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Depot-Update (2): Sicherung in Europa über Trailing-Stopps

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach dem Blick auf die Depot-Schwächlinge der letzten Wochen (sprich: US-Aktien gestern), geht das Augenmerk nun auf die europäischen und deutschen Aktien. Hier fällt das Zwischenfazit um einiges erfreulicher aus. Im auslaufenden Quartal verbuchten alle Positionen in diesem Segment kräftige Zuwächse von rund 4 Prozent. Am schwächsten blieb noch der ETF auf Mdax, wobei die Bezeichnung „schwach“ bei einem Quartalsgewinn von 3,4 Prozent und einem Plus von 12,6 Prozent seit dem Jahreswechsel nicht so richtig passend scheint.

Kurzum bei europäischen (einschließlich deutschen) Aktien läuft derzeit alles rund und die andauernden starken Mittelzuflüsse bei ETF mit Anlagefokus Europa lassen hoffen, dass dies vorerst so bleiben könnte. Damit geht es auch in den Musterdepots momentan keinen Grund die Positionen grundsätzlich zu ändern. Fraglich bleibt allein, ob die generell sehr hohe Aktiengewichtung angesichts der zunehmenden Korrektursorgen noch angemessen ist.

Da die korrekte Antwort hierauf wie üblich nur der die Zukunft verlässlich geben kann, scheint es opportun, wie schon in den vergangenen Jahren das Hilfsmittel der Trailing-Stopps zu nutzen (siehe hierzu die IE vom 27.6.). Dies gilt vor allem in Hinblick auf die bevorstehende Sommerpause der Investmentecke, die in der kommenden Woche beginnt. Damit ein denkbarer Sommer-Crash nicht alles vollkommen durcheinander wirbelt, ohne dass wir darauf reagieren können, sollen insbesondere die Aktienpositionen per Freitag mit Trailing-Stopps versehen werden, wobei die erste Stopp-Marke jeweils zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs festgesetzt wird. So wird sichergestellt, dass die Depots bei einem starken Börsensommer weiter dabei bleiben, während eine Korrektur eben nur partielle Vermögensvernichtung hervorrufen kann.

Ausgenommen ist dabei das Bonuszertifikat auf den Euro Stoxx 50 im Spezialitäten-Depot, da dieses seine eigene Sicherung mitbringt. Der Abstand bis zur Sicherheitsbarriere bei 1.950 Indexpunkten ist mittlerweile bis auf 45 Prozent angewachsen, sodass hier schon ein ziemlich gruseliger Sommer folgen müsste, um die Mindestrückzahlung von 32,50 Euro per Mitte Dezember zu gefährden (CD3SU8).

Bei dem ebenfalls im Spezialitäten-Depot eingesetzten Outperformance-Zertifikat (DT1X9S) soll die Stopp-Sicherung derweil etwas weiter als die oben genannten 10 Prozent gefasst werden. Dies vor allem deshalb, weil das Papier inzwischen weit in die Hebelzone vorgedrungen ist, sodass ein Rückgang im Index jetzt überproportionale Verluste auslösen würde. Somit scheint es sinnvoll den tolerierten Rückschlag entsprechend dem Kurshebel von 1,5 auf 15 Prozent festzusetzen. Davon abgesehen bleibt bei diesem Papier anzumerken, dass es eben wegen dieser mittlerweile drohenden überproportionalen Risiken für Neuengagements nicht mehr wirklich zu empfehlen ist. Die Hebelkraft nach oben ist zwar immer noch reizvoll (alles oberhalb von 2.800 Euro-Stoxx-Punkten wird mit dem Faktor 1,5 angerechnet), der aktuelle Kaufpreis von knapp 39 Euro weist inzwischen aber einen deutlichen Aufschlag auf den aktuellen Indexstand aus. Deshalb gilt: Halteposition ja, Neukauf-Kandidat nein.

Eine denkbare Alternative wäre die CX93RQ mit Hebel 1,5 oberhalb von 3.250 Punkten und nur moderatem Preisaufschlag auf den derzeitigen Indexstand (Laufzeit bis Dezember 2018).

Im dritten Teil und zum Abschluss wird es morgen dann um Asien und die Defensiv-Positionen gehen. Außerdem werden dann die aktuellen Transaktionen eingestellt und vorgenommen.

 

Ralf Andreß

 

Zusammenstellung und Transaktionen der beiden Musterdepots können registrierte Nutzer im Depotbereich unter „Mein Finanztreff“ jederzeit einsehen und nachvollziehen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sei hinzugesetzt, dass es sich tatsächlich nur um Musterdepots handelt, denen keine realen Anlagen gegenüberstehen. Trotzdem ist es möglich, dass der Autor einige der hier enthaltenen Positionen auch selbst im Bestand hat oder selbst erwägt sie in den Bestand aufzunehmen.

 

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Euro Outperformance 3250 2018/12 (CIT)
Euro Outperformance 3250 2018/12 (CIT) - Performance (3 Monate) 35,25 +0,17%
EUR +0,06
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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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