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Darum steigt die Thyssenkrupp-Aktie so stark

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aufzugssparte von Thyssenkrupp weckt Begehrlichkeiten. Schon vor Jahren hatte der finnische Wettbewerber Kone ein Auge darauf geworfen. Medienberichten zufolge sollen die Finnen nun wieder eine mögliche Übernahme durchspielen. "Kone pirscht sich angeblich an Aufzugssparte ran" - unter diesem Titel sorgt der Platow Brief  heute für Fantasie.

Laut dem Anlegerbrief bereiteten die Finnen derzeit eine Offerte für den Geschäftsbereich der Essener vor und hätten dafür auch schon Zusagen von Finanzierungspartnern. Der Bereich gilt unter Experten als "Kronjuwel" im Thyssen-Portfolio. Kone ist bei Aufzügen und Rolltreppen ein Rivale von Thyssenkrupp.

"Zwar will Thyssenkrupp eigentlich den Zugriff auf die einzige Cash Cow im Unternehmen behalten", so der Platow Brief. Bei einem Angebot von 12 bis 15 Milliarden Euro könne der Aufsichtsrat aber wohl kaum nein sagen, heiße es.

Ein nicht zu unterschätzendes Hindernis könnten jedoch erneut die Wettbewerbsbehörden sein. Denn bei einer Fusion würden die beiden den US-Hersteller Otis als Marktführer überholen. Dennoch haben die Aktien von Thyssenkrupp -0,15% am Mittwoch-Nachmittag zeitweise um gut acht Prozent zugelegt. Damit führten sie die Liste der Tagesgewinner im Dax -0,17% mit großem Abstand an.

Update:  Zusätzlich profitierte die Aktie von einer vom US-Konzern Nucor angekündigten Preiserhöhung für Flachstahl. Ein Experte sieht nun den Tiefpunkt erreicht und rechnet für die kommenden Monate mit weiter steigenden Preisen. Auch andere Stahlwerte verbuchten deutliche Kursgewinne: ArcelorMittal kletterten an der Euronext +0,90% um 5,5 Prozent, Salzgitter gewannen als bester SDax-Wert -0,70% 4,4 Prozent.

Thyssenkrupp hatte erst im Mai eine komplette Kehrtwende in seiner Strategie vollzogen, nachdem man sich von einer europäischen Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata Steel verabschiedet hat.

In den vergangenen Tagen gab es noch zwei Thyssen-Meldungen aus dem Ausland: Zum Einen wird Thyssenkrupp sein Autogeschäft in Ungarn ausbauen. Die Essener wollen in Pécs für rund 50 Millionen Euro ein neues Zuliefererwerk errichten. Dort sollen unter anderem Bauteile für Elektromotoren hergestellt werden. Dann werde Thyssenkrupp erstmals Komponenten für Elektromotoren außerhalb Deutschlands bauen. Das neue Werk soll Ende kommenden Jahres mit der Belieferung von Kunden beginnen.

In Rumänien hat Thyssenkrupp gestern zudem ein neues Werk für Stoßdämpfer eröffnet. Der für 60 Millionen Euro in Sibiu in der Region Siebenbürgen errichtete Betrieb produziere für Kunden wie Daimler -0,25%, Jaguar Land Rover oder Porsche, teilte Thyssenkrupp mit. Der Konzern fertigt bereits seit 1996 Stoßdämpfer in Sibiu.


Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Thyssenkrupp (in Euro, Xetra)
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