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Deutsche und französische Firmen besorgt wegen Russland-Sanktionen

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
MOSKAU (dpa-AFX) - Wegen der Russlandsanktionen schlagen die deutsche und die französische Wirtschaft vor Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron mit Kremlchef Wladimir Putin Alarm. Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) appellierte am Donnerstag in Moskau an Merkel und Putin, keine Maßnahmen zu beschließen, die den Wirtschaftsbeziehungen schaden würden. Merkel reist am Freitag zu Putin nach Sotschi am Schwarzen Meer.

Hintergrund der Sorgen sind russische Pläne für ein Gesetz, das Strafen für ausländische Firmen und Manager in Russland vorsieht, wenn sie gegen Moskau gerichtete Sanktionen umsetzen. Eine Abstimmung über den Entwurf vertagte die Duma zunächst wegen massiver Kritik.

Die USA hatten im April neue Strafmaßnahmen gegen russische Firmen und Einzelpersonen verhängt. Diese könnten auch ausländische Unternehmen stark treffen. Washington droht seinerseits ausländischen Firmen, wenn sie sich nicht an die Sanktionen halten.

Unternehmen gerieten so in eine Zwickmühle, sich zwischen russischen Strafen und US-Sanktionen entscheiden zu müssen, teilte die AHK mit. "Wenn Russland auf den amerikanischen Amboss jetzt den russischen Hammer draufsetzt, vergrätzt es die deutschen Unternehmen, die seit Jahrzehnten Bündnispartner der russischen Regierung für die Modernisierung der russischen Wirtschaft waren", warnte AHK-Chef Matthias Schepp.

Auch die französische Handelskammer in Moskau zeigte sich besorgt. Die von Russland geplanten Strafen könnten dazu führen, dass sich französische Investoren ganz aus dem Land zurückziehen, teilte sie der Agentur Interfax zufolge mit. Damit würde sich Moskau selbst schaden, hieß es. Kommende Woche wird Frankreichs Präsident Macron zum Wirtschaftsforum in St. Petersburg erwartet./tjk/DP/edh


Quelle: dpa-AFX
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