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DGAP-Adhoc: aap Implantate AG passt Ausblick für Geschäftsjahr 2019 an (deutsch)

| Quelle: dpa-AFX (SW) | Lesedauer etwa 7 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
aap Implantate AG passt Ausblick für Geschäftsjahr 2019 an

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DGAP-Ad-hoc: aap Implantate AG / Schlagwort(e):
Prognoseänderung/Gewinnwarnung
aap Implantate AG passt Ausblick für Geschäftsjahr 2019 an

13.08.2019 / 21:09 CET/CEST
Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung
(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die aap Implantate AG ("aap") gibt bekannt, dass nach einer eingehenden
Analyse unter der Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden / CEO auf Basis
der vorliegenden Zahlen für die ersten sechs Monate 2019, der Planungen für
das zweite Halbjahr 2019 sowie des aktuellen Stands der laufenden Gespräche
über geplante strategische Partnerschaften mit globalen
Orthopädieunternehmen der Ausblick für Umsatz und EBITDA für das
Geschäftsjahr 2019 angepasst wird. Daneben werden einmalige und nicht
liquiditätswirksame Abschreibungen auf Vorräte sowie eine geänderte
bilanzielle Behandlung von Instrumenten das Ergebnis für das Geschäftsjahr
2019 unterhalb des EBITDA belasten.

aap realisierte im zweiten Quartal 2019 einen Umsatz in Höhe von 2,5 Mio.
EUR (Q2/2018: 2,7 Mio. EUR) und somit einen Wert am unteren Ende der
Prognose. Das EBITDA wurde im zweiten Quartal 2019 von erheblichen
Einmaleffekten im Umfang von rund 0,8 Mio. EUR belastet und lag bei -2,1
Mio. EUR (Q2/2018: -1,5 Mio. EUR) und damit ebenfalls am unteren Ende der
Guidance. Demgegenüber steigerte aap den Umsatz auf Halbjahresbasis um +10 %
auf 6,0 Mio. EUR (H1/2018: 5,4 Mio. EUR). Dabei haben alle Regionen mit
positiven Wachstumsraten (Deutschland +6 %, Nordamerika +10 % und
International +9 %) zu dem realisierten Umsatzanstieg beigetragen. Das
EBITDA lag in den ersten sechs Monaten 2019 bei -3,1 Mio. EUR (H1/2018: -3,1
Mio. EUR). Ausgehend von einem unveränderten Recurring EBITDA (um
Einmaleffekte bereinigt) im zweiten Quartal 2019 von -1,3 Mio. EUR,
verbesserte sich das Recurring EBITDA auf Halbjahresbasis deutlich um +18 %
auf -2,2 Mio. EUR.

Ausgehend von den berichteten Umsatzzahlen hat sich der Vorstand eingehend
mit der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung des zweiten Halbjahres 2019
und der Folgequartale auseinandergesetzt. Dabei stand vor allem die
langfristige und nachhaltige Umsatzentwicklung gegenüber einem kurzfristigen
Wachstum, ggf. zu Lasten der Marge, im Fokus der Betrachtung. Als Resultat
ergab sich, dass das Umsatzwachstum in Deutschland, Nordamerika und
International nicht wie im ursprünglich für 2019 geplanten Umfang realisiert
wird und daher trotz des berichteten Umsatzwachstums in den ersten sechs
Monaten 2019 eine Anpassung der Gesamtjahresprognose notwendig ist.

Die Anpassung des EBITDA ist Folge der zuvor beschriebenen Umsatzentwicklung
und -planung sowie der Analyse des aktuellen Stands der laufenden Gespräche
mit Blick auf den Abschluss von geplanten strategischen Partnerschaften mit
globalen Orthopädieunternehmen (Distributionsnetzwerke, Produktentwicklungs-
und -zulassungsprojekte sowie Lizensierungsgeschäfte).

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen passt aap den Ausblick für das
Geschäftsjahr 2019 an und erwartet nunmehr einen Umsatz im Bereich zwischen
11,0 Mio. EUR und 13,0 Mio. EUR (zuvor: 13 Mio. EUR bis 15 Mio. EUR) sowie
ein EBITDA von -6,0 Mio. EUR bis -5,0 Mio. EUR (zuvor: -4,4 Mio. EUR bis
-2,8 Mio. EUR). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 2 % bis 21 % und
einer Verbesserung des EBITDA von 6 % bis 22 % gegenüber den jeweiligen
Vorjahreswerten.

Einhergehend mit der Umstellung von Prozessen und Unterlagen auf die
regulatorischen Anforderungen der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung
(Medical Device Regulation - MDR) zeigen aktuelle Markterfordernisse, dass
Krankenhäuser im CE-Raum zunehmend nach steril verpackten Implantaten
verlangen. aap arbeitet derzeit intensiv an den Unterlagen für das
Konformitätsbewertungsverfahren für die CE-Kennzeichnung und strebt an,
erste Krankenhäuser zum Jahresende mit steril verpackten Produkten
auszustatten. In diesem Zusammenhang wird es in diesem und im nächsten Jahr
zum Austausch und zur Rücknahme von beim Kunden befindlichen unsteril
verpackten Produkten kommen. Aktuelle Analysen zeigen, dass es vor allem bei
nicht mehr original verpackten Implantaten wirtschaftlich nicht sinnvoll
ist, diese einer umfangreichen Überprüfung und ggf. Überarbeitung zu
unterziehen. Parallel dazu hat der Vorstand entschieden, dass zum Jahresende
eine geänderte bilanzielle Behandlung und ein geänderter Ausweis der
Instrumente erfolgen soll. Bisher erfolgte der Ausweis der Instrumente als
Teil der Vorräte im Umlaufvermögen, da bis vor kurzem der Fokus verstärkt
auf Märkten mit Distributionsgeschäft lag, bei denen die Instrumente
verkauft wurden. Künftig werden Instrumente als Teil des Anlagevermögens
ausgewiesen und einer planmäßigen Abschreibung von 3 Jahren unterliegen.
Diese bilanzielle Behandlung wird zu einer transparenteren Abgrenzung der
Vorräte als Teil des Umlaufvermögens führen und entspricht in seinem
wirtschaftlichen Gehalt mehr dem aktuellen Fokus auf etablierte Märkte wie
Deutschland, Nordamerika und Westeuropa, bei denen die Instrumente
beigestellt und dauerhaft dem Kunden überlassen werden. Darüber hinaus hat
aap vor kurzem mitgeteilt, dass sich die Gesellschaft mit Ablauf des
Geschäftsjahres 2019 von Teilen ihres Standardtraumaportfolios trennen wird
und die betroffenen Bestände an Produkten bis zum Ende des laufenden Jahres
abverkauft werden sollen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass trotz
intensiver Bemühungen nicht der komplette Bestand an Produkten bis zum
Jahresende verkauft werden kann. Eine finale Evaluation der
Bewertungseffekte aus den vorgenannten Maßnahmen wird aap im Rahmen der
Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 vornehmen. Erste vorläufige
Berechnungen für die drei Sachverhalte zeigen einmalige und nicht
liquiditätswirksame Abschreibungen im Umfang von bis zu 4 Mio. EUR, die als
Teil der Abschreibungen unterhalb des EBITDA ausgewiesen werden.

Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung von Umsatz und EBITDA wird der
Vorstand seine Analyse zur Identifikation von Kostensenkungs- und
Effizienzsteigerungspotentialen konsequent fortsetzen. In diesem
Zusammenhang wurden bereits erste Maßnahmen, wie zum Beispiel der Wechsel
der Börsennotierung und die Einstellung von Teilen des
Standardtraumaportfolios, umgesetzt. Zudem wird sich aap künftig noch
stärker auf den Umsatzausbau mit höhermargigen Kunden und Produkten
fokussieren als auch die Vermarktung ihrer innovativen und
vielversprechenden Technologien weiter vorantreiben. Mit Blick auf ihre
antibakterielle Silberbeschichtungstechnologie wird aap nach der erfolgten
Genehmigung der klinischen Humanstudie durch das Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte ("BfArM") die Gespräche und Verhandlungen
mit interessierten globalen Medizintechnikunternehmen weiter intensivieren.
Bei ihrer innovativen resorbierbaren Magnesiumimplantat-Technologie verfolgt
aap das Ziel, die weitere Entwicklung dieser vielversprechenden Technologie
gemeinsam mit Partnern unter der Leitung von aap voranzutreiben. Die
Gesamtheit dieser Maßnahmen soll die Basis für ein nachhaltiges und
profitables Wachstum bilden.





aap Implantate AG (ISIN DE0005066609) - Prime Standard/Regulierter Markt -
Alle deutschen Börsenplätze -

Über aap Implantate AG
Die aap Implantate AG ist ein global tätiges Medizintechnikunternehmen mit
Sitz in Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und
vermarktet Produkte für die Orthopädie im Bereich Trauma. Das IP-geschützte
Portfolio des Unternehmens umfasst neben dem innovativen anatomischen
Plattensystem LOQTEQ(R) und traumakomplementären Biomaterialien ein weites
Spektrum an Lochschrauben sowie Standard-Platten und -Schrauben. Darüber
hinaus verfügt die aap Implantate AG über eine Innovationspipeline mit
vielversprechenden Entwicklungsprojekten wie der antibakteriellen
Silberbeschichtungstechnologie und Magnesium-basierten Implantaten. Diese
Technologien adressieren kritische und bislang noch nicht adäquat gelöste
Probleme in der Chirurgie. Die aap Implantate AG vertreibt ihre Produkte im
deutschsprachigen Europa direkt an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und
Verbundkliniken, während auf internationaler Ebene ein breites
Distributorennetzwerk in über 25 Ländern genutzt wird. Die Aktie der aap
Implantate AG ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert
(XETRA: AAQ.DE). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.aap.de,
oder laden Sie sich die Unternehmens-Investor Relations-app aus dem Apple's
App Store oder von Google Play herunter.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten, die auf den
gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie ihm
derzeit zur Verfügung stehender Informationen basieren. Die
zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten
zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Verschiedene bekannte
wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung
oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen
Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen auch diejenigen ein, die
aap in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Zukunftsgerichtete
Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir
übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten
zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse
oder Entwicklungen anzupassen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

aap Implantate AG; Fabian Franke; Manager Investor Relations; Lorenzweg 5;
D-12099 Berlin
Tel.: +49/30/750 19 - 134; Fax.: +49/30/750 19 - 290; f.franke@aap.de




13.08.2019 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de



Sprache: Deutsch
Unternehmen: aap Implantate AG
Lorenzweg 5
12099 Berlin
Deutschland
Telefon: +49 (0) 30 75 01 90
Fax: +49 (0) 30 75 01 91 11
E-Mail: info@aap.de
Internet: www.aap.de
ISIN: DE0005066609
WKN: 506660
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);
Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München,
Stuttgart, Tradegate Exchange
EQS News ID: 857095



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