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Da der US-Dollar steigt, erreichen antizyklische Positionen Rekordhochs

| Quelle: ETF Securities
  • Die Rally des US-Dollar wird in Zweifel gezogen, da in Short-USD-/Long-EUR-ETPs 99 Mio. USD flossen.
  • Das nächste Jahr wird wahrscheinlich zyklische und alternative ETPs auf Kupfer und Robotik begünstigen, da die Restrisiken in den USA nachlassen.
  • Rohöl- und Gold-ETPs stehen weiterhin im Gegenwind. Die Rohölpreise verharren in der Nähe ihres Sechsmonatshochs, und Gold fällt in Richtung seines Tiefs von 2016.

 

 

Nach der 1%-igen Rally begannen die Anleger, gegen den US-Dollar zu wetten.
Die Fed-Gouverneure überraschten den Markt in der letzten Woche, indem sie in ihrem sogenannten Dotplot-Streudiagramm die Zahl der für 2017 erwarteten Zinserhöhungen von zuvor zwei auf drei anhoben. Die Zinsanhebung, die erste seit einem Jahr, war in den Preisen bereits berücksichtigt. Die EZB hingegen bewegt sich nach wie vor in die Gegenrichtung. Sie hat ihr Anleihekaufprogramm bis Dezember 2017 verlängert, wobei allerdings der ins System eingespeiste Betrag ab April des nächsten Jahres von 80 Mrd. Euro auf 60 Mrd. Euro pro Monat reduziert wird. Die überraschende Anpassung des Streudiagramms und die geldpolitischen Divergenzen ließen den US-Dollar in der letzten Woche gegenüber dem Euro um 1 % und gegenüber dem Pfund Sterling um 0,7 % steigen. „ETP-Anleger sind offenbar der Meinung, dass die Entwicklung über das Ziel hinausgeschossen ist. Sie schichteten 99 Mio. USD in Short-USD-/Long-EUR-ETPs um und verkauften Long-USD-/Short-EUR-ETPs im Wert von 10 Mio. USD“, sagte Jan-Hendrick Hein, Associate Director – Head of German Speaking Regions von ETF Securities.

Wir rechnen damit, dass die zyklischen und alternativen Anlageklassen 2017 profitieren werden. Seit Februar 2016 sammelten Anleger Industriemetall-ETPs (A0SVX7) im Wert von 246 Mio. USD ein. Robotik-ETPs (A12GJD) und Cybersecurity-ETPs (A14ZT8) verzeichneten im Kalenderjahr Zuflüsse in Höhe von 127 Mio. USD beziehungsweise 47 Mio. USD. 2017 wird es in den Anlegerportfolios wahrscheinlich zu einer umfassenden Rotation kommen, da die Geldpolitik der USA und der EU weiter auseinanderlaufen, die Renditen der US-Staatsanleihen steigen und der starke US-Dollar auf Gold lastet, wenn auch die Gefahren des Populismus die Nachfrage nach sicheren Anlagewerten stärken. „Wir sehen in zyklischen Werten wie Nichtedelmetallen und alternativen Werten die Gewinner des nächsten Jahres, wenn auch erst nach einer kurzfristigen Korrektur“, so Hein.

Bei Rohöl-ETPs (A1N49P) setzen sich die Gewinnmitnahmen fort, da Rohöl in der Nähe seines Sechsmonatshochs verharrDass wir den Optimismus des Markts nach dem OPEC-Treffen Ende November für übertrieben halten, haben wir bereits in unserem Blog The mirage of deep oil production cuts dargelegt. Nach dem Anstieg um durchschnittlich 5,3 % zu Monatsanfang sprangen die Preise für Rohöl nach Saudi-Arabiens Ankündigung möglicher weiterer Fördersenkungen in der letzten Woche über die Obergrenze unserer Handelsspanne bei 55 USD/Barrel. Obwohl auch die Nicht-OPEC-Länder ihre Förderung gesenkt haben, dürften die Rohölpreise wieder zurückgehen, wenn die Anleger die Lücke zwischen den Versprechungen der OPEC und der Realität des nächsten Ölberichts erkennen. „Da die Produzenten von Fracking-Öl den Hahn wahrscheinlich wieder aufdrehen, wird auch der Druck auf die Ölpreise zunehmen“, sagte Hein.

Gold beendet das Jahr, wie es begann. Gold-ETPs (A0LP78) verzeichneten Abflüsse in Höhe von 76,8 Mio. USD, da die Goldpreise weiter abrutschten. Da die Fed einen weiteren Anstieg der Inflation nicht zulassen will, brach das gelbe Metall in der letzten Woche um 2,7 % ein. Wahrscheinlich wird der Abwärtsdruck im nächsten Jahr anhalten, wenn die Fed eine Zinspolitik verfolgt, die zur Aufwertung des US-Dollar führt. „Die politische Unsicherheit wird in Europa zwar wegen des Brexits und der in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland anstehenden Wahlen hoch bleiben, dennoch wird der US-Dollar die Entwicklung des Goldpreises bestimmen“, sagt Hein.

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