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Continental: Was ist denn hier los??

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In den USA hat man sich auf einen US-Haushalts-Deal geeinigt. Damit wurden in den USA größere Turbulenzen bis hin zu einem möglichen Regierungsstillstand abgewendet. "Mit dem US-Haushaltsdeal wird den Anlegern eine Sorge genommen", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Eine erneute Schließung der Regierung und die Zwangsbeurlaubung von Beamten "hätten üble Spuren in der ohnehin wackeliger werdenden Konjunktur hinterlassen können".

So aber griffen die Anleger vor allem bei den Branchen zu, die in der Regel stark von guten Nachrichten für die Konjunktur profitieren. Besonders deutlich fielen die Kursgewinne bei den Autobauern -1,86% aus: Die Anteilsscheine von BMW -2,00% etwa zogen um gut vier  Prozent an. Hier half auch ein positiver Analystenkommentar der US-Bank Morgan Stanley. Mit dem Amtsantritt des neuen Chefs Oliver Zipse könnten die Papiere eine Neubewertung erfahren, schrieb Analyst Harald Hendrikse. 

Auch Daimler-Aktien stiegen zeitweise um gut vier Prozent. Hier stützte der Beteiligungs-Ausbau des chinesichen Auto-Konzerns BAIC zusätzlich.

Mit einem Tagesplus von fast fünf Prozent profitierten Conti-Aktien -2,02% im DAX am Vormittag am stärksten. Vorbörslich war der Autozulieferer noch von einer Gewinnwarnung belastet worden, die gestern Abend herausgegeben wurde. Weil die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in diesem Jahr wohl um fünf Prozent sinken dürfte statt stabil zu bleiben, schraubte Continental die Umsatzprognose zurück. Auch die Profitabilität und der Barmittelzufluss dürften geringer ausfallen als ursprünglich geplant.

Doch die Continental-Papiere steigen? "Die Börse ist jetzt an einem Punkt angelangt, an dem Prognosesenkungen gekauft werden", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC. Das könne ein Hinweis darauf sein, dass viele schlechte Nachrichten schon in den Kursen eingepreist sind. "Dass es im Autosektor schlecht läuft, reißt niemanden mehr vom Hocker".

Die Gewinnwarnung sei nicht unerwartet erfolgt, schrieb auch Analyst Pierre-Yves Quemener von MainFirst in einer Schnelleinschätzung. Das alte Ziel des Reifenherstellers sei unhaltbar gewesen, da es von einer bislang nicht erfolgten Erholung der chinesischen Nachfrage abgehangen habe. Der neue Ausblick verleihe zudem eine gewisse Sicherheit. Zugleich sei das Ziel für den freien Mittelzufluss nur geringfügig nach unten angepasst worden.

Ähnlich sah es Erwann Dagorne von der Barclays Bank, der von einem "Deja-vu" sprach. Continental habe bereits zum vierten Mal binnen weniger als 18 Monaten eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Zudem hatte erst vor kurzem mit Daimler bereits eine Branchengröße schwächere Gewinne angekündigt - die Daimler-Aktie hatte daraufhin kaum noch nachgegeben.

Last but not least hat die Conti-Aktie mit dem Anstieg über die 50-Tage-Linie auch ein charttechnisches Signal gegeben. In der vergangenen Woche war sie noch auf einem Sechs-Jahres-Tiefstand für 112,46 Euro zu haben. Damit war der Kurs weitaus stärker eingebrochen als der europäische Autosektor.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Continental (in Euro)
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