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Der EZB-Entscheid auf einen Klick

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält auch unter der neuen Präsidentin Christine Lagarde an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Der EZB-Rat beließ am Donnerstag den Leitzins im Euroraum unverändert auf dem Rekordtief von null Prozent. Banken müssen weiter Negativzinsen von 0,5 Prozent zahlen, wenn sie Gelder bei der Zentralbank parken. Zudem steckt die EZB seit November monatlich 20 Milliarden Euro in den Erwerb von Anleihen.

Die seit 1. November amtierende Französin hatte schon vor ihrem Amtsantritt deutlich gemacht, dass sie eine sehr lockere Geldpolitik auf absehbare Zeit für nötig hält. Allerdings will sie mögliche negative Folgen und Nebeneffekte des EZB-Kurses genauer in den Blick nehmen. Die Sorgen der Menschen müssten beachtet werden. Auch der Kampf gegen den Klimawandel soll eine größere Rolle spielen.

Sparern macht insbesondere das Zinstief zu schaffen. Zinsen auf Sparbuch und Tagesgeldkonten sind quasi abgeschafft. Wer viel Geld bei der Bank bunkert, dem drohen gar Negativzinsen. Kreditnehmer profitieren dagegen von den Niedrigzinsen.

Inflation von zwei Prozent bleibt Hauptziel – soll aber überprüft werden

Hauptziel der Währungshüter sind jedoch stabile Preise im Euroraum. Mittelfristig strebt die EZB für den Währungsraum mit seinen 19 Ländern eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an. Das ist weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige Preise gelten als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Verbraucher könnten dann Investitionen aufschieben - in der Hoffnung, dass es bald noch billiger wird.

Mit der Billiggeldschwemme, die unter Lagardes Vorgänger Mario Draghi beschlossen worden war, versuchen die Währungshüter, die Wirtschaft anzukurbeln und die Teuerung anzuschieben. Dennoch hat die EZB ihr Inflationsziel seit langem nicht mehr erreicht.

Lagarde hat angekündigt, die Strategie der Notenbank bald zu überprüfen. Dabei geht es unter anderem darum, ob das mittelfristige Inflationsziel noch zeitgemäß ist. Abgeschlossen werden soll die Prüfung vor Ende des kommenden Jahres. Es ist die erste Überprüfung des geldpolitischen Rahmens seit 2003. Seinerzeit wurde unter anderem das Inflationsziel angepasst.

Weniger pessimistische Prognose für BIP und Inflation

Die EZB gibt sich etwas weniger pessimistisch für die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum. Es gebe einige Anzeichen einer wirtschaftlichen Stabilisierung, sagte Lagarde. Zwar seien die Wachstumsaussichten noch abwärts gerichtet, allerdings etwas weniger stark als zuletzt.

Für dieses Jahr erwartet die Notenbank einen etwas stärkeren Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,2 Prozent. Vor drei Monaten waren die EZB-Experten noch von 1,1 Prozent Plus ausgegangen. 2020 soll die Wirtschaft im Währungsraum nach der neuesten Vorhersage um 1,1 (September-Prognose: 1,2 Prozent) zulegen, für 2021 erwarten die Währungshüter unverändert ein Wachstum von 1,4 Prozent. Ebenso im Jahr 2022.

Die Inflation soll in diesem Jahr bei 1,2 Prozent liegen. Für 2020 erwartet die EZB eine Inflationsrate von 1,1 (1,0) Prozent. Für das Jahr 2021 rechnen die Währungshüter mit einer jährlichen Preissteigerung von 1,4 (1,5) Prozent. Die erstmalige Schätzung für 2022 liegt bei 1,6 Prozent.


Mit Material von dpaAFX.

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