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Covestro oder Deutsche Wohnen – Wer kommt in den Dax?

| Quelle: INV

Am kommenden Montag werden die Änderungen aus der aktuellen regulären Überprüfung der wichtigsten europäischen Indizes umgesetzt. Der Mdax wird dann mit Metro und Grand City Properties zwei neue Gesichter bekommen. Weichen müssen Rational und Bilfinger. Wichtigste Änderung auf europäischer Ebene ist die Aufnahme von Airbus in den Stoxx 50 Europe. In dem gesamtkontinentalen Gegenstück zum bekannteren Euro Stoxx 50, der nur die Eurozone betrachtet, wird Airbus die British Telecom verdrängen. 

Dass Airbus trotz der kontinentalen Größe nur im Mdax und nicht im Dax vertreten ist, folgt aus den Indexregeln der Deutschen Börse AG, die nur Unternehmen in den Dax aufnimmt, die ihren Sitz in Deutschland oder bei deren Aktien der Haupthandel über Xetra läuft. Bei Airbus ist Paris aber der stärkere Handelsplatz, weswegen es zwar für den Stoxx 50 nicht aber für den Dax reicht. Interessant sind vor diesem Hintergrund auch die Pläne zur Verlegung des Sitzes von Linde nach der geplanten Großfusion mit Praxair. Sollte in der Folge auch der „Schwerpunkt des Handelsumsatzes“ in der Aktie nach London oder sonst wohin wandern, könnte auch Linde aus dem Dax herausfallen.

Und auch an anderer Stelle könnten unternehmerische Entscheidungen zu regelbedingten Verschiebungen in den großen Indizes führen. So wird derzeit rege darüber diskutiert, wann die Bayer-Abspaltung Covestro neben der ehemaligen Mutter zusätzlich in den Dax aufsteigen könnte. Aktueller Auslöser ist die gerade abgeschlossene Platzierung von weiteren knapp 10 Prozent der Covestro-Aktie, die sich noch im Bestand von Bayer befanden.

Da die Zusammensetzung der großen Indizes nicht auf den tatsächlichen Wert eines Unternehmens abstellt, wie fälschlicherweise meist angedeutet, sondern nur auf den Wert der frei handelbaren Aktien, haben solche Platzierungen große Bedeutung. Denn auch wenn sich der eigentliche Unternehmenswert der ehemaligen Bayer-Kunststoff-Sparte gar nicht verändert, steigt durch die „Freigabe“ von Aktien aus dem Bayer-Bestand deren „Free Float-Marktkapitalisierung“ – und damit eine der beiden maßgeblichen Größen für die Aufnahme in die Indizes.

Einen schnellen Durchmarsch wird es aber aller Voraussicht nach nicht geben. Dagegen spricht vor allem, dass die Deutsche Börse nur einmal jährlich – per Ende August – eine reguläre Überprüfung der Zusammensetzung vornimmt. Für einen vorgezogenen Aufstieg sind schärfere Regeln vorgesehen, die sich derzeit aber nicht abzeichnen. Sie könnten allenfalls relevant werden, wenn ProSieben oder Beiersdorf weiter an Wert verlieren UND wenn gleichzeitig auch das Handelsinteressen in deren Aktien nachlässt. Zudem steht mit der Deutsche Wohnen ein weiterer ernstzunehmenden Wettbewerber parat, der vorerst noch ein größeres Gewicht handelbarer Aktien auf die Waage bringt.

Für Anleger, die auf Indexveränderungen spekulieren wollen, ist dies aber eher ein günstiges Rahmenszenario. Denn üblicherweise steigen die Aktien potenzieller Aufsteiger vor allem in den Monaten VOR einer Indexaufnahme, während sie danach häufig erst einmal scharf auf die Bremse treten.

Die Perspektive ist damit fast ideal für ein Doppel-Engagement der beiden Aufstiegskandidaten. Die haben jetzt nämlich für ihr Battle fast zwölf Monate Zeit, in denen sich die Kurse gegenseitig nach oben schaukeln können. Ob das logisch, sinnvoll und wünschenswert ist, spielt in einer über-mathematisierten Börsenwelt wohl nur eine untergeordnete Rolle…

Zur Optimierung einer solchen Spekulation oder um den nötigen Kapitaleinsatz gering zu halten, könnte sich der Zugang über moderat gehebelte Knock-Outs eignen. Solange die Dax-Fantasie anhält, sollten beide Titel gegen massive Einbrüche gewappnet sein, sodass ein rascher K.O. nicht droht. Was durch einen entsprechend großen Abstand zur K.O. – Schwelle eben noch unwahrscheinlicher gemacht werden kann.

Denkbare wäre also ein jeweils 3-fach gehebeltes Engagement mit rund 30 Prozent Sicherheitsabstand zur K.O.-Marke. Für Covestro käme da zum Beispiel die CE31VT (Commerzbank, K.O.-Marke aktuell bei 45,59 Euro) in Betracht.  Für die Deutsche Wohnen bewirbt sich die CW9HXT von der Citigroup (KO: 23,94 Euro).

Ralf Andreß

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