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Deutsche Anleihen geben deutlich nach

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben zum Wochenstart deutlich nachgegeben. Am Markt wurden mehrere Gründe genannt, darunter positive Konjunkturdaten aus China und der Eurozone. Bis zum Montagabend fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future -0,01% um 0,70 Prozent auf 170,01 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg im Gegenzug deutlich auf minus 0,28 Prozent. In Europa legten die Renditen durchweg spürbar zu.

Solide Konjunkturdaten aus China und der Eurozone lasteten auf als sicher empfundenen Wertpapieren wie Bundesanleihen. Sowohl in China als auch in Europa stiegen die Einkaufsmanagerindizes an. Analysten hoben hervor, dass es sich um die Indikatoren für die Industrie handelte. Der Sektor hat bis zuletzt besonders stark unter der schwachen Weltwirtschaft und dem Handelsstreit zwischen den USA und China gelitten.

Im Gegensatz dazu verschlechterte sich die Industriestimmung in den USA. Der ISM-Indikator, der als gute Richtschnur für das gesamtwirtschaftliche Wachstum gilt, fiel wieder in Richtung seines im Spätsommer erreichten zehnjährigen Tiefstands.

Belastet wurden Bundeswertpapiere zudem durch den Sieg der politisch links stehenden Bewerber für die SPD-Spitze am Wochenende. Marktbeobachter sagten, dies erhöhe die Chance auf eine lockerere Fiskalpolitik und damit zusätzliche Bundesanleihen am Markt.

Für Aufsehen sorgte auch ein Bericht der britischen Wirtschaftszeitung "Financial Times". Die Zeitung berichtete, die US-Notenbank Fed könnte künftig ein Überschießen ihres Inflationsziels zulassen, soweit dieses längere Zeit unterschritten werde. Derzeit prüft die Fed ihren Zielkatalog auf Zukunftsfähigkeit.

Eine ähnliche Prüfung will die Europäische Zentralbank (EZB) für ihr Mandat vornehmen. Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte vor dem Europäischen Parlament, das Ergebnis dieser Überprüfung sei offen. Es sei auch verfrüht, über Details zu reden, da die Angelegenheit noch nicht im geldpolitischen Rat der EZB diskutiert worden sei. Fachleute erwarten, dass die EZB sich unter anderem mit der Angemessenheit ihres Preisziels auseinandersetzen wird./bgf/men


Quelle: dpa-AFX
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