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DGAP-News: Savills Immobilien Beratungs-GmbH: Handelsinvestmentmarkt Deutschland Q1 2020 (deutsch)

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Savills Immobilien Beratungs-GmbH: Handelsinvestmentmarkt Deutschland Q1 2020

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DGAP-News: Savills Immobilien Beratungs-GmbH / Schlagwort(e):
Immobilien/Research Update
Savills Immobilien Beratungs-GmbH: Handelsinvestmentmarkt Deutschland Q1
2020

07.04.2020 / 21:42
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



07. April 2020

Handelsinvestmentmarkt Deutschland Q1-2020

* COVID-19-Pandemie wird als Beschleuniger für Insolvenzen im Einzelhandel
wirken

* Stärkstes Auftaktquartal aller Zeiten mit einem Investmentvolumen von
über 5 Mrd. Euro - Portfoliokäufe dominieren mit einem Anteil von 70 %
das Marktgeschehen

* Noch keine Fire Sales aufgrund der Corona-Pandemie zu beobachten

* Aufgrund der geringeren Mieterwartungen und steigender Risikoprämien der
Banken ist mit steigenden Renditen zu rechnen - das Non-Core-Segment
dürfte einen stärkeren Anstieg aufweisen als das Core-Segment

Trotz der aktuellen COVID-19-Pandemie konnte der deutschlandweite
Investmentmarkt für Handelsimmobilien im ersten Quartal 2020 ein
Transaktionsvolumen von 5,05 Mrd. Euro verzeichnen. Mit diesem Wert ist das
Ergebnis nicht nur fast doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal (+94 %),
sondern stellt zugleich das stärkste Auftaktquartal aller Zeiten dar. Damit
sind Handelsimmobilien mit einem Anteil von rund 27 % am
Gesamtgewerbetransaktionsvolumen auch weiterhin hinter Büroimmobilien die
zweitbedeutendsten Nutzungsarten am deutschen Investmentmarkt.

Zweifelsohne wird die aktuelle Situation großen Einfluss auf das künftige
Marktgeschehen haben. "Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind in den
Zahlen des 1. Quartals nicht ablesbar, für das zweite Quartal rechnen wir
jedoch mit einer deutlich geringeren Transaktionsaktivität und generell mit
einem deutlich niedrigerem Gesamttransaktionsvolumen", sagt Jörg Krechky,
Director und Head of Retail Investment Services Germany bei Savills, und
erläutert: "Die Pandemie wirkt als Beschleuniger für Insolvenzen im
Einzelhandel, insbesondere im Textilsegment sowie in der Gastronomie."

Größere Übernahmen und Portfoliokäufe dominierten das Marktgeschehen in den
ersten Monaten des Jahres, während Einzeltransaktionen lediglich 30 % des
Transaktionsvolumens ausmachten. Ausschlaggebend waren vor allem zwei große
Portfoliotransaktionen: Zum einen die Übernahme der SB-Warenhauskette real
mit 80 Objekten durch SCP und x+bricks und zum anderen die Beteiligung des
US-Immobilieninvestors RFR an 30 deutschen Kaufhof-Immobilien. Demzufolge
ist auch die durchschnittliche Transaktionsgröße in die Höhe geschnellt -
die Anzahl der registrierten Transaktionen hingegen ist so niedrig wie seit
fünf Jahren nicht mehr und lag in den letzten zwölf Monaten bei 489 Deals.

Auch die Aufteilung des Handelsvolumens nach Assetklassen ist von den
Portfoliotransaktionen geprägt. So ist es wenig überraschend, dass Super-
und Verbrauchermärkte sowie SB Warenhäuser und Discounter für mehr als 30 %
des Volumens verantwortlich waren, gefolgt von Warenhäusern mit rund 20
%.Fachmarktzentren machten rund 17 % des Einzelhandelstransaktionsvolumens
aus, Geschäftshäuser folgen mit 16 % auf Rang 4.
Shopping-Center-Transaktionen gab es im ersten Quartal nur wenige - der
Anteil am Gesamtvolumen betrug lediglich rund 6 %.

"Aufgrund der aktuellen Situation und der unüberschaubaren Marktlage ist
eine konkrete Einschätzung des Renditetrends aktuell kaum möglich.", erklärt
Krechky und ergänzt: "Allerdings ist aus laufenden Transaktionen absehbar,
dass Investoren bereits jetzt eine Renditesteigerung vorwegnehmen.
Angesichts der zu erwartenden massiven Folgen der Pandemie korrigieren
Investoren dazu ihre Mieterwartungen deutlich nach unten. Da die
Risikoaversion von Investoren in Zeiten hoher Unsicherheit steigt, gehen wir
im Non-Core-Segment von einem stärkeren Anstieg aus als im Core-Bereich."

Im Gegensatz zur Textilbranche gibt es aber auch resilientere
Einzelhandelsbranchen: "Eine Ausnahme könnten der Lebensmitteleinzelhandel
und lebensmittelgeankerte Zentren sein", sagt Krechky. "Der
Lebensmitteleinzelhandel als Single Asset oder mit ergänzendem
Nahversorgungssortiment ist das Produkt der Stunde."

Über Savills

Savills ist eines der führenden, weltweit tätigen
Immobiliendienstleistungs-Unternehmen mit Hauptsitz und Börsennotierung in
London. Das Unternehmen wurde 1855 gegründet und blickt auf eine lange
Geschichte mit überwältigendem Wachstum zurück. Savills setzt Trends, statt
ihnen zu folgen und verfügt heute über mehr als 600 Büros und Partner in
Amerika, Europa, Afrika, dem asiatisch-pazifischen-Raum sowie dem Nahen
Osten mit über 39.000 Mitarbeitern.

In Deutschland ist Savills mit rund 200 Mitarbeitern in sieben Büros an den
wichtigsten Immobilienstandorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg,
Köln, München und Stuttgart präsent. Savills bietet seinen Kunden heute
Expertise und Markttransparenz in folgenden Bereichen an:

- Investment

- Agency

- Portfolio Investment & M&A Advisory

- Valuation

- Landlord Services

- Occupier Services

- Workplace Consulting

- Research

Eine einzigartige Kombination aus Branchenkenntnis und unternehmerischem
Denken und Handeln bietet unseren Kunden Zugriff auf Immobilienwissen von
höchster Qualität. Unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität und ihre
Leistungsbereitschaft sind unser eigentliches Kapital - sie werden sowohl
für ihre innovativen Denkansätze als auch für ihre ausgeprägte
Verhandlungsstärke geschätzt. Savills hat sich auf einen ausgewählten
Kundenkreis spezialisiert und bietet diesen Unternehmen und Personen
hochprofessionellen Service zur Erreichung der gemeinsamen Ziele. Savills
steht synonym für eine Premiummarke und ein qualitativ hochwertiges
Serviceangebot, das Immobilien individuell betrachtet und in strategische
Beziehungen investiert.




07.04.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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