher Anteil älterer Menschen, die eine Putzhilfe beschäftigten. Vor allem jüngere Menschen seien aber für das Netz offen.

Ende September gab es in Deutschland laut Minijob-Zentrale rund 304.000 Mini-Jobber in Privathaushalten und knapp 6,7 Millionen in gewerblichen Unternehmen. Während die Zahl der im Haushalt schäftigten Mini-Jobber gemessen am Vorjahresstichtag um 1,8 Prozent stieg, blieb die Beschäftigtenzahl in Firmen fast unverändert.

Mit durchschnittlich 309,28 Euro im Monat lag der Verdienst bei den gewerblichen Minijobbern erheblich höher als bei den Hilfen im Haushalt, die auf gut 182 Euro im Schnitt kamen. Nahezu jede sechste Hilfe in Privathaushalten (15,6 Prozent) war dabei über 65 Jahre alt.

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