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BRP Renaud und Partner mbB: Anleihe/Rechtssache

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen



DGAP-Media / 2019-10-21 / 16:07

*BRP Renaud und Partner: Mögliche Schadenersatzansprüche der ehemaligen
Gläubiger der Rocket Internet SE-Anleihe WKN A161KH / ISIN DE000A161KH4
gegenüber Rocket Internet SE*

Nach Auffassung von BRP Renaud und Partner mbB ("*BRP*") stehen den
ehemaligen Anleihegläubigern der von der Rocket Internet SE emittierten
Wandelschuldverschreibungen A161KH / ISIN DE000A161KH4
("*Schuldverschreibung*") wegen der Verletzung der Anleihebedingungen
Schadenersatzansprüche gegenüber Rocket Internet SE zu.

Betroffen sind nach Auffassung von BRP alle ehemaligen Gläubiger der
Schuldverschreibungen, die im Rahmen des Reverse Bookbuilding Modified Dutch
Auction Verfahrens kein Verkaufsangebot abgegeben haben.

Mit Ad-hoc-Mitteilung vom 11.07.2018, 08:20 Uhr MESZ, teilte Rocket Internet
SE mit, dass ihr Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen habe,
die Gläubiger der von ihr am 22.07.2015 ausgegebenen Schuldverschreibungen
mit einem zu diesem Zeitpunkt ausstehenden Gesamtnennbetrag von rund 289
Mio. EUR aufzufordern, Angebote zum Verkauf ihrer Schuldverschreibungen
gegen Barzahlung im Rahmen eines sogenannten Reverse Bookbuilding Modified
Dutch Auction Verfahrens ("*Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten*")
abzugeben.

Mit DGAP-Mitteilung vom 12.07.2018, 19:21 Uhr MESZ, teilte Rocket Internet
SE mit, dass ihr Vorstand am 12.07.2018 beschlossen habe, die von Gläubigern
der Schuldverschreibungen im Rahmen des Reverse Bookbuilding Modified Dutch
Auction Verfahrens abgegeben Verkaufsangebote anzunehmen und die
Schuldverschreibungen zu einem Preis von 110% des Nennbetrags
zurückzukaufen.

Mit DGAP-Mitteilung vom 19.07.2018, 16:17 MESZ, teilte Rocket Internet SE
schließlich mit, dass nach der erfolgten Abwicklung der angenommenen
Verkaufsangebote der Gesamtnennbetrag der noch ausstehenden, von anderen
Personen als Rocket Internet SE und Tochtergesellschaften von Rocket
Internet SE gehaltenen Schuldverschreibungen, Stand 19.07.2018, bei weniger
als 15 % des Gesamtnennbetrages der Schuldverschreibungen, die ursprünglich
ausgegeben wurden, läge und sie gemäß § 6 (2) der Anleihebedingungen
die verbliebenen Schuldverschreibungen vorzeitig kündigen und den Gläubigern
der verbliebenen Schuldverschreibungen am 04.09.2019 - anders als den
Gläubigern der Schuldverschreibungen, die Rahmen des Reverse Bookbuilding
Modified Dutch Auction Verfahrens Verkaufsangebote abgegeben hatten und die
eine Rückzahlung von 110% des Nennbetrags der Schuldverschreibungen
erhielten - (nur) 100% des Nennbetrags der Schuldverschreibungen zuzüglich
aufgelaufener Zinsen (zurück-)zahlen werde.

Die Mitteilung betreffend die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten
vom 11.07.2018 hat Rocket Internet SE nicht an das Clearingsystem zur
Weiterleitung an die Gläubiger der Schuldverschreibungen übermittelt.

Dadurch hat Rocket Internet nach Auffassung von BRP ihre Verpflichtung aus
den Anleihebedingungen gegenüber den ehemaligen Gläubigern der
Schuldverschreibungen verletzt.

Die Anleihebedingungen sehen vor, dass Bekanntmachungen über das
Clearingsystem zu erfolgen haben. Konkret bestimmt § 13 (1) Satz 2 der
Anleihebedingungen, dass Rocket Internet SE alle die Schuldverschreibungen
betreffenden Mitteilungen an das Clearingsystem zur Weiterleitung an die
Gläubiger der Schuldverschreibungen übermitteln wird.

Diese Verpflichtung hat Rocket Internet SE nach Auffassung von BRP verletzt,
indem sie die Mitteilung betreffend die Aufforderung zur Abgabe von
Verkaufsangeboten vom 11.07.2018 nicht an das Clearingsystem zur
Weiterleitung an die Gläubiger der Schuldverschreibungen übermittelt hat.

Den betroffenen ehemaligen Gläubigern der Schuldverschreibungen, die von der
Mitteilung betreffend die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten vom
11.07.2018 keine Kenntnis erhalten haben und deswegen nach der von Rocket
Internet SE erklärten vorzeitigen Kündigung der Schuldverschreibungen nur
eine Rückzahlung von 100 % des Nennbetrags der Schuldverschreibungen, statt
110 % des Nennbetrags der Schuldverschreibungen erhalten haben, wird
geraten, sich der von BRP vertretenen Gruppe der
Schuldverschreibungsgläubiger anzuschließen.

Für betroffene ehemalige Gläubiger der Schuldverschreibungen hat BRP bereits
Zahlungsklage am Landgericht Berlin eingereicht.

*Investorenkontakt:*

*Aljoscha Schmidberger*
Rechtsanwalt | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
E-Mail: Aljoscha.Schmidberger@brp.de
BRP Renaud und Partner mbB
Königstraße 28
70173 Stuttgart
Tel: +49 711 16445-302
Fax: +49 711 16445-100
http://www.brp.de

Ende der Pressemitteilung

Emittent/Herausgeber: BRP Renaud und Partner mbB
Schlagwort(e): Recht

2019-10-21 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch DGAP -
ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,
Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de
893167 2019-10-21



(END) Dow Jones Newswires

October 21, 2019 10:07 ET ( 14:07 GMT)
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