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Dax fällt unter 12.000 Punkte

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Quelle: dpa-AFX

Frankfurt/Main (dpa) - Der starke Euro und ein neuerlicher nordkoreanischer Raketentest haben den Dax am Dienstag stark belastet. Schon am Morgen war der deutsche Leitindex unter die viel beachtete Marke von 12.000 Punkten gefallen.

Allerdings machte der Dax am Nachmittag einen Teil seiner zwischenzeitlichen Verluste von mehr als 2 Prozent wieder wett und schloss letztlich 1,46 Prozent tiefer bei 11.945,88 Punkten, nachdem sich an der Wall Street die Stimmung etwas aufgehellt hatte.

Für den MDax, den Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen, ging es um 1,29 Prozent auf 24.324,27 Punkte bergab. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 1,17 Prozent auf 2229,18 Zähler nach.

Ein Auslöser des Kursrutschs war Nordkoreas jüngster Raketentest: Die Führung in Pjöngjang ließ am Dienstagmorgen (Ortszeit) erneut eine ballistische Rakete abfeuern, die dieses Mal über Japan flog, wie der Generalstab der südkoreanischen Armee mitteilte.

Bereits an den asiatischen Börsen hatten die Anleger negativ reagiert, wenngleich sich die Lage im späten Handel merklich entspannte. Hingegen kletterte der Goldpreis auf den höchsten Stand seit November 2016. Auch die als sichere Häfen geltenden Währungen Japanischer Yen und Schweizer Franken legten zu.

Der Euro kletterte derweil erstmals seit zweieinhalb Jahren über die Marke von 1,20 US-Dollar und kostete zuletzt 1,2034 Dollar. Ein starker Euro kann die Exporte hiesiger Unternehmen in Länder außerhalb des Währungsraums erschweren. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2048 (Montag: 1,1925) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8300 (0,8386) Euro.

Schlecht erging es im Dax vor allem ProSiebenSat.1: Die Papiere des Medienkonzerns sackten um rund 14,5 Prozent auf 27,935 Euro ab und notierten damit wieder auf dem Stand von Oktober 2014. Dem Medienkonzern macht ein schwacher TV-Markt zu schaffen. Auch alle anderen Dax-Werte schlossen im Minus.

Am MDax-Ende verloren die Aktien des Konkurrenten RTL 5,03 Prozent, für die Aktie des Werbevermarkters Ströer ging es um mehr als 4 Prozent nach unten.

Zudem stand der Kurseinbruch bei Adva Optical im Fokus. Nachdem der Telekomausrüster wegen einer unerwartet schwachen Auftragslage seine Gewinn- und Umsatzerwartungen an das laufende Quartal gesenkt und Stellenstreichungen angekündigt hatte, büßten die Aktien am TecDax-Ende rund 27,5 Prozent ein.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,96 Prozent auf 3388,22 Zähler nach unten. Der französische CAC-40 und der britische FTSE 100 gerieten ähnlich stark unter Druck. Der New Yorker Dow Jones Industrial hingegen bewegte sich zuletzt kaum vom Fleck.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Vortag auf 0,10 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,28 Prozent auf 142,11 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,37 Prozent auf 165,37 Punkte.

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