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Deutsche Exporte nach Russland stagnieren bei trüben Aussichten für 2019

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Christian Grimm

BERLIN (Dow Jones)Die deutschen Ausfuhren nach Russland haben im vergangenen Jahr stagniert. Das gab der Ostausschuss-Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft in Berlin bekannt. "Wenn es gut läuft" könne das Exportergebnis von 2017 erreicht werden, sagte Ostausschuss-Präsident Wolfgang Büchele. Zum Jahresauftakt 2018 hatte der Verband noch einen Anstieg der Ausfuhren um etwa 10 Prozent vorausgesagt. Die Summe des Außenhandels aus Einfuhren und Ausfuhren mit Russland summieren sich nach den Daten des Ostausschusses auf 60 Milliarden Euro. Das entspreche der Hälfte der Summe, die Deutschland mit Polen erreicht. "Wir schöpfen das Potenzial bei weitem nicht aus", beklagte Büchele.

Die Aussichten für das neue Jahr bleiben trüb. In einer Umfrage von Ostausschuss und der Außenhandelskammer in Moskau unter 168 deutschen Firmen, die auf dem russischen Markt aktiv sind, beurteilt nur ein Drittel der Unternehmen die allgemeine Entwicklung positiv. Ebenfalls nur ein Drittel rechnet mit steigenden Lieferungen nach Russland. Unterdessen sorgt die schwache Entwicklung dafür, dass sich deutsche Unternehmen aus Russland zurückziehen. Ihre Zahl sank um 300 auf 4.700. Büchele nannte die Entwicklung besorgniserregend.

Als große Störfaktoren betrachten die Manager die US-Sanktionen und der schwache Rubel. Früher erholte sich der Kurs des Rubel bei steigenden Ölpreisen und die Konjunktur zog an. "Dieser Mechanismus ist mittlerweile außer Kraft gesetzt", erklärte Büchele. Ein niedriger Kurs der russischen Währung schmälert die Gewinne der deutschen Firmen, wenn sie in Euro umgewechselt werden.

Die Konjunktur in Russland stottert. Präsident Wladimir Putin hatte vor Weihnachten bekanntgegeben, dass die Wirtschaft 2018 um 1,7 bis 1,8 Prozent gewachsen sei. Für ein Schwellenland ist das ein enttäuschender Wert. Büchele kritisierte die dauernden Sanktionsdrohungen der USA gegen Moskau. Sie seien bewusst vage und uneindeutig formuliert. "Viele dieser Argumente stammen aus der Mottenkiste des Kalten Krieges", monierte er. Die steten Angriffe Washingtons auf die Ostseepipeline Nord Stream 2 könne sich Deutschland keinesfalls gefallen lassen. "Es steht hier unsere Souveränität in der Energiepolitik auf dem Spiel", mahnte der frühere Chef der Linde AG. Deutschland brauche das Gas aus Russland, um den absehbaren Förderausfall der Niederlande zu kompensieren. Die USA unter Präsident Donald Trump wollen den Europäern ihr eigenes Flüssiggas (LNG) verkaufen und bauen deshalb massiven politischen Druck auf.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/cbr

END) Dow Jones Newswires

January 11, 2019 04:33 ET ( 09:33 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
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