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DAX: Die Unsicherheit hält an, Continental unter Verkaufsdruck

| Quelle: Deutsche Bank X... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Nachdem der DAX am Dienstag wieder einmal zulegen konnte und dabei fast ein neues Jahreshoch markiert hätte, wechselte das Barometer heute wieder in den Konsolidierungs-Modus. Für schlechte Stimmung an der Börse sorgte US-Präsident Donald Trump.

Das war heute los. Während gestern noch Zuversicht herrschte, dass Donald Trump endlich ein Handelsabkommen mit China verkündet und die angedrohten Zölle für europäische Fahrzeuge verschiebt, machte sich am Mittwoch wieder Ernüchterung breit. Zwar erklärte der US-Präsident erneut, dass die Unterzeichnung eines Handels-Deals mit China kurz bevorsteht. Allerdings werde er einem Vertrag nur zustimmen, wenn er gut für die USA sei. Damit ist eine baldige Lösung des Zollstreits jetzt wieder fraglich. Zu den Zöllen für europäische Autos gab es von Trump dagegen keinen Kommentar. Stattdessen beklagte sich der US-Präsident über die Handelsbarrieren der EU. Diese anhaltende Unsicherheit in Sachen Handelsstreit sorgte an der Börse wieder für neuen Verkaufsdruck.

Das waren die Tops & Flops. Zu den wenigen Gewinnern im DAX gehörte Linde mit einem Kursplus am Ende des Handelstages von 1,21 Prozent. Die Aktie setzte damit die Anfang Oktober gestartete Aufhol-Rallye fort und markierte im Tagesverlauf ein neues Allzeithoch. Ebenfalls auf der Gewinnerseite reihte sich E.ON ein. Die Aktie des Essener Energiekonzerns verzeichnete einen Kursgewinn von 1,29 Prozent. Für Kursauftrieb sorgte die Meldung, dass E.ON und RWE Renewables einen für zweieinhalb Jahre geltenden Vertrag über den Kauf der Stromproduktion aus über 20 britischen Windparks abgeschlossen haben, die RWE betreibt.

Zu den größten Verlierern im DAX zählten wegen des nach wie vor ungelösten Handelskonflikts die Automobilwerte und Zulieferer. So setzte beispielsweise Continental zwischenzeitlich um knapp 4 Prozent zurück und ging mit einem Minus von 2,2 Prozent aus dem Handel. Der Reifenhersteller weitete damit die Kursverluste des Vortages infolge der schwachen Quartalszahlen weiter aus. Die Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk die vierte Gigafactory in der Nähe von Berlin zu bauen, belastete die Stimmung in der wichtigsten deutschen Industriebranche ebenfalls. Damit könnte die Automobilindustrie künftig auch durch in Deutschland hergestellte Elektroautos von Tesla unter Druck geraten.

Das steht morgen an. Am Donnerstag stehen vor allem die neusten Daten zum Bruttoinlandsprodukt für Deutschland und die Euro-Zone im Fokus. In den USA schauen Anleger auf die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Vorwoche). Daneben wird die Berichtssaison zum dritten Quartal fortgesetzt. Dabei richtet sich der Blick unter anderem auf Henkel, K+S, Merck KGaA, RWE und Walmart.

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