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DGAP-News: Viscom AG: Umsatz und Ergebnis durch Auswirkungen der COVID-19-Pandemie belastet

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen


DGAP-News: Viscom AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis
Viscom AG: Umsatz und Ergebnis durch Auswirkungen der COVID-19-Pandemie belastet

2020-05-13 / 08:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

*Viscom AG: Umsatz und Ergebnis durch Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
belastet*

*Umsatz: 15.616* *T&euro (Vj.: 19.715 T&euro)
Auftragseingang: 15.928* *T&euro (Vj.: 19.844 T&euro)
Auftragsbestand: 16.251 T&euro (Vj.: 25.099 T&euro)
EBIT: -2.464 T&euro (Vj.: 348 T&euro)*

Hannover, 13. Mai 2020 - Der Geschäftsverlauf der Viscom AG (ISIN DE0007846867)
entwickelte sich im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres verhalten.

Der durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ausgelöste Nachfrageeinbruch,
zunächst vor allem in der Region Asien, traf dabei auf bereits schwächere
Absatzmärkte, insbesondere in der Automobilzulieferindustrie. Zu Jahresbeginn
mussten zunächst nur in China einschneidende Maßnahmen zur Bekämpfung der
weiteren Ausbreitung des Corona-Virus ergriffen werden. Dazu gehörte neben
Ausgangssperren, auch die Einstellung der Produktionstätigkeiten. Dies führte
allgemein zu einem drastischen Einbruch der Nachfrage. Seit Mitte März führten
die steigenden Infektionszahlen in Europa und den USA ebenfalls zur teilweisen
oder vollständigen Schließung von Produktionsstätten in diesen Gebieten.
Somit waren alle Regionen von der COVID-19-Pandemie erfasst.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren auch für den Viscom-Konzern
spürbar. Die wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens wurden stark
eingeschränkt. Infolge der globalen Pandemie-Bekämpfung wurden die Lieferketten
gestört und Aufträge brachen weg. Insgesamt konnten Umsatzerlöse in Höhe von
15.616 T&euro erreicht werden. Diese lagen damit um 20,8 Prozent unter dem
vergleichbaren Vorjahreswert (Vj: 19.715 T&euro).

Die aktuelle Konjunkturlage und die damit einhergehende
Investitionszurückhaltung der Viscom-Kunden spiegeln sich belastend im
Auftragseingang in Höhe von 15.928 T&euro (Vj.: 19.844 T&euro) wider. Das
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag in den ersten drei Monaten des
aktuellen Geschäftsjahres mit -2.464 T&euro unter dem Wert der
korrespondierenden Vorjahresperiode (Vj.: 348 T&euro). Wesentlicher Grund für
die Abweichung zum Vorjahr war die gesunkene Gesamtleistung. Gegenläufig hierzu
verringerte sich der Materialaufwand um 2.573 T&euro auf 7.613 T&euro (Vj.:
10.186 T&euro). Ergebnisentlastend wirkten sich neben den leicht gesunkenen
Personalaufwendungen insbesondere die um 473 T&euro gesunkenen sonstigen
betrieblichen Aufwendungen aus.

Mit rund 75 % der Umsätze war Europa weiterhin die mit Abstand stärkste Region
des Viscom-Konzerns und erzielte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres
2020 einen Umsatz von 11.783 T&euro (Vj.: 13.795 T&euro) und lag damit mit 14,6
% unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz im Heimatmarkt Deutschland betrug 6.880
T&euro (Vj.: 8.907 T&euro). Das Segmentergebnis in der Region Europa betrug
-2.180 T&euro (Vj.: 494 T&euro) und entspricht einer Marge von -18,5 % (Vj.: 3,6
%).

Die Region Amerika startete zunächst mit vielen Aktivitäten in das Jahr 2020,
u.a. die Messe IPC Apex Expo konnte mit einer guten Anzahl von Besuchern und
potenziellen Kunden sehr erfolgreich durchgeführt werden. Die Ausbreitung des
Corona-Virus führte zu Investitionszurückhaltungen bei einigen Kunden, vor allem
aus der Automobilzulieferindustrie. Andere Branchen führten dagegen ihre
Investitionen noch mit aller Kraft weiter voran, vor allem aus dem Bereich
Forschung. Das Interesse an Inspektionssystemen ist auch in Zeiten von "Corona"
in allen Branchen und Regionen Nordamerikas ungebrochen. Mehrere Kunden in
Nordamerika nutzen die Zeit, um aufzuholen und zu recherchieren, damit sie
bereit sind, wenn die Dinge wieder zu gewohnter Normalität zurückkehren. Der
Segmentumsatz in der Region erhöhte sich um rund 17 % von 2.475 T&euro auf 2.898
T&euro. Das Segmentergebnis betrug 191 T&euro (Vj.: 83 T&euro), welches einer
Marge von 6,6 % (Vj.: 3,4 %) entspricht.

Mit einem im Januar gelegenem und somit frühem chinesischen Neujahrsfest und
einem nahtlos in dieses Fest fallenden COVID-19-Lockdown ist in China der Bedarf
für die Produkte der Viscom-Kunden - hier insbesondere die Nachfrage nach
Automobilen - eingebrochen. Dies spiegelt sich sowohl in den Umsatzerlösen als
auch im Ergebnis der Region Asien wider. Die Umsatzerlöse in der Region Asien
lagen bei 935 T&euro (Vj.: 3.445 T&euro) und das Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit bei -335 T&euro (Vj.: -194 T&euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge
von -35,8 % (Vj.: -5,6 %). Als positives Signal wird gewertet, dass etwa seit
Anfang März in bestimmten Sektoren die Produktion wieder angelaufen ist. Im
zweiten Quartal wird erwartet, dass sich dieses positive Signal verstärkt und
gemeinsam mit den eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduktion eine
Verbesserung eintritt.

Am Standort Hannover wurde in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat Kurzarbeit,
unter Abwägung der benötigten Kapazitäten zur Bearbeitung von Aufträgen,
vereinbart. Durch den Verzicht auf Teile des Gehaltes werden zudem auch der
Vorstand sowie die erste Führungsebene der Viscom AG zur Sicherung der
Arbeitsplätze am Standort Hannover beitragen. Die notwendigen Abstandsregelungen
und Hygienemaßnahmen werden für die an den Standorten tätigen Mitarbeiter
umgesetzt und eingehalten. Dank unserer modernen IT-Ausstattung konnten viele
Mitarbeiter umgehend die Arbeit im Home-Office aufnehmen und den Fortgang der
Geschäfte sowie den Kundensupport sicherstellen.

Die Prognoseaussage für das laufende Jahr ist weiterhin mit großen
Unsicherheiten behaftet. Die Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz wird im
Jahr 2020 von der wirtschaftlichen Gesamtsituation, besonders auch in der
Automobilbranche, und der weiteren Entwicklungen um die Corona-Pandemie
abhängen. Viscom rechnet nach einem starken Konjunktureinbruch in diesem Jahr
mit kundenseitigen Nachholeffekten. Das Unternehmen sieht sich gut aufgestellt,
um nach der aktuellen Krisensituation wieder nachhaltig und profitabel zu
wachsen und die im April veröffentlichte Jahresprognose zu erreichen.

Den Konzern-Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2020 finden Sie ab sofort auf der
Internetseite www.viscom. [1]com unter der Rubrik Investor Relations.

*KONZERN-KENNZAHLEN*

*Konzern-Gesamtergebnisrechnung* *01.01.-31.03.2020* *01.01.-31.03.2019*
Umsatzerlöse T&euro 15.616 19.715
EBIT T&euro -2.464 348
EBIT-Marge % -15,8 1,8
Periodenergebnis T&euro -2.578 141
Ergebnis je Aktie &euro -0,29 0,02
Mitarbeiter zum Quartalsende 487 484
*Konzern-Bilanz* *31.03.2020* *31.12.2019*
*Aktiva*
Kurzfristige Vermögenswerte T&euro 60.285 62.757
Langfristige Vermögenswerte T&euro 27.437 26.291
Gesamtvermögen T&euro 87.722 89.048
*Passiva*
Kurzfristige Schulden T&euro 16.899 16.904
Langfristige Schulden T&euro 14.797 13.645
Eigenkapital T&euro 56.026 58.499
Gesamtkapital T&euro 87.722 89.048
Eigenkapitalquote % 63,9 65,7
*Konzern-Kapitalflussrechnung* *01.01.-31.03.2020* *01.01.-31.03.2019*
Cashflow aus betrieblicher T&euro 3.628 2.307
Tätigkeit
Cashflow aus T&euro -723 -722
Investitionstätigkeit
Cashflow aus T&euro -817 -724
Finanzierungstätigkeit
Finanzmittelbestand Ende der T&euro 3.160 3.258
Periode

*SEGMENTINFORMATIONEN*

*01.01.-31.03.2020* *01.01.-31.03.2019*
*EUROPA*
Umsatzerlöse T&euro 11.783 13.795
EBIT T&euro -2.180 494
EBIT-Marge % -18,5 3,6
*AMERIKA*
Umsatzerlöse T&euro 2.898 2.475
EBIT T&euro 191 83
EBIT-Marge % 6,6 3,4
*ASIEN*
Umsatzerlöse T&euro 935 3.445
EBIT T&euro -335 -194
EBIT-Marge % -35,8 -5,6
Konsolidierungsdifferenzen T&euro -140 -35
EBIT

*Über Viscom*
Die Viscom AG entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige Inspektionssysteme.
Das Portfolio umfasst die komplette Bandbreite der optischen Inspektion und
Röntgenprüfung. Im Bereich der Baugruppeninspektion für die Elektronikfertigung
gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern weltweit. Die Systeme von
Viscom lassen sich kundenspezifisch konfigurieren und miteinander vernetzen.
Hauptsitz und Fertigungsstandort ist Hannover. Mit einem großen Netz aus
Niederlassungen, Applikationszentren, Servicestützpunkten und Repräsentanten ist

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May 13, 2020 02:00 ET ( 06:00 GMT)
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