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Delivery Hero: Was für eine Überraschung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Essenslieferant Delivery Hero +0,35% baut sein Geschäft in Asien mit einer milliardenschweren Übernahme aus. Das im MDax notierte Unternehmen hat sich 82 Prozent des südkoreanischen Unternehmens Woowa gesichert.

Um den Deal zu finanzieren, plant Delivery Hero eine Kapitalerhöhung. Die Anleger scheint dies jedoch nicht zu beirren: Zwar sackte der Aktienkurs im vorbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent ab – erholte sich jedoch rasant und steht nun bei einem Plus von knapp 14 Prozent.

Woowa wird bei dem Deal den Angaben zufolge insgesamt mit vier Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro) bewertet. Delivery will bis zu 1,7 Milliarden Euro in bar und bis zu rund 1,9 Milliarden Euro in neuen Delivery-Hero-Aktien auf den Tisch legen. Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2020 abgeschlossen werden.

Weitere Woowa-Eigner können ihre Anteile noch zu gleichen Bedingungen einreichen, dann würde Delivery Hero sogar 88 Prozent an Woowa besitzen. Die verbleibenden zwölf Prozent an Woowa kann Delivery im Laufe von zwei bis vier Jahren gegen Delivery Hero-Aktien erwerben. Alle Anteile an Woowa will Delivery Hero in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Singapur einbringen.

Woowa betreibt der Delivery-Mitteilung zufolge mit Baedal Minjok den größten Online-Essenslieferservice in Südkorea, der im dritten Quartal auf rund 100 Millionen Bestellungen kam. Auch in Vietnam ist das Unternehmen aktiv. 2018 kam das Unternehmen in Korea umgerechnet auf einen Umsatz von 242 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2019 waren es bereits 301 Millionen Euro.

Kurs- und Umsatztreiber für die Aktie

Die Übernahme treibt die Aktie von Delivery Hero an und sorgt neben dem starken Ergebnis der ersten neun Monate sowie der erhöhten Jahresprognose für einen weiteren Kurstreiber.

Der Umsatz soll laut Angaben von Ende Oktober nun zwischen 1,44 und 1,48 Milliarden Euro liegen. Zuvor war Delivery Hero noch von einem Wert am oberen Ende der zuletzt angepeilten Spanne von 1,3 bis 1,4 Milliarden ausgegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin ist in Deutschland selbst nicht mehr als Essenslieferant aktiv, nachdem das Geschäft hierzulande an den niederländischen Rivalen Takeaway für 930 Millionen Euro verkauft wurde. Delivery Hero hatte zuletzt mehr als die Hälfte des Umsatzes in Nahost und Nordafrika (MENA) erwirtschaftet. In Asien hatte Delivery Hero knapp 30 Prozent des Geschäfts gemacht.


Delivery Hero Sechs-Monats-Chart in Euro



Mit Material von dpaAFX.



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