DAX ®12.579,72+0,54%TecDAX ®2.799,05+0,01%Dow Jones24.580,89+0,49%NASDAQ 1007.197,51-0,28%
finanztreff.de
WM Tippspiel
teilnehmen und gewinnen
finanztreff.de

capsensixx AG – Interview zum Börsengang mit CEO Sven Ulbrich

| Quelle: Deutsche Börse | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

„Financial Administration as a Service“, so lautet das Motto der capsensixx AG, die für den 21. Juni ihre Erstnotierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse angekündigt hat. Im Gespräch mit finanztreff.de erläutert der Vorstandsvorsitzende Sven Ulbrich, was sich genau hinter diesem Anspruch verbirgt und welche Segmente im Bereich der Financial Services die zur PEH Wertpapier AG gehörende capsensixx bedient. Zudem gibt Ulbrich Auskünfte zur Profitabilität des Unternehmens, der geplanten Verwendung der Emissionserlöse und zu den konkreten IPO-Daten. Retailanleger können die Aktien der capsensixx übrigens noch bis voraussichtlich zum 18. Juni 2018 über die Zeichnungsfunktion DirectPlace an der Börse Frankfurt zeichnen.

Herr Ulbrich, die capsensixx-Gruppe bietet „Financial Administration as a Service“ an. Was genau ist damit gemeint?
Sven Ulbrich:
Capsensixx übernimmt für Unternehmen die Administration, Strukturierung sowie die Umsetzung von Finanzprodukten verschiedener Assetklassen und Prozessabläufe im Finanzbereich. Wir helfen (Finanz-)unternehmen bei dem regulatorischen und administrativen „Papierkram“, den keiner mag, so dass die Unternehmen und Vermögensverwalter sich ganz auf ihre operative Kernkompetenz konzentrieren können. Zur capsensixx-Gruppe gehören dabei die drei Tochtergesellschaften Axxion, Oaklet und coraixx.

Dabei decken Ihre Produkte und Dienstleistungen im Wesentlichen drei Bereiche ab. Bitte erläutern Sie kurz, um welche es sich dabei handelt und in welchen Tochtergesellschaften die jeweiligen Aktivitäten angesiedelt sind.
Sven Ulbrich:
Axxion ist als Dienstleister auf die Administration und Verwaltung von Investmentfonds spezialisiert. Sie bietet eine vollständig integrierte Infrastruktur für den gesamten Produktlebenszyklus von Investmentfonds, beginnend mit der Ausgabe und Zeichnung von Fondsanteilen und der Einholung der erforderlichen Genehmigungen und/oder Listings, über das tägliche Verwaltungsgeschäft bis hin zur endgültigen Rücknahme und Liquidation. Ende März 2018 lagen die Assets under Administration bei 9,2 Mrd. Euro. Unsere zweite Tochtergesellschaft, Oaklet, ist im Bereich Alternative Assets auf Verbriefungen fokussiert. Neu in der Gruppe ist die coraixx. Ein Technologie Start-up, das mittels einer selbstlernenden Software auf Basis künstlicher Intelligenz unstrukturierte Daten wie Papierbelege in digitale Datensätze überträgt. Zu unserem Geschäftsmodell gehört, dass wir gerne Partner bei den Gesellschaften als Miteigentümer haben. So halten wir an der Axxion und Oaklet jeweils etwas über 50 Prozent, bei coraixx sind es rd. 67 Prozent.

Wie stellt sich die relative Bedeutung der verschiedenen Tochtergesellschaften dar, und wie ist es um die Profitabilität jeweils bestellt?
Sven Ulbrich:
Unser angestammtes Geschäft in der Axxion und in der Oaklet wächst seit Jahren profitabel. Beide Gesellschaften verfügen über seit Jahren bewährte Geschäftsmodelle. Ihr Wachstum basiert mithin auf einer breiten und etablierten Basis. Dabei ist die Axxion mit Abstand der größte Umsatzbringer. 2017 lag der Umsatz der capsensixx insgesamt bei 116,2 Mio. Euro und er ist in diesen beiden Segmenten im 1. Quartal 2018 erneut um gut 25 Prozent gestiegen. Vor Steuern haben wir einen Gewinn von 7,2 Mio. Euro erzielt.

Wie sieht es bei der coraixx aus?
Sven Ulbrich:
Bei der coraixx handelt es sich ja um ein Technologie Start-up, entsprechend haben wir hier bisher keine Umsätze verbucht. Die Höhe und Geschwindigkeit des möglichen Wachstums in diesem Bereich sind natürlich schwer zu beziffern, von ihr als neue Tochtergesellschaft erwarten wir aber viel. Die Software von coraixx adressiert einen riesigen Markt, der alleine in Deutschland aus jährlich 32 Milliarden Papierbelegen besteht, deren Bearbeitung pro Jahr rund 450 Milliarden Euro kostet. Eine digitale Dienstleistung, die hier Prozesseffizienz und Datenqualität erhöht, sollte sehr gute Chancen am Markt haben. Ein großer Touristikkonzern konnte bereits als Kunde gewonnen werden.

Im Rahmen des Börsengangs führt die capsensixx eine Kapitalerhöhung durch. Wofür sollen die daraus erlösten Mittel in Höhe von bis zu 6,27 Mio. Euro verwendet werden?
Sven Ulbrich:
Ganz überwiegend für das Wachstum von coraixx. Der Roll out und die Stärkung der Marktpräsenz sind Faktoren, die wir mit den Mitteln aus dem Börsengang forcieren wollen. Insofern ist die Kapitalerhöhung zum Börsengang eine reine Wachstumsfinanzierung.

Der größere Teil des Emissionserlösens, nämlich bis zu 12,47 Mio. Euro, kommt aber der PEH Wertpapier AG zugute. Soll hier Kasse gemacht werden?
Sven Ulbrich:
PEH ist als bisheriger Alleingesellschafter der capsensixx von den Perspektiven des Unternehmens überzeugt. Deshalb unterwirft PEH sich auch einer Haltefrist von 24 Monaten für die Aktien. Der Umfang der Kapitalerhöhung für das Wachstum von coraixx ist relativ klar umrissen, ihn decken wir mit dem Börsengang ab. Für das geplante Listing unseres Unternehmens im Börsensegment „Prime Standard“ ist aber auch ein Streubesitz von 25 Prozent erforderlich. Da wir den mit der Kapitalerhöhung alleine nicht erreicht hätten, gibt PEH einige Aktien ab, um so den Anforderungen des Börsensegments zu entsprechen.

Ihr Ziel ist es zum einen, den Wert des Beteiligungsportfolios zu steigern. Gleichzeitig planen Sie aber auch, einen hohen Anteil der zukünftigen Erträge an die Aktionäre auszuschütten. Können Sie die geplante Dividendenpolitik etwas genauer erläutern?
Sven Ulbrich:
Wir wollen unsere Aktionäre am Erfolg der capsensixx durch Wertsteigerungen und Dividendenzahlungen beteiligen. Deshalb planen wir jährliche Dividendenzahlungen. Als Ausschüttungsquote streben wir aktuell mehr als 50 Prozent des Jahresüberschusses an, der unseren Aktionären zusteht.

Nennen Sie uns abschließend bitte noch einige Details zum Börsengang.
Sven Ulbrich:
Anleger können unsere Aktien noch bis zum 18. Juni 2018 zeichnen. Die Preisspanne für Zeichnungen reicht von 16,00 bis 19,00 Euro. Unsere Aktie soll erstmalig am 21. Juni 2018 im Prime Standard der Börse notiert werden und wir würden uns freuen, wenn Anleger der capsensixx AG nach sorgfältiger Prüfung des Wertpapierprospekts ihr Vertrauen als Aktionäre schenken.

Vielen Dank für dieses Gespräch.

Schlagworte:
,
Werbung
Werbung

News-Suche

Suchbegriff:
Werbung
Werbung
Börsenseminare: Investieren Sie in Ihre Bildung!
Werbung

Werbung
Börse Stuttgartschliessen
Börse Stuttgart

Top-Wachstumsaktien

Wo bieten sich Anlegern weltweit die besten Wachstumschancen? Wir stellen im neuen Anlegermagazin vier Titel mit viel Potenzial vor.

Jetzt kostenlos anmelden!
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook, Google+ oder Twitter
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 26 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen
schliessen