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Devisen: Euro legt weiter zu - Türkische Lira steigt trotz Zinssenkung

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro +0,0018% hat am Donnerstag seine Kursgewinne vom Vortag moderat ausgebaut. Um die Mittagszeit herum kostete die Gemeinschaftswährung 1,1160 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1142 Dollar festgesetzt.

Am Markt wurden die leichten Kursgewinne des Euro mit dem etwas schwächeren US-Dollar erklärt. Ansonsten blieben Impulse mangels entscheidender Konjunkturdaten rar. Daten zur Preisentwicklung in Deutschland blieben am Devisenmarkt weitgehend unberücksichtigt. Im Dezember lag die Inflationsrate laut einer zweiten Schätzung bei 1,5 Prozent. Das Statistische Bundesamt bestätigte damit eine erste Erhebung.

Spürbare Gewinne verbuchte die türkische Lira. Zwar reduzierte die Notenbank des Landes ihren Leitzins, was für sich genommen für eine schwächere Lira spricht. Allerdings war der Schritt erwartet worden. Einige Marktteilnehmer hatten vermutlich mit einer noch deutlicheren Zinssenkung gerechnet. Die Notenbank reduzierte ihren Leitzins um 0,75 Punkte auf 11,25 Prozent. Der Schritt folgt auf eine starke Reduzierung im vergangenen Jahr um insgesamt 12 Prozentpunkte. Hintergrund waren eine fallende Inflation und ein Abebben der Lira-Krise.

Im Nachmittagshandel rücken zahlreiche Konjunkturdaten aus den USA in den Mittelpunkt des Interesses. Besonderes Augenmerk dürften Marktteilnehmer auf monatliche Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel werfen. Die Daten sind ein Gradmesser für die Konsumfreude der Verbraucher, die wichtig für die US-Wirtschaft ist.

Darüber hinaus dürfte am Abend auch die Geldpolitik in der Eurozone stärker beachtet werden. Von EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird im Rahmen eines öffentlichen Empfangs in Frankfurt eine Rede erwartet. Außerdem veröffentlicht die EZB die schriftliche Zusammenfassung ihrer Zinssitzung von Dezember. Es war die erste unter Lagardes Leitung./bgf/jsl/jha/


Quelle: dpa-AFX
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