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BMW: Das soll einer verstehen...

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Autobauer BMW hat angesichts der Schwierigkeiten auf den weltweiten Automärkten im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn sackte um ein Sechstel auf 7,21 Milliarden Euro ab, wie das Dax -0,58%-Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Die Dividende wollen die Münchener von 4,00 Euro auf 3,50 Euro je Stammaktie kürzen. Dennoch zeigte die BMW-Aktie ±0,00% nach einem kurzen Abtaucher auf minus 1,4 Prozent ungewöhnliche Stärke. Sie drehte am Vormittag ins Plus und erreicht ein neues Tageshoch.

Im Tagesgeschäft bekam das Unternehmen auf dem wichtigsten Einzelmarkt China vor allem den Zollstreit mit den USA zu spüren, in Europa belasteten die Marktverwerfungen durch die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstests WLTP die Ergebnisse.

Der Konzern rechnet zwar 2019 mit einem weiteren leichten Absatzplus. Aber das war schon im Vorjahr kein Garant für bessere Ergebnisse. Der Umsatz gab im vergangenen Jahr mit 0,8 Prozent auf 97,5 Milliarden Euro zwar nur leicht nach - umso stärker zog es aber die Ergebnisse nach unten. Im Tagesgeschäft bekam das Unternehmen auf dem wichtigsten Einzelmarkt China vor allem den Zollstreit mit den USA zu spüren, in Europa belasteten die Marktverwerfungen durch die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstests WLTP die Preise.

Im Kerngeschäft mit dem Automobilbau ging die Marge 2018 um zwei Prozentpunkte auf 7,2 Prozent zurück. Der Vorsteuergewinn, in dem auch die Beteiligungsgewinne aus dem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen enthalten sind, lag mit 9,82 Milliarden Euro 8,1 Prozent unter dem Vorjahr.

Nun will das Unternehmen trotz erwarteter Absatzsteigerung ein laufendes Sparprogramm deutlich ausweiten. "Die Herausforderungen für die gesamte Industrie nehmen in den nächsten Monaten nicht ab", sagte Vorstandschef Harald Krüger. "Deswegen werden große Kraftanstrengungen in allen Bereichen des Unternehmens erforderlich sein."

Update:  Der Vorstand hatte bereits deutlich gemacht, dass sich die schwierigen Bedingungen wohl auch bis ins neue Jahr ziehen würden. Die Manager sehen weiter politische Unsicherheiten - BMW produziert zum Beispiel den Mini großteils in Großbritannien, wo ein ungeregelter Brexit die Handelsströme empfindliche zu stören droht. Aber auch die Zollstreitigkeiten weltweit trüben weiter die Aussichten. Noch ist nicht entschieden, ob die Branchenvertreter aus der EU von höheren Einfuhrzöllen in die USA verschont bleiben.

Daneben sorgt sich das Unternehmen um die abkühlende Konjunktur insgesamt, um steigende Kosten für CO2-Emissionsvorgaben, negative Wechselkurseffekte und höhere Rohmaterialpreise. Schon seit längerem will der Konzern als Gegenmaßnahme die teure Angebotsvielfalt reduzieren. Nun wird zum Beispiel kein neues Modell mehr vom BMW 3er Gran Turismo mit Fließheck entwickelt.

Zu den Fragen was die Sparbemühungen bringen sollen und ob auch ein Stellenabbau Teil des Vorhabens sein könnte, machte das Unternehmen zunächst keine konkreten Angaben. Am kommenden Mittwoch (20. März) will BMW auf der Jahrespressekonferenz einen detaillierten Ausblick auf das laufende Jahr geben.

Mit Material von dpa-AFX

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