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Commerzbank muss ihre Kapitalquote verbessern

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Commerzbank will ihre Kapitalausstattung durch die Begebung einer Nachrang-Anleihe stärken. Die sogenannte Additional-Tier-1-Anleihe soll ein Volumen von mindestens 500 Millionen US-Dollar (439 Mio. Euro) haben, teilte der Finanzkonzern am Dienstag in Frankfurt mit. (Hier können Sie die Original-Pressemitteilung lesen.)

"Mit der AT-1-Emission optimieren wir unsere Kapitalstruktur, gerade auch mit Blick auf unsere Wachstumsstrategie und veränderte regulatorische Vorgaben", sagte Finanzvorstand Stephan Engels. Commerzbank-Aktien -0,13% fielen am Vormittag um über ein Prozent auf 6,01 Euro.

Tier-1-Anleihen (auch "CoCo"-Bonds genannt) werden dem harten Kernkapital zugeschrieben und können mit besonderen Bedingungen verknüpft sein, falls die Kapitalquoten des Instituts unter eine bestimmte Schwelle fallen. Dazu können ein Aussetzen von Kouponzahlungen, die Wandlung in Aktien oder sogar Totalverlust im Fall einer Krise zählen. Diese Maßnahmen sollen es Banken erlauben, in Krisenzeiten die Kapitaquoten ohne einen dann noch schwierigeren Gang an den Kapitalmarkt zu verbessern.

Bei der nun geplanten Emission der Commerzbank-Papiere wird im Falle eines Herabsinkens der harten Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter 5,125 Prozent der Nominalwert der Anleihen abgeschrieben. Ende März 2019 lag die CET-1-Quote den Angaben zufolge bei 12,7 Prozent.

Die Agentur Reuters berichtet zudem, dass die Commerzbank ein mögliches Übernahme-Interesse der italienischen Großbank UniCredit ausgebremst habe. Man wolle so kurz nach den Gesprächen mit der Deutschen Bank nicht schon wieder Verhandlungen führen, erklärten vier namentlich nicht genannte Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur. Daher habe man um eine Atempause und Bedenkzeit über das weitere Vorgehen gebeten.

UniCredit habe dagegen bereits recht konkrete Pläne für einen Zusammenschluss gehabt. Demnach wollten die Italiener ihrer Deutschland-Tochter HVB und einige weitere mitteleuropäische Geschäftsbereiche wie Bank Austria mit der Commerzbank verschmelzen. Dieser Verbund sollte weitgehend unabhängig vom Italien-Geschäft der UniCredit operieren und an der Frankfurter Börse gelistet werden, so eine der Quellen gegenüber Reuters.

MIt Material von dpa-AFX
Sechs-Monats-Chart Commerzbank (in Euro, Xetra)
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