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Deutsche Bank: Die Talfahrt setzt sich noch fort

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Erinnerungen an die Lehman-Pleite 2008 werden wach. Auch diesmal tragen gekündigte Banker mit betretenen Gesichtern ihre Pappkartons mit Office-Habseligkeiten aus den Büros. Denn die von der Deutschen Bank angekündigten Stellenstreichungen werden bereits umgesetzt. Die ersten Mitarbeiter der Niederlassungen in London, New York, Singapur und Hongkong haben bereits ihre Kündigungsschreiben erhalten.

Derweil werden auch die Gesichter der Aktionäre immer blasser. Die Aktien der Deutschen Bank -2,83% setzten ihre Talfahrt am Dienstag fort. Bis auf 6,41 Euro fiel der Kurs des Dax-Werts am Vormittag - weitere fünf Prozent Minus. Bereits zum Wochenstart hatte der angekündigte Radikalumbau der Bank die Kurse kräftig gedrückt.

Rekord-Tiefen könnten getestet werden

Damit rutschten der Deutsche-Bank-Kurs auch unter die gleitende 50-Tage-Linie, die als Indikator für den mittelfristigen Trend gilt (siehe Chart unten). Sie ist abwärts gerichtet. Angesichts des Kursrutsches rückt nun auch wieder das Rekordtief von Anfang Juni in den Fokus. Da hatten die Aktien bei 5,80 Euro so niedrig notiert wie nie zuvor. Bei ungünstigem Marktumfeld könnte der Kurs auch darunter fallen.

Analysten und Investoren sind nicht bereit, Vorschusslorbeeren zu verteilen. Nach den vielen Enttäuschungen der vergangenen Jahre wollen sie offenbar erst Beweise, dass die Restrukturierung funktioniert.

Die Milliarden-Aufwendungen für den Konzern-Umbau gehen einher mit weiteren Verlusten. Finanzchef James von Moltke, der im Gegensatz zu drei Vorstandskollegen an Bord bleibt, rechnet für 2019 mit roten Zahlen. "Für 2020 gehen wir davon aus, dass wir bei plus minus null rauskommen, vielleicht auch etwas besser", sagte von Moltke. Darin schwingt auch die Möglichkeit mit, dass es auch erneut Verluste werden könnten. Die Aktionäre sollen für beide Jahre keine Dividende erhalten.

Analysten sind skeptisch

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat heute die Einstufung für die Deutsche Bank -2,83% auf "Underperform" mit einem Kursziel von 6 Euro bestätigt. Angesichts der Probleme der Bank sei trotz der eingeleiteten Maßnahmen weiterhin Zurückhaltung angebracht, schrieb Analyst Jon Peace in einer Studie. Die niedrige Bewertung sei angesichts der Rendite und der Unsicherheiten gerechtfertigt.

Auch das Analysehaus RBC hat die Aktie der Deutschen Bank auf "Underperform" belassen, das Kursziel aber anlässlich des Strategieschwenks nun von 8 auf 7 Euro gesenkt. Die Gefahr, die Umbaupläne nicht umsetzen zu können, erscheine höher als ursprünglich gedacht, schrieb Analystin Anke Reingen in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Die Bank bewege sich beim Eigenkapital auf einem schmalen Grad - diese Situation lasse keinen Raum für Fehler.

mmr mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Deutsche Bank (in Euro, Xetra)
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