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Depot-Update (1): Seitenwechsel in den USA – Dollar lieber absichern

| Quelle: INV

Das erste Halbjahr des Börsenjahres 2017 neigt sich dem Ende zu. Für alle die in Aktien investieren waren es sechs gute Monate. Der Dax, an dem man sich irgendwie automatisch orientiert, hat seit dem Jahreswechsel um rund zehn Prozent zugelegt und gibt damit die Richtung vor. Die omnipräsenten Super-Schlaumeier finden damit wieder Futter, um zu erklären, dass man einfach nur den Dax kaufen müsse, um jeden Portfolio-Manager zu schlagen. Das mag zum Teil sogar stimmen, geht aber trotzdem an der Realität vorbei. Denn zum einen berücksichtigt der Dax keine Steuern und lebt mithin in einer idealisierten Welt, die für kaum jemanden zugänglich ist. Zum anderen – und das ist noch wichtiger – wäre gerade in Deutschland kaum jemand bereit, sein gesamtes Hab und Gut ungeschützt zu 100 Prozent in deutsche Aktien oder sonst irgendwas zu investieren.

Soll heißen: Das 100%-Dax-Portfolio ist vermutlich eher selten.

Dies sei kurz vorweg geschickt, wenn es darum geht, ein Fazit zum ersten Halbjahr der beiden virtuellen Musterdepots der Investmentecke zu ziehen. Bei Wertzuwächsen von jeweils mehr als 6 Prozent, fällt dieses Fazit nämlich durchweg positiv aus – obwohl es eben hinter der reinen Dax-Performance zurückbleibt. Aber das ist eben der Preis dafür, wenn man nicht mit vollem Risiko ausschließlich in deutsche Standardwerte investiert.

Als Schwachpunkt hat sich im ersten Halbjahr insgesamt aber vor allem in den letzten Wochen der amerikanische Aktienmarkt präsentiert. Zwar laufen auch die dortigen Börsen auf Rekordniveaus – aus Sicht europäischer Anleger, ist zuletzt aber die Handelswährung der amerikanischen Aktien zum Belastungsfaktor geworden. Während man kurz vor dem Jahreswechsel für einen Euro nur rund 1,04 Dollar bekam, sind es mittlerweile wieder 1,1350. Die US-Währung und alles was in dieser Währung abgerechnet wird hat also fast zehn Prozent an Euro-Wert verloren. Dies konnten die US-Aktien dann doch nicht ausgleichen, sodass die US-Positionen in beiden Portfolien im Minus liegen. Zur Ehrenrettung des auf Dividendenwerte fokussierten SPDR US Dividend Aristocrats im Spezialitäten-Depot muss aber berücksichtigt werden, dass hier die vereinnahmten Dividenden gegengerechnet werden müssen. Die einfachen Performance-Zahlen und Charts spiegeln nämlich nur die reine Kursentwicklung wieder. Ebenfalls zu beachten ist, dass zwischen dem Dividendenabschlag im Wertpapierkurs und dem tatsächlichen Zahlungseingang ein Zeitverzug besteht. Das gilt auch jetzt wieder. So ist die aktuelle Ausschüttung von immerhin 28,31 US-Cent je Anteil schon aus dem Kurs herausgerechnet (Ex-Tag), während die Einbuchung erst für Anfang Juli vorgesehen ist.

Davon abgesehen stellt sich aber trotzdem die Frage, wie bezüglich amerikanischer Aktien weiter zu verfahren ist. Immerhin droht jetzt gleich von zwei Seiten Gefahr! Sowohl die Aktien als auch die Währung als heillos überbewertet, was bei der Portfolio-Gestaltung besondere Probleme hervorruft. Den größten und wichtigsten Aktienmarkt komplett auszusparen wäre nämlich ein ziemlich radikaler Schritt. Dieser Schritt kann in einem Individualdepot durchaus Sinn machen – im Rahmen eines Muster-Portfolios scheint er trotzdem zu extrem.

Durchaus passend erscheint hingegen, dass zumindest das Währungsrisiko vorübergehend herausgenommen wird. Grund dabei den Anbieter zu wechseln, gibt es nicht. Dies auch deshalb, weil dbX-trackers gerade die Gebühren für eine Reihe von wichtigen Standard-ETF reduziert hat. Dazu gehören selbstverständlich auch die dollar-abhängige und die währungsgesicherte Version auf den S&P 500. Im Basis-Depot wird zum Abschluss des Quartals-Update am Freitag ein Tausch von der derzeit im Depot enthaltenen DBX0F2 in das „euro-Hedhed“-Pendant mit der WKN A113FP vorgenommen.

Im Spezialitäten-Depot soll es derweil bei der bestehenden Positionierung bleiben. Der ETF für Dividendenaristokraten ist als Position „für die Ewigkeit“ gedacht und da muss eben auch mal durchhalten.

In Teil 2 des Quartals-Update werden morgen die Positionen in Europa überprüft.

 

Ralf Andreß

 

Zusammenstellung und Transaktionen der beiden Musterdepots können registrierte Nutzer im Depotbereich unter „Mein Finanztreff“ jederzeit einsehen und nachvollziehen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sei hinzugesetzt, dass es sich tatsächlich nur um Musterdepots handelt, denen keine realen Anlagen gegenüberstehen. Trotzdem ist es möglich, dass der Autor einige der hier enthaltenen Positionen auch selbst im Bestand hat oder selbst erwägt sie in den Bestand aufzunehmen.

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db x-trackers S&P 500 UCITS ETF

STU 38,97 -0,61%
EUR 22.11.2017 -0,24

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db x-trackers S&P 500 UCITS ETF (Prospective DR)
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