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Devisen: Euro erlebt ruhigen Wochenstart - Türkische Lira unter Druck

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro -0,0250% hat am Montag im US-Handel wieder etwas Schwung verloren. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1062 US-Dollar und damit in etwa so viel wie im europäischen Geschäft. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,1078 US-Dollar gestiegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1075 (Freitag: 1,1094) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9029 (0,9014) Euro.

Am Devisenmarkt war die Rede von einem ruhigen Wochenstart in eine ereignisreiche Woche. Konjunkturdaten übten kaum Kurseinfluss aus. Sowohl Außenhandelsdaten aus Deutschland als auch der monatliche Stimmungsindikator des Forschungsunternehmens Sentix überraschten positiv. Ansonsten gab es wenig konjunkturrelevante Nachrichten. Auch im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit blieb es ruhig.

Im Laufe der Woche stehen wichtige Ereignisse an. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank Fed über ihren Leitzins, am Donnerstag folgt die Europäische Zentralbank (EZB). Beide Notenbanken dürften wenig an ihrer geldpolitischen Ausrichtung ändern. Im Mittelpunkt stehen Signale für die künftige Ausrichtung und das Auftreten der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde. Sie hält ihre erste Pressekonferenz nach einer Ratssitzung ab.

Am Donnerstag wählen die Briten vorzeitig ein neues Parlament. Umfragen deuten auf einen klaren Sieg der Konservativen Partei von Premier Boris Johnson hin. In der Wirtschaft wird Johnsons Partei gegenüber Herausforderer Jeremy Corbyn und seiner Labour-Partei bevorzugt. Zum einen verspricht Johnson, den überfälligen EU-Austritt seines Landes rasch zu vollziehen. Zum anderen ist die Labour-Partei unter Corbyn wirtschaftspolitisch stark nach Links gerückt, was die Wirtschaft verschreckt.

Im Fokus stand auch die türkische Lira. Die Landeswährung der Türkei fiel zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober. Die Zentralbank des Landes hatte den Mindestreservesatz der Banken für Lira-Verbindlichkeiten überarbeitet, um langfristige gewerbliche Kredite mit starken Bezug zu Produktion und Investitionen zu fördern./la/fba


Quelle: dpa-AFX
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