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Das sind die Tops und Flops der ersten Jahreshälfte

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das erste Börsen-Halbjahr ist vorüber. Für die meisten deutschen Aktien war es ein sehr gutes Halbjahr. Am Freitag legten viele Aktienkurse nochmals zu. Der Dax -0,26% schloss mit einem Tagesplus von einem Prozent bei 12.398 Punkten. Auf Wochensicht liegt das Plus zwar nur bei 0,5 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt der Gewinn jedoch bei mehr als 17 Prozent.

Der MDax -0,64%, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, gewann am Freitag zum Handelsende 1,1 Prozent auf 25.619 Punkten. Seit Ende 2018 hat der MDax damit fast 19 Prozent zugelegt.

Im folgenden werden die Gewinner und Verlierer der 90 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands genannt - aus den 30 Dax-Werten und den 60 MDax-Aktien. Vorweg genommen sei: Die Gewinner sind deutlich in der Überzahl. Im Dax gab es lediglich sechs AGs, die mit roten Vorzeichen abschnitten, im MDax 17. 

Die größten Gewinner der ersten sechs Monate 2019

Unangefochten an der Spitze der Dax-Werte liegt Adidas +0,19%. Der Sportartikel-Hersteller verbesserte sich im Jahresverlauf um 48,8 Prozent. Am vergangenen Mittwoch hatte der Wert bei 275,60 Euro ein neues Allzeithoch markiert, konnte das Niveau bis Freitag jedoch nicht ganz verteidigen. 

Das gelang jedoch Konkurrent Puma +2,40%. Der Halbjahres-Schlussstand von 58,70 Euro bedeutet eine Performance von 37,4 Prozent, wobei Puma in der MDax-Bilanz allerdings nur auf Platz 9 kommt.

Zweitbester Dax-Wert war in den ersten sechs Monaten SAP +0,22%. Die Aktie des Software-Riesen verbesserte sich im bisherigen Jahresverlauf um 38,9 Prozent. Auch das Dax-Schwergewicht hat am Freitag ein neues Allzeithoch markiert - bei 120,76 Euro. 

Deutlich kleiner im Dax gewichtet als SAP ist HeidelbergCement -0,17%, doch die Halbjahres-Performance von 33,3 Prozent reichte immerhin für Platz 3. (Darauf einen Schnaps ;-) 

Die Top-3 im MDax sind allesamt noch besser als Adidas. Schreien vor Glück konnten in den zurückliegenden sechs Monaten die Aktionäre von Zalando -0,68%: Um satte 73,9 Prozent verbesserte sich der Online-Händler. 

Rang 2 in der MDax-Gewinner-Liste nimmt Nemetschek +3,11% ein. Die Aktie des Bau-Software-Anbieters legte um 65,9 Prozent zu. Am Freitag hatte es einen Aktiensplit 1:3 gegeben, was dem Papier zusätzlich Flügel verlieh und allein an diesem Tag um über sieben Prozent nach oben trieb.

Auch die Performance der Nummer 3 im MDax kann sich sehen lassen: 65,6 Prozent legte die Sartorius-Aktie +2,10% seit Ende Dezember zu. Die Anteilsscheine des Pharma- und Laborzulieferer hatten zwischenzeitlich sogar noch mehr gewonnen. Nach dem Rekordhoch am 20. Juni bei 190,20 Euro gab es jedoch Gewinnmitnahmen.

Die Verlierer der ersten sechs Monate 2019 

Von Gewinnmitnahmen konnten längerfristig orientierte Anleger bei den größten Verlierern im MDax nur träumen. Die Flop-3 sind allesamt Mobilfunk-Anbieter und litten unter den teuren Versteigerungen der neuen 5G-Mobilfunk-Lizenzen. Mit minus 34,1 Prozent seit Ende Dezember trägt 1&1 Drillisch +0,82% die rote Laterne aller hier untersuchten 90 Werte. Die Risiken durch den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes und derweil ruhende Preisverhandlungen mit Telefonica Deutschland nagten am Kurs, der auf das tiefste Niveau seit 2014 abrutschte. 

Apropos Telefonica Deutschland -2,58%: Um 28,1 Prozent ging es für die Papiere des O2-Anbieters in den vergangenen sechs Monaten nach unten. Der Ausgang der deutschen Mobilfunkfrequenz-Auktion macht die längerfristigen Aussichten für das Unternehmen ungewisser. Ein Großteil der Umsätze könnte in Gefahr geraten, sollte Konkurrent Drillisch mit eigenem 5G-Netz an den Start gehen, hieß es zuletzt an der Börse. 

Ein Minus von 24,2 Prozent steht als Halbjahres-Bilanz bei United Internet -1,68% zu Buche. Einer der Gründe für die jüngste Kursschwäche: Die neu zu errichtende Netzinfrastruktur ist mit erheblichen Kosten und Unsicherheit verbunden. Auch eine sinkende Dividende scheint möglich. 

Im Dax ganz unten in der Sechs-Monats-Bilanz steht die Aktie der Lufthansa -1,77%, die 23,5 Prozent verlor. Gleich mehrere Gewinnwarnungen sind schuld an dem Sinkflug der Kranich-Aktie. Wegen des harten Wettbewerbs durch Billigflieger wie Ryanair -5,64% und Easyjet -3,81%, der auf die Ticketpreise drückt, musste die Lufthansa ihre Gewinnziele kappen. Zuletzt geriet auch der geplante Condor-Deal ins Wanken.

Zweitschlechtester Dax-Wert seit Ende Dezember wurde mit minus 14,4 Prozent Thyssenkrupp -0,19%. Der Industriekonzern musste seine Aufspaltungspläne aufgeben und die Strategie komplett umkrempeln. In den vergangenen Tagen stützten dann neue Spekulationen, denen zufolge der finnische Lift-Hersteller Kone eine Offerte für die Aufzugsparte des Essener Konzerns vorbereitet

Auch die Infineon-Aktie +1,63% konnte sich zuletzt von ihrem Jammer-Tief bei 13,42 Euro wieder erholen. Dennoch blieb noch ein Sechs-Monats-Minus von 10,5 Prozent. Die Kapitalerhöhung für die teure Übernahme des Konkurrenten Cypress Semiconductor hatte den Chip-Wert in die Tiefe gezogen. Jüngste Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen USA und China und gute Geschäftszahlen von Konkurrent Oracle ließen die Infineon-Aktie zuletzt wieder steigen.  

Apropos Handelsstreit: Die USA und China haben sich am Samstag auf einen Burgfrieden in ihrem Handelskrieg und die Wiederaufnahme von Verhandlungen geeinigt. "Wir sind wieder auf dem richtigen Weg", sagte US-Präsident Donald Trump nach einem 80-minütigen Gespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen (G20) in Osaka in Japan. Nach chinesischen Angaben hat Trump dabei zugesagt, keine neuen Strafzölle auf Importe aus China zu erheben, was eine chinesische Vorbedingung war. 

Auch hob der US-Präsident die Blockade gegen den chinesischen Telekom-Riesen Huawei zunächst wieder auf. "Ich habe zugestimmt, dass der Verkauf von Produkten weiter erlaubt wird." Beide Aspekte dürften das zweite Börsen-Halbjahr am Montag freundlich starten lassen.

(mmr)

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