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Deutsche Bank und DBAG – Neuausrichtungen auf dem Prüfstand

| Quelle: HSBC | Lesedauer etwa 8 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
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Sowohl die Deutsche Bank als auch die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) haben ihre Anleger auf das neue Geschäftsjahr eingestimmt. Die Aussichten bleiben aufgrund des herausfordernden Umfelds gedämpft.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) nach eigenen Angaben ein erfolgreiches Jahr. Um dies fortzusetzen startet die deutsche Private-Equity-Gesellschaft laut Vorstandssprecher Torsten Grede mit einigen Veränderungen. Schon seit Jahren verbreitere die DBAG systematische ihr Investitionsspektrum durch eine strategische Auswahl attraktiver Branchen und dem gezielten Aufbau von Knowhow. So profitiere man von den Chancen neuer Geschäftsmodelle in den Kernsektoren und von Investitionen in wachstumsstarke Unternehmen. Dazu gehöre etwa die erfolgreiche Veräußerung des Bandbreitunternehmens inexio. Das Unternehmen will künftig wieder verstärkt Beteiligungen eingehen, für die sie ausschließlich Mittel aus ihrer eigenen Bilanz einsetzen, etwa Minderheitsbeteiligungen an Familienunternehmen.

Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht die DBAG die Dividende zum dritten Mal in Folge - nun auf 1,50 Euro. Das entspricht einer Dividendenrendite von rund 3,8 Prozent. Die Erwartungen an das künftige Geschäftsjahr sind allerdings zurückhaltend. Viele Unternehmen in den Portfolien spüren laut Grede die Unsicherheit, die aus den strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie und aus dem Handelsstreit resultiert. Die Aktie hat sich in diesem Jahr mit einem Plus von knapp 17 Prozent positiv entwickelt und notiert aktuell am Jahreshoch bei rund 39 Euro.

 
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Deutsche Bank bestätigt die Kostenziele

Auf dem Investorentag der Deutschen Bank gab es ebenfalls einige Neuerungen zu verkünden. So wird die EZB die Mindestkapitalanforderungen für die Deutsche Bank leicht reduzieren: von 11,84 auf 11,59 Prozent. Gleichzeitig sieht sich die Bank, Vorstandschef Sewing zufolge, auf einem guten Weg und bestätigte die Kostenziele bis 2022. Bis dahin werden sie im Vergleich zu 2018 um sechs Mrd. Euro sinken. Dann soll auch die Eigenkapitalrendite wieder acht Prozent betragen. Erreichen will Sewing dieses Ziel mit der Fokussierung auf das Firmen- und Privatkundengeschäftes sowie der Vermögensverwaltung.

Damit sollen die Erträge gesteigert werden, die im abgelaufenen Quartal schneller gesunken waren als die Kosten und vor allem im Privatkundengeschäft unter den Erwartungen der Analysten (Reuters) geblieben waren. Es gab einen Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen musste das angepeilte Ziel von rund 25 Mrd. Euro bis 2022 leicht auf 24 bis 25 Mrd. Euro nach unten korrigiert werden. Eine Belastung ist auch mit dem geplanten Umbau der Bank mit dem Verkauf des Investmentbankings verbunden. Es entstehen Kosten in Höhe von 7,4 Mrd. Euro.

 
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Quelle: HSBC


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