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China muss ins Depot – Konsum und Internet als mögliche Lösung

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

China ist an den Börsen zurzeit in aller Munde. Allerdings geht es dabei vor allem um die Handelsbeziehungen zu den USA. Die Entwicklung der Aktienmärkte in China wird zumeist nur informell in den morgendlichen Börsenberichten thematisiert. Es sei denn, es kommt hier wirklich mal zu richtig großen Verwerfungen. Dass sich das in den kommenden Jahren und Jahrzehnten spürbar ändern dürfte, ist keine wirklich mutige Prognose. Dafür ist der Markt in China einfach viel zu groß. Dasselbe gilt auf Dauer auch im Hinblick auf die Bedeutung für die Weltwirtschaft. Umso besser, dass es für ausländische Anleger mittlerweile deutlich einfacher geworden ist, in chinesische Aktien zu investieren.

Neben klassischen Indexlösungen bieten die Zertifikate-Emittenten auch immer wieder spezielle Produktideen an. Große Bekanntheit erlangte in diesem Jahr zum Beispiel der als chinesisches Pendant zu den amerikanischen „FAANG“-Aktien aufgelegte „BAT“-Index, der die Aktien der Technologie-Unternehmen Baidu, Alibaba und Tencent beinhaltet. Die drei Firmen gelten als extrem wachstumsstark, haben zum Teil auch außerhalb Chinas schon einen hohen Bekanntheitsgrad und wollen das nun zur Expansion im Ausland nutzen. Gleichzeitig wurden genau diese Unternehmen von der chinesischen Regierung ausgewählt, um Geschäftsfelder wie das autonome Fahren, smarte Städte oder die Medizintechnik weiter voranzutreiben. In dem Index wurden alle drei Aktien zum Start im Mai gleich stark gewichtet. Anpassungen gibt es hier im Laufe der Zeit allerdings nicht, was bei einer sehr unterschiedlichen Entwicklung der Indexwerte zu einem gewissen Klumpenrisiko führen kann. Dafür zahlen Anleger bei dem Endlos-Zertifikat der Deutschen Bank auf diesen Index keine Gebühren und dürfen sich im Falle von Dividendenzahlungen über die Anrechnung des Ausschüttungsbetrags (nach Steuerabzug) freuen (WKN: DS8BAT). Alternativ dazu hat derselbe Emittent schon seit über neun Jahren ein Zertifikat auf den Solactive China Internet Index im Angebot. Der enthält neben den „BAT“-Aktien noch sieben weitere chinesische Internetkonzerne, wobei die Top-3 auch hier auf ein Gewicht von rund 50 Prozent kommen. Die Aktien sind in dem Fall nach Marktkapitalisierung gewichtet, die Nettodividenden werden wieder reinvestiert und es fällt eine jährliche Gebühr von 1,5 Prozent an (WKN: DB2CNT).

Relativ neu am Markt ist das ebenfalls von der Deutschen Bank emittierte Zertifikat auf den Solactive China Consumer Index. Unter den 20 größten der im Bereich Konsum aktiven Unternehmen mit einem Umsatzanteil von mindestens 75 Prozent in China ist von „BAT“ nur Alibaba vertreten. Spannend erscheinen die Werte dennoch, denn die Nachfrage nach Konsumgütern soll in China in den kommenden Jahren massiv steigen. Die Zusammensetzung wird alle sechs Monate überprüft. Gleichzeitig werden dann alle Aktien wieder gleich stark gewichtet. Dafür zahlen Anleger bei Anrechnung der Nettodividenden eine Gebühr von 1,2 Prozent pro Jahr. So „trendig“ wie „BAT“ ist das Thema aktuell zwar (noch) nicht. Von der Idee und vor allem der Indexkonzeption her gefällt uns dieses Zertifikat aber sogar noch besser als die beiden Internet-Varianten (WKN: DS9CHC).

Thomas Koch

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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