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Deutsche Telekom: Darum rutscht die T-Aktie heute ab

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mehr Risiko als Chance für Telekom-Anleger - so sehen die Experten der Privatbank Berenberg die anstehende Entscheidung zur geplanten Fusion von T-Mobile US -1,75% und Sprint in den USA. Analyst Usman Ghazi warnte in einer Studie, dass der Deal sehr wahrscheinlich nur mit hohen Auflagen durchgewunken werde, oder gar verboten werden könnte.

Übertrieben seien deshalb die jüngsten Bewertungsaufschläge für T-Mobile US -1,75%, die wiederum auch Hauptantrieb der überdurchschnittlichen Entwicklung der Papiere der Bonner Mutter im Vergleich zu Branche gewesen seien.

Der Experte senkte sein Kursziel für die T-Aktie -1,09% von 13,20 auf 12,70 Euro und behielt sein Verkaufsvotum bei. Im Vergleich zum aktuellen Kursniveau um die 15 Euro sieht er damit ein Risiko von rund 15 Prozent. Im Tagestief gaben die Papiere um 1,3 Prozent auf 15,05 Euro nach und rutschten damit zurück unter ihre 50-Tage-Linie (siehe Chart unten). Es war der vierte Handelstag in Folge mit Verlusten. Zuletzt lagen sie mit minus 1,1 Prozent am Ende des Dax -1,15%.

Auf jeden Fall wohl negative Folgen

Die Anleger sollten sich klar machen, dass ihnen bei jedweder Entscheidung negative Folgen blühten. Komme die Fusion unter Auflagen durch, müssten sich Investoren unter anderem auf eine Dividendenkürzung um 30 Prozent einstellen, wobei die Aktie von T-Mobile US dann bereits angemessen bewertet und der positive Impuls ausgeschöpft sei. Scheitere die Fusion jedoch, könnte der Kurs der US-Tochter gar um ein Fünftel einbrechen. Dies könnte wiederum die Aktie der Deutschen Telekom rund 1,30 Euro an Wert kosten.

Im Mai hatte die Aussicht auf eine Fusion der Tochter T-Mobile US -1,75% und Sprint auf dem US-Markt auch den Kurs der T-Aktie angetrieben. Am Montag gewichteten die Analysten der Berenberg Bank bei einer solchen Fusion jedoch die Risiken schwerer als die Chancen. Der Deal würde wohl nur unter hohen Auflagen durchgewunken - oder gar gänzlich verboten. Die Bewertung von T-Mobile US - Hauptantrieb der Kursgewinne auch der Deutschen Telekom - sei mithin übertrieben.

"StreamOn"-Tarife müssen geändert werden

Zudem muss die Deutsche Telekom -1,09% ihre "StreamOn"-Tarife nach einer Gerichtsentscheidung ändern oder vom Markt nehmen. Das Angebot verstoße gegen die Netzneutralität - der Datenverkehr werde also nicht wie vorgeschrieben gleichbehandelt, teilte das Oberverwaltungsgericht (OVG) am Montag in Münster mit (Aktenzeichen 13 B 1734/18).

In dem sogenannten Eilverfahren gab das Gericht der Bundesnetzagentur recht, die eine Änderung verfügt hatte. Ganz Schiffbruch erlitten hat die Telekom aber noch nicht, da ein separates Hauptsacheverfahren am Kölner Verwaltungsgericht noch läuft - dieses hat nun aber keine aufschiebende Wirkung.

Bei "StreamOn" wird der Datenverbrauch nicht auf das Monatsvolumen angerechnet, wenn man zum Beispiel Videos über Netflix -3,10%oder die ARD Mediathek streamt. Allerdings drosselt die Telekom die Übertragungsrate, und man kann den Film unterwegs nur in der recht niedrigen SD-Auflösung ansehen. Würde das Video außerhalb des "StreamOn"-Tarifs geguckt und auf das monatliche Datenvolumen angerechnet, so könnte man auf HD-Qualität kommen.

Mit Material von dpa-AFX

Sechs-Monats-Chart Deutsche Telekom (in Euro)
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