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Deutsche Post bekennt sich zu Ausbau der Streetscooter-Produktion

| Quelle: Dow Jones Newswire Web | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Ulrike Dauer

FRANKFURT (Dow Jones)Die Deutsche Post will auch nach dem Abgang von Innovations-Vorstand Jürgen Gerdes an den Produktionsplänen für den Elektrotransporter Streetscooter festhalten. Thomas Ogilvie, Gerdes' Nachfolger für den Bereich "Corporate Incubations", der Digitales, E-Mobilität und Automatisierung umfasst, habe sich am Mittwoch auf einer Mitarbeiterveranstaltung der Post-Tochter in Aachen zu den Plänen bekannt, sagte ein Unternehmenssprecher. "Wir bekennen uns ausdrücklich zu unserem Innovations- und Erfolgsprojekt Streetscooter. Die Mitarbeiter machen einen tollen Job, und gemeinsam werden wir die erfolgreiche Reise fortsetzen", sagte Ogilvie laut Sprecher auf der Streetscooter-Mitarbeiterversammlung. Ogilvie ist auch Personalvorstand bei der Deutschen Post.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte der Rheinischen Post gesagt, die Deutsche Post werde sich nach dem Abgang von Vorstand Gerdes, der am Dienstagabend offiziell verkündet wurde, das Projekt wegen der hohen Anlaufverluste noch einmal genau anschauen, und er könne nicht ausschließen, dass das Unternehmen den Streetscooter nun wieder aufgibt.



Produktionsziel weiter 20.000 Streetscooter pro Jahr


Das Bonner Logistikunternehmen hatte erst jüngst den Ausbau der Produktion des Streetscooters mit der Eröffnung eines zweiten Werkes Ende Mai in Düren bei Aachen für 250 Arbeitsplätze bekanntgegeben. Damit soll künftig die Produktion auf 20.000 Streetscooter pro Jahr verdoppelt werden. Aktuell sind mehr als 5.500 in Gebrauch. Inzwischen produziert die Deutsche Post die E-Lieferwagen nicht mehr nur für den eigenen Bedarf, seit 2017 wird auch an externe Kunden verkauft. Kürzlich hatte der britische Milchlieferant Milk & More 200 der Elektrofahrzeuge geordert. Unter den Kunden sind nach Angaben eines Post-Sprechers auch das Unternehmen Innogy, mehrere Städte, Bäcker und Handwerker.

Nach den jüngsten Planungen der Deutschen Post trägt der Bereich Corporate Incubations im laufenden Jahr noch einen Verlust von 70 Millionen Euro zum operativen Gewinn (EBIT) bei, unter anderem wegen der höheren Anlaufkosten für die beschleunigte Produktion des Streetscooters.

CFO Melanie Kreis sagte am Capital Markets Day, das Unternehmen denke aktuell darüber nach, wie es das Erfolgsmodell Streetscooter am besten weiterentwickle, aber "der Fokus liegt klar auf Wachstum innerhalb des Unternehmens".

Nach Medienberichten im April lotet die Deutsche Post strategische Optionen aus, um das Geschäft mit dem Elektrotransporter auszubauen. Darunter seien die Möglichkeiten eines externen Investors sowie der Verkauf eines Teils an der Börse.

Am Dienstag hatte die Deutsche Post die Trennung von Innovations-Vorstand Gerdes "aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Schwerpunktsetzung" des Unternehmens mitgeteilt, nur wenige Tage nachdem das Unternehmen Investoren mit einer Gewinnwarnung wegen der schwachen Entwicklung im deutschen Brief und Paketgeschäft verschreckt hatte. Gerdes war bis Anfang April mehr als 10 Jahre verantwortlich für das Paket-und Brief-Geschäft gewesen.

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_

DJG/uxd/mgo

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June 14, 2018 04:44 ET ( 08:44 GMT)

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