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BMW, Daimler, VW: Bremsspuren im US-Automarkt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Absatzzahlen des US-Automarktes sind da – und es wird gebremst. Volkswagen hat mit einem deutlichen Absatzrückgang zu kämpfen. Immerhin stellen sich BMW, Daimler und Porsche gegen den Trend. Im heutigen Börsenhandel hilft das jedoch keinem. Alle Auto-Aktien verlieren.

Der US-Automarkt hat sich im September erneut schwächer entwickelt. Es wurde zwar mit sinkenden Absatzzahlen gerechnet, da der September im Vergleich zum Vorjahr zwei Verkaufstage weniger aufwies. Doch selbst ohne diesen Effekt wird deutlich, dass die Verkäufe stärker schrumpften als erwartet. Besonders betroffen waren die asiatischen Hersteller.

Doch auch Volkswagens Erfolgsserie auf dem US-Markt ist vorerst beendet. Im September brach der Absatz auf dem wichtigen Auslandsmarkt im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 26.947 Autos mit VW-Logo ein. Vor allem beim volumenstarken Jetta, aber auch beim Golf gab es starke Rückgänge.

Volkswagens Stadtgeländewagen bleiben indes gefragt, dank starker Atlas-Verkäufe gab es im SUV-Segment ein Absatzplus von 15 Prozent. In der bisherigen Jahresbilanz sieht der September wie ein Ausrutscher aus - nach neun Monaten steht insgesamt ein Verkaufsanstieg von 4,5 Prozent zu Buche. Damit macht VW nach dem Einbruch im Zuge des Abgas-Skandals weiter ordentlich Boden gut.

Bei VWs Oberklasse-Tochter Audi stürzten die Verkäufe um 17 Prozent auf 16.130 Neuwagen ab, seit Jahresbeginn sanken sie um 5,3 Prozent. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche steigerte den Absatz im vergangenen Monat hingegen um 2,2 Prozent auf 5213 Fahrzeuge.

Zu den Gewinnern zählte ebenfalls Daimler, hier stiegen die Mercedes-Benz-Verkäufe um knapp fünf Prozent auf 27.433 Neuwagen. Im Jahresverlauf ergibt sich dennoch ein leichtes Minus von 0,5 Prozent. BMW legte im September konzernweit um sechs Prozent auf 27.467 Stück zu, die bisherige Jahresbilanz weist ein Plus von 3,3 Prozent auf.

Auch wenn noch nicht alle Hersteller ihre Zahlen vorgelegt haben, zeichnet sich schon deutlich ab, dass der vergangene Monat wenig erfreulich verlief. Nach vorläufiger Schätzung des Fachblatts „Automotive News“ sank der Absatz branchenweit um knapp 13 Prozent. Es fehlen aber noch die Ergebnisse der nur noch quartalsweise berichtenden US-Marktführer General Motors, Ford und Fiat Chrysler.

Die Aktien der Deutschen Autobauer Volkswagen +0,56%, Daimler -0,28% und BMW +0,04% haben infolge der schwachen Zahlen mit Kursverlusten zu kämpfen.

Sechs-Monats-Chart Volkswagen (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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