DAX ®11.412,53-0,52%TecDAX ®2.591,33-0,62%Dow Jones25.080,50-0,81%NASDAQ 1006.769,87-0,89%
finanztreff.de

Brentölpreis kurz vor Bärenmarkt

| Quelle: Commerzbank_TagesInfo_Rohstoffe | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Aktuelle Ausgabe Kostenlos abonnieren

Energie: Die rekordhohen chinesischen Ölimporte haben die Ölpreise nur kurzzeitig steigen lassen. Seit gestern Nachmittag geht es mit den Preisen weiter abwärts. Brent fällt am Morgen erstmals seit 7 Monaten auf 70 USD je Barrel, WTI auf ein 9-Monatstief von 60 USD je Barrel. Mittlerweile nähert sich auch Brent einem Minus von 20% vom Hoch Anfang Oktober und droht damit wie schon WTI in einen Bärenmarkt zu rutschen. Offensichtlich versuchen die Marktteilnehmer, die Schmerzgrenze der Ölproduzenten auszutesten und diese zu einer Angebotsreduktion zu zwingen. Kurzfristig kann eine solche Maßnahme nur von der „OPEC+“-Gruppe kommen, deren Vertreter sich am Wochenende in Abu Dhabi treffen. Bleiben Signale für eine Rücknahme der jüngsten Produktionsausweitung aus, droht den Ölpreisen ein weiterer Rückgang. Ein Richter im US-Bundesstaat Montana hat den Bau der Keystone XL-Pipeline gestern wegen Mängel bei der Begutachtung der Umweltfolgen vorerst gestoppt. Dies ist ein weiterer Rückschlag für die kanadische Ölindustrie, nachdem ein kanadisches Gericht Ende August bereits den Bau einer Pipeline an die Pazifikküste gestoppt hatte. Der Preis für Western Canada Select notiert wegen der Pipelineengpässe bereits unterhalb von 20 USD je Barrel. Die kanadische Ölproduktion dürfte wegen der niedrigen lokalen Preise weniger stark steigen. Aufgrund der extrem niedrigen Pegelstände im Rhein ist der Preis für Gasöl weniger stark gefallen als der Preis für Brent. Gasöl in Westeuropa mit Lieferung im November wird mit einem rekordhohen Preisaufschlag von 35 USD je Tonne gegenüber Gasöl in Singapur gehandelt. In der Folge sollen sogar Tankladungen von Singapur nach Europa gechartert worden sein.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD4H72 Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 4
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CD4H79 Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -4
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold fällt heute Morgen unter 1.220 USD je Feinunze, da der US-Dollar im Zuge der gestrigen Fed-Sitzung aufgewertet hat. Die US-Notenbank hat zwar wie vorhergesehen die Zinsen nicht erhöht. Da sich die Wirtschaft in den USA aber wie erwartet entwickelt, wird sie unseres Erachtens den nächsten Zinsschritt im Dezember vornehmen. Diese Zinserhöhung ist vom Markt auch voll eingepreist.
Die Wolken über Chinas Automarkt werden immer dunkler: Gemäß Daten des Verbands der chinesischen Automobilproduzenten sind die Autoverkäufe im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 13% eingebrochen. Nach der offiziellen Statistik war der Oktober bereits der vierte Monat in Folge mit rückläufigen Absatzraten verglichen zum Vorjahr. Offenbar macht sich hier der Handelsstreit mit den USA mehr und mehr bemerkbar, der zu großer Verunsicherung führt und weswegen potenzielle Autokäufe verschoben werden. Mittlerweile liegen die Autoabsätze auch seit Jahresbeginn unter dem Vorjahresniveau. Es droht der erste Rückgang im Gesamtjahr seit über 20 Jahren. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission erwägt daher, die Umsatzsteuer auf Autoverkäufe auf 5% zu halbieren, um der Absatzflaute entgegenzuwirken. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Die Schwäche im weltweit größten Autoabsatzmarkt sollte sich negativ auf die Palladiumnachfrage auswirken. Der Palladiumpreis gab schon gestern kurzzeitig deutlich nach, holte seine Verluste später aber wieder auf.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE71G5 Long Palladium Future Dec 2018 Faktor: 3
CE71GA Short Palladium Future Dec 2018 Faktor: -3

Industriemetalle: Aluminium kostete gestern kurzzeitig wieder mehr als 2.000 USD je Tonne, da die weltweit größte Alumina-Raffinerie, „Alunorte“ in Brasilien, weiter nur mit halber Auslastung laufen darf. Neben geringeren Eisenerz- und Kupferimporten gab es im Oktober auch Bremsspuren auf der Exportseite in China. So sind die Aluminiumausfuhren gemäß Daten der Zollbehörde erstmals seit Mai wieder unter 500 Tsd. Tonnen gefallen. China hatte zuletzt etwas weniger Aluminium produziert, so dass auch weniger zum Export zur Verfügung stand. Die Stahlexporte haben mit 5,5 Mio. Tonnen sogar ein 8-Monatstief erreicht. Wegen der wieder gestiegenen lokalen Stahlpreise haben die chinesischen Produzenten mehr Stahl im Inland verkauft. Zudem sahen sie sich im südostasiatischen Markt einer stärkeren Konkurrenz aus der Türkei, dem Mittleren Osten und Russland gegenüber, was mit den US-Importzöllen auf Stahl zusammenhängen dürfte. Sowohl die Aluminium- als auch die Stahlausfuhren lagen im Oktober allerdings deutlich über Vorjahr (+38% bzw. +10%). Zudem darf nicht vergessen werden, dass in China Anfang Oktober die Märkte wegen der „Golden Week“ eine Woche lang geschlossen waren. Das heißt, dass China trotz dieses Faktors beachtliche Mengen Aluminium und Stahl ausgeführt hat. Die Aluminiumexporte sind nach wie vor auf Rekordkurs für das Gesamtjahr. Steuervergünstigungen, die von der chinesischen Regierung im Zuge des Handelsstreits mit den USA zum 1. November erhöht wurden, dürften ihren Teil dazu beitragen.

Jetzt kostenlos abonnieren und börsentäglich gegen 8 Uhr ideasdaily in Ihre E-Mailbox erhalten.

Kontakt bei Fragen und Anregungen

Bei Fragen zu unseren Produkten rufen Sie uns an unter 069 – 136 47845.

Oder schicken Sie uns eine E-Mail an zertifikate@commerzbank.com.

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.  

https://track.adform.net/C/?bn=15915933;kw=finanztreff_19328_Aktueller+Link;cpdir=https://www.ideas-news.de/news-detail/brentoelpreis-kurz-vor-baerenmarkt-39896/&utm_source=finanztreff&utm_medium=news&utm_content=19328
Werbung

Passende Hebelprodukte von

WKN Bezeichnung Hebel
DS6GCW Gold Wave L 1110 2019/01 (DBK) 12,251
DE9QJ7 London A WaveUnlimited S 1135.573 (DBK) 14,159
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

Gold
Gold - Performance (3 Monate) 1.069,90 -0,04%
EUR -0,41
Porträt - Chart
Nachrichten
13.11. MÄRKTE EUROPA/Aktien fester - Ölpreise im freien Fall
13.11. MÄRKTE EUROPA/Gewinne schmelzen schon wieder

13.11.
Commerzbank
Ölpreise: Trump vs. OPEC
Weitere Wertpapiere...
BRENT 66,47 +1,02%
USD +0,67
XAU/CHF 39.217,00 +0,13%
CHF +49,00
BRENT I 66,53 +0,64%
PKT +0,42
Werbung

Commerzbank

Commerzbank Die Commerzbank bietet als Emittent von Optionsscheinen, Aktienanleihen und Zertifikaten ein umfassendes Spektrum an derivativen Finanzinstrumenten an. Die Commerzbank Derivate Welt beinhaltet Optionsscheine, Turbo- und Faktor-Zertifikate, Aktienanleihen, Discount-, Bonus- und Indexzertifikate. Eine breite Palette an Spezial-Optionsscheinen und Zertifikaten runden das Angebot ab und erlauben den gezielten Einsatz strukturierter Produkte zur Optimierung des Anlageerfolgs - und dies in jeder Börsenphase.

» Weitere Infomationen zur Commerzbank

Weitere Nachrichten - Archiv

Kommentator: Commerzbank_TagesInfo_Rohstoffe

13.11.
Commerzbank
Ölpreise: Trump vs. OPEC

12.11.
Commerzbank
Saudi-Arabien will Ölangebot kürzen

09.11.
Commerzbank
Brentölpreis kurz vor Bärenmarkt

08.11.
Commerzbank
OPEC erwägt Drosselung der Ölproduktion

07.11.
Commerzbank
Ölpreise weiter auf Talfahrt
Rubrik: Marktkommentare
07:31 Überhörte Signale! Videoausblick
13.11. Depotalarm: Dosenfleisch gegen Aufzüge!
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung
Werbung

Werbung
Börse Stuttgartschliessen
Börse Stuttgart

Wir machen Sie fit für die Börse!

Aktuelle Nachrichten, umfangreiche Hintergrundinformationen und essentielles Finanzwissen rund um das Thema Börse.

Jetzt kostenfrei anmelden!
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Deutschlands Ärzte sollen ihren Patienten künftig papierlose Digitalrezepte ausstellen dürfen, nachdem die Patienten eine Videosprechstunde in Anspruch genommen haben. Das plant Gesundheitsminister Spahn. Wird dieses die sogenannte Telemedizin auf den Erfolgspfad bringen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen