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Corona-Pandemie: Krankenkassen machen Defizit von 1,7 Milliarden Euro

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 1 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BERLIN (dpa-AFX) - Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 1,7 Milliarden Euro Verlust gemacht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, dass die Pandemie immer deutlichere Spuren bei den Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen hinterlasse. "Daher werden wir der gesetzlichen Krankenversicherung in diesem und auch im nächsten Jahr durch einen zusätzlichen Bundeszuschuss unter die Arme greifen", erklärte der CDU-Politiker am Freitag. So werde man die Lasten fair und leistungsgerecht auf verschiedene Schultern verteilen.

Bis auf die landwirtschaftliche Krankenversicherung, die einen Überschuss von rund 45 Millionen Euro erzielte, hätten alle Krankenkassenarten Defizite verbucht, heißt es in der Mitteilung weiter. So stiegen etwa die Leistungsausgaben um knapp 4,2 Prozent, die Verwaltungskosten um 5,8 Prozent.

Insgesamt standen den Krankenkassen laut Bundesgesundheitsministerium Einnahmen in Höhe von 194,7 Milliarden Euro Ausgaben von rund 196,3 Milliarden Euro gegenüber. Trotz des Defizits hatten die Krankenkassen laut der Mitteilung zum Stichtag 30. September Reserven in Höhe von 17,8 Milliarden Euro. Das entspreche 81 Prozent ihrer Monatsausgaben und sei damit vier Mal so hoch wie die gesetzlich vorgesehene Mindestreserve./jrz/DP/jha


Quelle: dpa-AFX
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