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BMW, Daimler, VW – deshalb ziehen die Auto-Aktien jetzt an

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

US-Handelsminister Wilbur Ross hat Strafzölle auf Autoimporte aus Europa und Asien als vermeidbar bezeichnet. Sowohl die Gespräche mit einzelnen Unternehmen über ihre Investitionspläne als auch die Verhandlungen mit den Regierungen liefen gut, sagte Ross dem Nachrichtensender Bloomberg TV.

Die Hoffnung sei, dass es genügend Fortschritte geben werde, um die Strafzölle zu vermeiden, sagte er am Rande eines regionalen Wirtschaftstreffens in Bangkok. Die US-Regierung hat Europa und Japan wegen einer angeblichen Bedrohung der nationalen Sicherheit durch hohe Autoimporte mit der Verhängung von Strafzöllen gedroht. Der Schritt wäre eine deutliche Eskalation des Handelskonflikts mit der EU und würde vor allem deutsche Autohersteller schwer treffen.

Die US-Regierung hatte die angedrohten Strafzölle im Mai für sechs Monate ausgesetzt. Gegen Mitte November muss erneut über die Verlängerung entschieden werden. Experten zufolge nutzt die US-Regierung die Strafzölle vor allem als Drohgebärde, um Zugeständnisse zu erzielen.

Auch Washington will ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl eine drastische Eskalation des Handelskonfliktes mit den großen Volkswirtschaften vermeiden - zumal der Handelskrieg mit China weiter brodelt und in beiden Ländern das Wachstum bremst.

"Wir haben sehr gute Gespräche mit unseren europäischen Freunden, mit unseren japanischen Freunden, mit unseren koreanischen Freunden gehabt - und das sind die größten Autoproduzenten", sagte Ross Bloomberg TV zufolge.

Es blieb zunächst unklar, ob die EU und Japan Washington gegenüber in Sachen Autoexporte bislang irgendwelche Zugeständnisse gemacht haben. Südkorea gilt wegen eines neuen US-Handelsabkommens als vor neuen Strafzöllen geschützt.

Bei den deutschen Autowerten an der Börse sorgten die Ross-Aussagen am Montag-Vormittag für Käufe. Die Aktien von VW +2,66% und BMW +1,64% zogen zeitweise um über zwei Prozent an, Daimler +1,12% sogar um gut drei. Ein Händler sprach von einem ermutigenden Signal. Andere jedoch warnten davor, solche politischen Aussagen stets mit Vorsicht zu betrachten.

Außerdem galt es die am Freitagabend veröffentlichten US-Absatzzahlen noch zu verarbeiten. Während BMW erneut eine deutliche Steigerung meldete und Rivale Daimler immerhin ein kleines Plus bekanntgab, musste VW erneut rückläufige Absätze verkraften. Nach einem Absatzeinbruch im Vormonat hat Volkswagen auch im Oktober weniger Autos auf dem wichtigen US-Markt verkauft. Mit 28.072 Autos wurde der Hersteller laut Mitteilung vom Freitag 3,2 Prozent weniger Neuwagen mit VW-Logo los als im Vorjahr. Während die SUV's Atlas und Tiguan bei der US-Kundschaft gut gefragt blieben, gab es beim volumenstarken Modell Jetta erneut starke Einbußen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Drei-Jahres-Chart Volkswagen Vz. (in Euro)
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