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Corona-Krise rollt auf Klinikbetreiber Fresenius zu

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Auf Europas größten privaten Klinikbetreiber Fresenius rollt mit steigenden Fallzahlen unaufhaltsam die Corona-Krise zu. Fresenius-Chef Stephan Sturm kann nicht garantieren, dass die Kliniken hierfür gewappnet sind – doch mit Blick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen bleibt er gelassen.

Europas größter privater Klinikbetreiber Fresenius blickt mit Sorge auf eine weitere Zuspitzung der Lage in der Corona-Krise. "Ich kann nicht garantieren, dass unser Personal und unsere Ausrüstung zum Höhepunkt der Krise ausreichen werden", sagte Vorstandschef Stephan Sturm der "Wirtschaftswoche". Er könne aber versichern, "dass wir alles Menschenmögliche tun werden."

Die Entwicklung verlaufe "viel dynamischer" als von ihm erwartet. In Deutschland betreibt der Bad Homburger Konzern unter der Marke Helios 86 Krankenhäuser mit knapp 1.000 Intensivbetten. "Wir werden die Zahl wohl nicht verdoppeln können, aber wir werden sie ganz erheblich steigern", sagte er.

Zudem könne der Konzern im Krisenfall Personal und Ausrüstung dorthin verschieben, wo die Not am größten sei, sagte Sturm. Hygieneartikel wie Masken und Handschuhe seien ausreichend vorhanden. "Wir haben relativ früh relativ große Mengen geordert und auch erhalten. Derzeit sehe ich keinen Engpass."

"Produkte und Dienstleistungen werden mehr denn je gebraucht"

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Medizinkonzerns und Klinikbetreibers bleibt Fresenius-Chef Stephan Sturm jedoch gelassen: "Unser Betrieb läuft weiter, und unsere Produkte und Dienstleistungen werden mehr denn je gebraucht". Von wenigen Ausnahmen abgesehen, laufe die Produktion reibungslos, in China arbeiteten die Fabriken "wieder auf vollen Touren".

Ende Februar hatte der Manager sich optimistisch für die Entwicklung im laufenden Jahr geäußert. An den Aussagen hält er fest: "Wir waren hinsichtlich der Auswirkungen von Corona vorsichtig, und ich sehe derzeit keinen Grund für eine Korrektur. Die Geschäftsbereiche laufen nach wie vor sehr gut." Der Konzern hatte bei der Vorlage der 2019er-Zahlen am 20. Februar mitgeteilt, dass der Umsatz im laufenden Jahr währungsbereinigt um bis zu 7 Prozent steigen und der Gewinn um bis zu 5 Prozent steigen soll.

Das macht die Aktie von Fresenius

Hohe Auslastung der Kliniken aber negative Corona-Effekte auf die chinesischen Lieferketten in der Medizintechnik haben auch die Aktie von Fresenius -1,47% in den vergangenen Wochen in Bedrängnis gebracht. Das DAX-Papier verlor knapp die Hälfte ihres Wertes – aber hat seit vergangener Woche wieder um ein Viertel zulegen können.

Mit Material von dpaAFX.
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