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Der Seitenwechsel

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Seitenwechsel hat begonnen. Die Relation Growth zu Value steht aus Börsensicht im Mittelpunkt. Die Korrekturen für Tesla, Zoom, Apple und alle anderen dürften so um 25 % erreichen, von der Spitze gerechnet. Auch deutlich mehr sind machbar. Vorbild dafür ist die ähnliche Korrektur von Microsoft als absoluter Star im Dotcom-Hype vor 20 Jahren. Microsoft bliebt in all diesen Jahren immer Weltmeister in Sachen Software, wurde aber in den folgenden 18 Monaten fast gedrittelt.

 

Dt. Telekom machte es gleichfalls vor. Mit dem Emissionspreis von 16,35 € ging es mit kräftiger Unterstützung von bekannten Schauspielern in der Werbung und teilweise lustigen Begründungen schließlich bis 105 €. Anschließend fast in gleicher Zeit bis auf 12/16 €, das wars dann. Wo also die Techs landen, wird sich noch zeigen.

 

Die Gegenseite sind die Value-Aktien mit durchaus illustren Namen, aber dem Image von Oldies. In New York sind Coca-Cola, IBM, 3M, AMERICAN EXPRESS etc. die täglichen Gewinner, wenn auch in bescheidener Art. Dafür sind es aber mehr als 350 dieser Art von 500 im S&P-Index. So funktioniert der Wechsel an den Märkten, wenn Übertreibungen korrigiert werden und Untertreibungen ebenfalls.

 

Die amerikanischen Banken liefern die Musik dazu. JPMorgan rechnete soeben vor, warum Dt. Telekom eigentlich das Doppelte wert sei. Das wären immerhin 70 Mrd. €. Goldman Sachs rechnet heute vor, warum Covestro ein neuer Favorit ist. Die Potenziale werden bei 25 bis 30 % veranschlagt. Demnächst sind die Autobauer dran, die bereits deutlich zugelegt haben, aber nun ebenfalls entdeckt werden. Sei es mit der neuen S-Klasse von Daimler als Grund oder dem deutlich besseren Absatz von E-Mobility-Autos etc.

 

In diesem Wechsel der Favoriten stecken drei Aspekte: Zum einen der Wechsel aus der Übertreibung in die Normalität, zum anderen die Orientierung der Investments an den realen Daten, also dem Wert und zum Dritten die Breitenwirkung, wie der Aktienmärkt den gesamten Konjunkturverlauf einpreist. Das hängt nicht an den Zinsen oder der Geldpolitik der Fed oder den Bondkäufen der EZB, sondern an der Gesamtstimmung, wenn die Menschen das Gefühl dafür bekommen, was aus einer Krise demnächst entsteht.

 

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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