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Deutsche Post: Morgen, Kinder, wird's was geben...

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Post wird an diesem Dienstag ihre Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Wie werden sich die Preiserhöhungen für Briefporto und Pakete für kleinere Geschäftskunden auswirken? Ein Ausblick, was die Post erwartet und was Analysten zum Logistik-Konzern sagen.

Im kommenden Jahr müssen nach den Preiserhöhungen für Privatkunden auch die Großkunden mehr zahlen. Das Post-Management begründet sein Vorgehen nicht nur damit, dass die Zahl der Briefe schon seit Jahren stetig zurückgeht. Auch die Transport- und Personalkosten steigen für den Bonner Logistik-Konzern. Pro Jahr will die Post 150 Millionen Euro in Personal, weitere Automatisierung und den Ausbau der Post- und Paketinfrastruktur investieren. Denn die Menge der Pakete steigt wegen des boomenden Online-Handels.

Preiserhöhungen dürften sich positiv in Quartalergebnis auswirken

Deshalb und dank der Preiserhöhung hatte sich das Paketgeschäft im zweiten Quartal sehr dynamisch entwickelt. Für das zweite Halbjahr rechnet die Post damit, dass sich auch das gestiegene Briefporto positiv auf das Ergebnis auswirken wird. In der Sparte Post & Paket war das operative Ergebnis im zweiten Quartal erstmals seit Ende 2017 wieder gestiegen.

Für das laufende Jahr erwartet Konzernchef Frank Appel jetzt ein operatives Ergebnis (Ebit) von 4,0 bis 4,3 Milliarden Euro. Wenn der Konzern 2019 etwa die Mitte der Zielspanne erreicht, muss er im kommenden Jahr einen Sprung von mehr als 20 Prozent hinlegen, um sein Ziel von gut 5 Milliarden Euro zu erfüllen. Das Mittelfristziel hat sich der Konzern bereits 2014 gesetzt. Was die kommenden Jahre angeht, war das Management Anfang Oktober etwas vorsichtiger geworden und setzte sich für 2022 nur noch ein Ebit-Ziel von 5,3 Milliarden Euro.

Der Brexit und der Handelsstreit zwischen den USA und China belasteten den Bonner Konzern nach eigenen Angaben weniger, als das bei Konkurrenten wie Fedex +1,36% oder UPS -2,18% der Fall ist. Die Post sei breiter aufgestellt und könnte konjunktursensible Bereiche somit besser ausgleichen, hieß es. Fedex etwa hatte nach einem unerwartet schwachen dritten Quartal Mitte September seine Ziele für das Gesamtjahr gesenkt.

Geschäft mit E-Transportern soll verkauft werden

In Sachen Streetscooter sucht Appel weiter nach einer Lösung. Das Geschäft mit den E-Transportern steht schon länger auf der Verkaufsliste. Im Oktober kamen zwei neue Manager von Tesla +2,18% und Ford +0,28%, damit erweckte die Post-Tochter wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Zudem denkt die Post über eine Produktion in den USA nach. Wie viel das Streetscooter-Geschäft wert ist, ist Analysten zufolge unklar. Könnte die Post den Bereich zu einem guten Preis verkaufen, würde sich das allerdings positiv auf die Bewertung des Konzerns auswirken, erklärte Analyst William Fitzalan Howard von der Bank Berenberg.

Die Analysten hatten lange Zweifel an den 5 Milliarden Ziel für Geschäftsjahr 2020. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten rechnen im Schnitt mit einem von Ebit von 4,8 Milliarden Euro. Die Stimmen werden allerdings zuversichtlicher. Berenberg-Analyst Howard erkannte zuletzt einen klaren Weg hin zu der geplanten Gewinnsteigerung im kommenden Jahr.

Für das dritte Quartal erwarten von der Post selbst befragte Analysten im Mittel (Median) einen Umsatz von 15,4 Milliarden Euro, wovon das Express-Geschäft mit 4,1 Milliarden Euro den größten Teil ausmachen soll. Das Ebit soll laut dieser Schätzung bei 867 Millionen liegen. Hier soll sogar die Hälfte des operativen Gewinns aus der Express-Sparte kommen. Unterm Strich soll dann ein Ergebnis von 538 Millionen Euro stehen.

Post-Aktie im Aufwärtstrend

Seit Beginn des Jahres ist die Post-Aktie -0,97% wieder deutlich teurer geworden: Der Kurs hat um mehr als ein Drittel zugelegt und lag Anfang der Woche bei knapp 33 Euro. Am Montag-Vormittag notierte das Post-Papier bei 32,83 Euro leicht im Plus. Bis zum bisherigen Höchstwert der Aktie von 41,36 Euro Ende 2017 ist damit noch etwas Luft.

Im vergangenen Jahr mussten die Aktionäre allerdings auch herbe Verluste hinnehmen. Nach einer zunächst untersagten Portoerhöhung und einer Gewinnwarnung hatte der Kurs um rund 40 Prozent nachgegeben. Im vergangenen Dezember kostete das Papier nur noch 24 Euro.

In den vergangenen Monaten setzte aber auch der Handelsstreit das konjunktursensible Papier immer wieder unter Druck. Vor allem das Geschäft mit internationalen Expressmarkt - der Gewinntreiber der Post - ist stark von der wirtschaftlichen Lage abhängig. (Mit Material von dpa-AFX)

Drei-Jahres-Chart Deutsche Post (in Euro)
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