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Deutsche Telekom mit starken Zahlen, aber...

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Telekom will unabhängig vom Ausgang der Sprint-Übernahme in den USA mehr Klarheit um ihre künftige Dividenden-Politik schaffen. So soll die Mindestdividende in den kommenden Jahren bei 60 Cent je Aktie liegen, teilte der Konzern am Morgen in Bonn mit. Zuvor waren hier am unteren Rand noch 50 Cent angepeilt. Damit will die Telekom die Unsicherheit um den geplanten Zusammenschluss der US-Tochter T-Mobile -0,76% mit ihrem Rivalen Sprint beseitigen. Für diesen Fall sollte die Untergrenze gelten.

Für das Jahr 2019 kappt die Telekom damit aber auch die Ausschüttung an die Anteilseigner, der Dividendenvorschlag soll nun eben bei 60 Cent liegen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatten die Telekom-Aktionäre noch 70 Cent je Aktie erhalten. Grund seien auch die unerwartet hohen Kosten für die Mobilfunk-Auktion in Deutschland sowie anstehende Frequenz-Auktionen in den USA.

Dieser Schritt komme nicht ganz unerwartet, auch wenn die durchschnittliche Marktschätzung eine Steigerung für das laufende Jahr impliziert habe, kommentierte ein Beobachter. Einige Anleger hätten vielleicht sogar mit einer deutlicheren Kappung gerechnet. "Es ist aber unklar, was passiert, falls die Fusion noch scheitert."

Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal fielen gut aus. Im Zeitraum Juli bis September legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent auf 20 Milliarden Euro zu, wie der Konzern mitteilte. Das um Sondereffekte und die neue Leasing-Bilanzierung bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda AL) stieg wie erwartet um 5,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft, das heißt ohne Zukäufe und Wechselkurseffekte, wäre der Konzern allerdings nicht ganz so stark gewachsen.

Nachdem die kurz vor einer Milliarden-Fusion stehende US-Tochter T-Mobile US ihre Jahresziele Ende Oktober erhöht hatte, zieht nun auch die Konzernmutter nach: Beim Ebitda AL geht das Management um den Vorstandsvorsitzenden Tim Höttges auf vergleichbarer Basis nun von einem Zuwachs auf 24,1 Milliarden Euro aus. Davor hatte sich die Telekom noch ein Plus von drei Prozent auf 23,9 Milliarden Euro auf die Fahne geschrieben.

Auch will der Konzern statt der zuvor festgelegten 12,7 Milliarden Euro nun 12,9 Milliarden Euro im laufenden Jahr investieren. 2018 waren es noch 12,5 Milliarden. Der Barmittelzufluss dürfte wie zuvor angepeilt, um die Leasing-Effekte bereinigt, vom vergleichbaren Vorjahreswert von 6,0 auf 6,7 Milliarden steigen.

Der Umsatz mit Mobilfunk-Dienstleistungen in Deutschland stieg im dritten Quartal ohne Regulierungseffekte um 1,6 Prozent. Unter dem Strich legte der auf die Aktionäre des Konzerns entfallende Gewinn unerwartet stark um fast ein Viertel auf 1,4 Milliarden Euro zu.

Die Aktionäre der Deutschen Telekom müssen sich nun Kursverluste gefallen lassen. Während die Quartalszahlen bei Börsianern überwiegend Beifall fanden, sorgten die Aussagen zur Dividendenpolitik für Unsicherheit. Die T-Aktie -0,14% fiel am Vormittag um gut 2,5 Prozent und hielt damit unter den DAX-Werten die rote Laterne.

Ein Händler lobte die sehr gute Entwicklung der Profitabilität. Das angehobene Jahresziel für das operative Ergebnis (Ebitda AL) sei indes nicht wirklich eine Überraschung. (Mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart Deutsche Telekom (in Euro)


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