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Deutsche Post: Briefe werden teurer als gedacht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Briefporto wird in diesem Jahr aller Voraussicht nach teurer als bisher erwartet. Auf Basis einer Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums soll es der Deutschen Post ermöglicht werden, das Porto deutlich anzuheben, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung  berichtete. Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf 85 bis 90 Cent steigen. Der genaue Wert ist noch unklar – es geht nun um einen größeren Preisspielraum für alle regulierten Postprodukte zusammen, also auch für Postkarte oder Auslandsbrief. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, er sehe das Porto in diesem Jahr nicht auf 90 Cent steigen. Wie hoch genau das Porto für einen Standardbrief sein soll, legt die Post später selbst fest.

Positiv für den Verbraucher: Das Porto steigt später als bisher geplant. Statt zum April dürfte der Preissprung erst im Sommer erfolgen. Die Papiere der Deutschen Post gehörten nach dem FAZ-Bericht mit einem Kursplus von zeitweise 2,4 Prozent zu den besten Werten im Dax.

Wegen der Digitalisierung sinkt die Briefmenge seit Jahren – um profitabel wirtschaften zu können, pocht das ehemalige Staatsunternehmen angesichts ihrer mehr oder minder konstanten Kosten auf eine satte Erhöhung. Laut FAZ  gesteht das Wirtschaftsministerium der Post nun eine höhere Umsatzrendite zu. Ein Sprecher der Post begrüßte das Vorhaben der Regierung.

Mitte Januar bekam der Bonner Konzern zunächst einen Dämpfer von der Bundesnetzagentur – die Regulierungsbehörde gewährte der Post nur einen eher geringen Erhöhungsspielraum von 4,8 Prozent für alle regulierten Produkte zusammen. Damit hätte der Standardbrief wohl maximal auf 80 Cent steigen können und die anderen Briefsorten hätten etwa gleich teuer bleiben müssen. Der Post war das zu wenig.

Nun bekommt sie Rückenwind aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das die Postentgeltverordnung ändern und einen größeren Preisspielraum ermöglichen will. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte: "Wir sind informiert über die Pläne, die Verordnung anzupassen." Details nennen wollte er nicht. Die Netzagentur ist dem Ministerium unterstellt.

Update:  Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank wertete die Nachricht positiv. Die deutliche Erhöhung könnte für einige Zeit Bestand haben. Damit würde es dem Konzern auch leichter fallen, wie geplant bis 2020 einen operativen Gewinn von 5 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Zudem wären dann wohl weniger zusätzliche Umstrukturierungen über die bereits verkündeten Maßnahmen hinaus notwendig.

Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Deutsche Post-Aktien unabhängi von der Portomeldung von 37,20 auf 33,40 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. In Deutschland scheine der Online-Händler Amazon im Gegensatz zu Großbritannien noch keine größere Bedrohung für die Post- und Paketdienstleister zu sein, schrieb Analyst Dominic Edridge in einer am Montag vorliegenden Studie. Das sei gut für die Deutsche Post, da das Risiko eines schrumpfenden Paketaufkommens abnehme und Preissteigerungen wahrscheinlicher würden.

Mit Material von dpa-AFX

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