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Börse Frankfurt-News: Fonds: Dividenden reizen

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Fondsanleger setzten bevorzugt auf in US-Dollar geführte Portfolios mit
Dividenden- und Technologieaktien. Auch chinesische Unternehmen sind in
Teilen gefragt.

14. Juni 2018. Das Auf und Ab an den internationalen Aktienbörsen belebt das
Geschäft mit aktiv verwalteten Fonds. "Wir hatten in den vergangenen Wochen
ausgesprochen gut zu tun", meldet Andreas Kehnen von der Baader Bank.
Anleger fokussierten sich derzeit tendenziell auf global engagierte
Portfolios, die häufig in US-Dollar notiert sind. Einen klaren Kaufüberhang
sieht der Händler etwa für den Morgan Stanley Global Opportunity Fund (WKN
A1H6XK).

Ebenso rückten Dividenden stärker in den Fokus. Besonders häufig zum Tragen
käme der Fidelity Funds Global Dividends (WKN A1JSY0) "Bei diesem Fonds
dominieren klar die Zuflüsse." Verkäufe hielten sich bei Portfolios mit
Dividenden-Fokus insgesamt in Grenzen.

Zumeist Abgaben registriert Kehnen etwa für M&G Global Basics (WKN 797735),
der weltweit in Aktien von Unternehmen investiert, die in der
Grundstoffindustrie aktiv sind.

Trump könnte auch bluffen

Zurückhaltender agierten Investoren hinsichtlich Aktienportfolios aus dem
asiatischen Raum. Kehnen sieht einen Zusammenhang mit den schwelenden
Handelsstreitigkeiten. "Anleger können die Situation schwer einschätzen."
Spitze sich die Lage zu, würde die chinesische Wirtschaft zweifellos
getroffen. "Donald Trump ist aber auch ein Spieler und könnte durchaus
bluffen." Käufer der in US-Dollar geführten UBS Equity Fund - China
Opportunity (WKN 986579) und Schroder ISF Emerging Asia (WKN A0BMNX)
scheinen auf diese Version zu setzen. "Hier sehen wir recht viel Bewegung
und kaum Abgaben."

Deutlich gestiegenes Interesse gebe es zudem an Geldmarktfonds. Die Verkäufe
des US-Dollar Fonds Deutsche Floating Rate Notes (WKN 972167) verbucht der
Fondsspezialist unter Gewinnmitnahmen.

Sorge vor knappem US-Dollar

Einen Bogen zu Diskussionen über eine sich womöglich anbahnende US-Dollar-
Knappheit spannt Jan Duisberg hinsichtlich der steigenden Umsätze von
Anteilen an Fonds mit lateinamerikanischem Anstrich. Nennenswerte Abflüsse
registriere der Händler der ICF Bank beim HSBC Brazil Equity (WKN A0DJ0P)
und BGF Latin America Fund (WKN 987139). Gleichzeitig hätten Investoren sich
mit dem Threadneedle Latin America Fund (WKN 987673) unterm Strich
eingedeckt.

Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten, höhere Rohölpreise und eine
Ausweitung der Handelskonflikte könnten nach Ansicht von Duisberg Länder wie
Brasilien besonders hart treffen. In Zeiten extrem niedriger Leitzinsen
hätten sich Schwellenländer verstärkt in US-Dollar verschuldet. Der
Internationale Währungsfonds nennt Schätzungen, nachdem seit Ausbruch der
Finanzkrise weltweit rund 60 Billionen US-Dollar aus dem Nichts erschaffen
worden sein. Die Zinserhöhungen in den USA - die Fed hat den Leitzins um 25
Basispunkte auf 1,75-2,00 Prozent angehoben - führten nun dazu, dass die US-
Dollar-Schulden deutlich schwerer zu begleichen seien. Zudem ebbe das
weltweite Wirtschaftswachstum ab und Dollar-Liquidität ströme in die USA
zurück. Abzulesen sei die Entwicklung unter anderem an den nachgebenden
Währungen insbesondere der Entwicklungsländer gegenüber dem US-Dollar.

Setzen auf die Zukunft

In erster Linie sind laut Duisberg Publikumsfonds mit Technologieaktien
gefragt. Anleger positionierten sich besonders gern im UniSector HighTech
(WKN 921559), der weltweit in Unternehmen aus der Computer-, Software- und
Hochtechnologiebranche investiert. "Hier hatten wir sehr starken Zuspruch."
Bewegung in beide Richtungen gebe es beim rege gehandelten Fidelity Funds -
Global Technology Fund (WKN A0NGW1). Nach der Korrektur in der Branche
erholten sich Technologieaktien wieder, wie Duisberg erinnert. Etwa legte
der technologielastige Nadaq seit Anfang April von 6.390 auf 7.210 Punkte
zu. "Niedrigere Kurse bei Apple, Facebook und Co. nutzen Investoren häufig
zum Einstieg."

Dividenden überzeugen

Portfolios mit europäischen und deutschen Konzernen stehen Kehnen zufolge
bei Anlegern tendenziell im Hintergrund. Auf moderatem Niveau setzten die
Kunden der Baader Bank auf dividendenstarke Aktien beispielsweise im Allianz
European Equity Dividend - Aktienzins (WKN A12BH6) und mittelgroße
europäische Unternehmen im Comgest Growth Mid-Caps Europe (WKN 631027). "Bei
beiden überwiegen die Zuflüsse." Von hiesigen Bluechips im Mainfirst Germany
Fund (WKN A0RAJN) verabschiedeten sich Fondsanleger unterm Strich.

von: Iris Merker
14. Juni 2018

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