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DFS: Engpässe im Flugverkehr werden noch länger andauern

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet damit, dass die Engpässe im europäischen Luftverkehr noch mehrere Jahre andauern, auch wenn die Folgen für die Passagiere nicht mehr ganz gravierend ausfallen dürften wie im vergangenen Sommer. Grund ist die weiter steigende Nachfrage nach Flugreisen.

Für 2019 prognostiziert die DFS einen Anstieg der von ihr im deutschen Luftraum ausschließlich betreuten Flüge um 3,2 Prozent auf 3,2 Millionen. Das Verkehrsaufkommen liege damit um gut 12 Prozent über der ursprünglichen Planung für den Fünfjahreszeitraum bis 2019, sage Robert Schickling, Geschäftsführer Betrieb der DFS, in Frankfurt. Für die kommenden fünf Jahre prognostiziert die DFS einen weiteren, schrittweisen Anstieg auf rund 3,5 Millionen im Jahr 2024.

Die durchschnittliche Verspätung pro Flug dürfte sich im deutschen Luftraum im laufenden Jahr von 1,23 Minuten auf 2,6 Minuten mehr als verdoppeln, ohne die bereits eingeleiteten Maßnahmen der Flugsicherungen in Europa läge sie aber mit fast 6 Minuten noch deutlich höher.

Um den enormen Flugverkehr im europäischen Luftraum zu entzerren und Verstopfungen vorzubeugen, sollen Flüge in weniger starke Lufträume verlagert werden. So sollen europaweit pro Tag im Schnitt 700 Flüge vom oberen in den unteren Luftraum verschoben werden und zudem etwa 400 Flüge um kritische Zonen herumgeführt werden, sagte Schickling. Angesicht von insgesamt rund 38.000 Flügen pro Tag entspräche dies etwa 1.100 Flügen, also 2 bis 3 Prozent aller Verbindungen, so Schickling.

Die Deutsche Flugsicherung bildet zudem mehr Fluglotsen aus. Wegen der starken Schwankungen der Nachfrage sei der tatsächliche künftige Bedarf nur schwer zu kalkulieren. Aktuell habe die DFS etwa 1.600 Fluglotsen, gebraucht würden 1.800, so Schickling. Zuerst werde diese Unterdeckung aufgelöst, dann will die Flugsicherung einen Puffer schaffen. "Das ist das Ziel für die Zukunft", sagte der Manager.

Der Flughafen Frankfurt muss derweil seine Infrastruktur und seine Prozesse einem enormen Anstieg der Passagierzahlen anpassen. Waren vor drei Jahren mehr als 200.000 Fluggäste pro Tag hier noch die Ausnahme, rechnet der Flughafenbetreiber Fraport 2019 an über der Hälfte der Tage mit solchen Massen an Passagieren, die durch die Terminals geschleust werden müssen.

Zusammen mit der DFS stellten am Montag auch der Flughafenbetreiber Fraport und die Deutsche Lufthansa als die größte Fraport-Kundin am Flughafen Frankfurt nochmals ihre Maßnahhmen vor, mit denen sie auf den Chaos-Sommer 2018 reagiert haben.

Die Deutsche Lufthansa investiert insgesamt 250 Millionen Euro in rund 400 einzelne Maßnahmen und hat unter anderem die Zahl ihrer in Frankfurt stationierten Reserveflugzeuge auf 10 verdoppelt, konzernweit werden 37 Maschinen vorgehalten. "Wir sehen dem Sommer trotzdem kritisch entgegen", sagte Klaus Froese, CEO von Lufthansa German Airlines Hub. Mit all diesen Maßnahmen sollen die Verspätungen im Durchschnitt um 8 Minuten pro Flug verringert werden.

Kontakt zur Autorin: stefanie.haxel@wsj.com

DJG/sha/bam

END) Dow Jones Newswires

April 15, 2019 08:48 ET ( 12:48 GMT)

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