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Commerzbank: Nächster Top-Manager geht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Überraschender Abgang bei der Commerzbank: Finanzvorstand Stephan Engels will seinen Vertrag nicht verlängern und wechselt im kommenden Jahr zur dänischen Danske Bank. Der Manager wolle seinen bis April 2020 laufenden Vertrag aber gern erfüllen, teilte die im MDAX +0,95% gelistete Commerzbank in Frankfurt mit.

Die in Kopenhagen beheimatete Danske Bank +6,60% kündigte an, dass der gebürtige Hamburger Engels im gleichen Monat praktisch nahtlos in gleicher Funktion in ihr Management wechseln soll. Die Danske war zuletzt wegen Geldwäsche-Vorwürfen in die Schlagzeilen geraten.

Auch Firmenkunden-Vorstand geht

Der frühere Mercedes-Manager Engels ist seit April 2012 Chef des Finanzressorts der Commerzbank. Mit Engels verliert die Commerzbank den zweiten Manager aus ihrem aktuellen Vorstand. Auch Firmenkundenchef Michael Reuther verlässt das Institut, zum Jahresende ist Schluss. Sein Nachfolger wird der ehemalige Chef der Direktbank ING +1,33% DiBa, Roland Boekhout.

Als weiterer Top-Manager verlässt auch Jan-Philipp Gillmann die Commerzbank, der zuletzt als Bereichsvorstand für die Implementierung der Wachstumsstrategie und die digitale Transformation der Firmenkundensparte zuständig war. In Zukunft wird er Vertriebschef Europa bei der Deutschen Bank, heißt es in einer internen Mitteilung der Deutschen, die dem Handelsblatt vorlag. Bislang hatte dort der Chef der Unternehmenssparte, Stefan Hoops, den Posten interimistisch wahrgenommen.

Zuletzt wurden wieder Fusionsgerüchte um die Commerzbank lauter. Im Frühjahr hatten Deutsche Bank +0,57% und Commerzbank die Möglichkeit einer Fusion ausgelotet. Die beiden Institute sahen jedoch letztlich keinen Sinn in einem Zusammenschluss. Die Deutsche Bank brachte danach einen radikalen Konzernumbau inklusive der Streichung Tausender Stellen auf den Weg, der Commerzbank-Vorstand will sich im Herbst zum künftigen Kurs der Bank äußern.

Neue Fusionsfantasie

Commerzbank-Chef Martin Zielke zeigte sich offen für neue Fusionsanläufe: "Ich würde gerne, wenn es möglich wäre, in unserem zersplitterten Markt Konsolidierung vorantreiben. Ich würde gerne eine Sparkasse kaufen", sagte er auf einem Banken-Kongress. Doch bei Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis, der mit Zielke auf dem Podium stand, beißt er auf Granit. “Bei Sparkassen werden wir uns nicht einig, bei Landesbanken können wir darüber reden.” Allerdings sei er nicht der Eigentümer der Landesbanken, da müsse Zielke mit anderen reden. 

UBS-Chef Sergio Ermotti hält Zusammenschlüsse unter Europas Banken für "unausweichlich": Konsolidierung sei allerdings nicht der einzige Weg, wie das Bankensystem aus seinen Problemen herauskommen könne. Ermotti betonte: "Größe ist entscheidend." Das Problem sei nicht, dass Banken so groß würden, dass der Steuerzahler sie im Krisenfall zwingend retten müsse. Das Problem sei eher, dass Institute zu klein seien, um überleben zu können.

Die Commerzbank-Aktie -0,22% stand am Vormittag in freundlichem Umfeld fast zwei Prozent im Plus.

mmr mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Commerzbank (in Euro)
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