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Daimler baut elektrisch – und in Deutschland

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der elektrische Antriebsstrang für den EQ-Mercedes soll künftig in Untertürkheim produziert werden. Mit der Entscheidung geht Daimler einen weiteren Schritt in Richtung Elektro-Zukunft.

Nicht mehr vom Zulieferer soll der sogenannte elektrische Antriebsstrang (eATS) für die nächsten Generationen der Modellfamilie EQ kommen, sondern aus dem Mercedes-Stammwerk im Stuttgarter Stadtteil Untertürkheim. Darauf haben sich Unternehmensleitung und Betriebsrat geeinigt, wie sie am Mittwoch mitteilten. Seit Oktober hatten sie darüber verhandelt.

"Die Produktion des eATS ist ein Bekenntnis zum Mercedes-Benz-Traditionsstandort Untertürkheim und ein zukunftweisendes Signal für die Beschäftigten", betonten Werkleiter Frank Deiß und Betriebsratschef Michael Häberle in der gemeinsam verfassten Mitteilung. Details zu der Einigung, zu Bedingungen oder möglichen Zugeständnissen der Beschäftigten wurden nicht genannt. Sie sollen erst am Donnerstag veröffentlicht werden.

Angesichts der massiven Sparpläne von Daimler-Chef Ola Källenius war die Frage, ob der Konzern den Elektroantrieb künftig selbst baut oder wie bisher extern einkauft, für die Arbeitnehmervertreter von zentraler Bedeutung. Daimler will in den kommenden Jahren allein beim Personal 1,4 Milliarden Euro sparen und dafür unter anderem mehr als 10.000 Stellen in der Verwaltung streichen.

Die Entscheidung für die Eigenproduktion hat daher zunächst vor allem auch symbolischen Charakter - auch weil die Produktion wohl erst in einigen Jahren beginnen und zudem erst einmal nur rund 350 Arbeitsplätze betreffen dürfte. Verbrennungsmotoren haben in der Daimler-Strategie trotz der enormen Investitionen in die Elektromobilität noch auf Jahre durchaus auch ihren Platz.

Daimler-Aktie heute 1,3 Prozent im Plus

Die Stuttgarter bekennen sich zur Elektro-Offensive sowie zum Sparkurs und versprechen sogar CO2-neutrale Werke. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut zeigt optimistisch. „Daimler und BMW sind gut in der Spur, obwohl – oder weil – umgebaut wird.“

Seit dem Kapitalmarkttag am 14. November ist die Daimler-Aktie -1,87% dennoch im Rückwärtsgang. Einen kurzen Lichtblick gab es nach der Bekanntgabe der überraschend guten Q3-Ergebnisse. Aber seit einer Woche pendelt der Kurs wieder um die 200-Tage-Linie, die eine starke horizontale Unterstützung bei 49,46 Euro darstellt.


Daimler Sechs-Monats-Chart in Euro
Mit Material von dpaAFX.
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