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Beim Silberpreis lohnt ein Blick hinter die Kulissen

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nachdem wir uns gestern zum Abschluss unserer kleinen „Crash-Serie“ mit den Aussichten des Goldpreises beschäftigt haben, gucken wir uns heute noch das zweite bei Anlegern recht beliebte Edelmetall an. Der Silberpreis stand im Herbst 2008 bei unter 9 US-Dollar, bevor eine fulminante Rally in Gang kam. Innerhalb von weniger als drei Jahren explodierte der Preis auf rund 50 Dollar. In der Spitze wurde im April 2011 sogar das vorherige Rekordhoch aus dem Jahr 1980 übersprungen. Doch wie schon beim ersten Anlauf konnte das hohe Niveau nicht lange gehalten werden. Innerhalb weniger Monate kam es fast zu einer Halbierung des Preises. Und als zwei Jahre nach dem Hoch dann auch noch die zuvor ausgebildete Unterstützung bei rund 26 Dollar unterschritten wurde, war es mit der Herrlichkeit endgültig vorbei. Erst bei unter 14 Dollar gelang Ende 2015 eine erfolgreiche Bodenbildung. Nach einer kräftigen Erholung bis auf 21 Dollar startete Mitte 2016 die nächste Talfahrt, bei der bis heute die damaligen Crash-Tiefs aber nicht unterschritten wurden.

Seit nunmehr 1,5 Jahren bewegt sich der Preis bis auf wenige kurze Ausnahmen in einer Range zwischen grob 15,50 und 18,50 Dollar. Damit sieht der Silber-Chart an sich zunächst einmal relativ langweilig aus. Und da sich der Preis bei aktuell 16,80 Dollar fast genau in der Mitte der angesprochenen Range bewegt, ergibt sich auf den ersten Blick auch kein konkretes Signal für eine Long- oder Short-Positionierung. Hinter den Kulissen zeigen sich allerdings ungewöhnliche Auffälligkeiten, die man vielleicht nutzen könnte. Konkret geht es dabei um die so genannten COT-Daten, bei denen die Positionierungen verschiedener Marktteilnehmer-Gruppen angezeigt werden. Hier wird ersichtlich, dass die Spekulanten vor kurzem das erste Mal seit über zehn Jahren eine Netto-Short-Position eingenommen haben. Das bedeutet, dass diese als Kontra-Indikator geltenden Anleger so stark wie selten auf fallende Notierungen bei Silber wetten. Ein kleiner Teil dieser Positionen wurde in den vergangenen Tagen zwar aufgelöst, der Pessimismus ist aber immer noch vergleichsweise groß. Im Gegenzug sind die als „Insider“ geltenden Commercials momentan relativ optimistisch.

Aufgrund dieser Ausgangslage schreiben die Redakteure von Wellenreiter-Invest von einer „positiven Konstellation“ beim Silberpreis, für den auch die Charttechniker von HSBC zuletzt höhere Preise in Aussicht gestellt hatten. Als mittelfristige Zielmarke wurde da das 2016er-Jahreshoch bei 21,10 Dollar genannt. Nach der Korrektur der vergangenen zwei Tage ist diese Marke jetzt gut 26 Prozent entfernt, so dass im Erfolgsfall reichlich Potenzial nach oben bestünde. Für Silber-Investments ohne Hebeleffekt und Währungseinfluss bieten sich zum Beispiel physisch hinterlegte ETCs an, bei denen der Emittent echte Silberbarren als Sicherheit für das investierte Kapital separiert. Verknüpft mit einem Währungssicherungs-Mechanismus bietet das zum Beispiel die Deutsche Bank unter dem Namen „db Physical Silver Euro Hedged ETC“ an. Die jährlichen Kosten belaufen sich hier aktuell auf 0,75 Prozent (WKN: A1EK0J). Im Segment der Hebelprodukte hat mal wieder nur die Commerzbank Knock-out-Scheine mit Währungssicherung im Angebot, wobei Anleger gut 40 Produkte mit Hebelkräften zwischen knapp 4 (WKN: CE1Z4N) und über 70 (WKN: CE1Z5U) finden.

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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