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DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 6 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BMW steigert Gewinn überraschend deutlich

BMW hat im dritten Quartal bei höheren Umsätzen und steigenden Autoverkäufen einen überraschend kräftigen Gewinnsprung erzielt. Besonders das Geschäft um die Autofinanzierung beflügelte den Münchener Premiumautohersteller. Die operative Marge im Autogeschäft erhöhte sich zwar auf 6,6 Prozent von 4,4 Prozent im Vorjahreszeitraum, Analysten hatten aber einen etwas stärkeren Anstieg erwartet. Rückenwind erhielt der Konzern von neuen SUV-Modellen mit hohen Margen. Am Ausblick für das laufende Jahr hält der DAX-Konzern fest.

BMW-CEO: Margen-Ziel 8-10% "langfristig" erreichbar

BMW wird in den kommenden Jahren den eigenen Zielkorridor bei der operativen Marge im Autogeschäft wohl nicht erreichen. "Langfristig wollen wir trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen wieder in unseren Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent zurückkehren", sagte der neue BMW-Chef Oliver Zipse während einer Presse-Telefonkonferenz.

ANALYSE/BMW ist der Zwitter unter den Autobauern

Anleger, die auf einen radikal neuen Ansatz von BMWs neuem Chef hofften, werden enttäuscht sein. Oliver Zipse, der im August Harald Krüger als Vorstandsvorsitzender des Autobauers ablöste, trat mit den neuesten Quartalsergebnissen erstmals öffentlich vor die Investment-Community. Hinweise, wonach er von der Strategie seines Vorgängers abweichen könnte, lieferte er nicht. Diese vertraut vor allem auf Flexibilität. BMW verbaut weiterhin alle möglichen Antriebstypen - traditionell, hybrid oder rein elektrisch - auf einer einzigen Plattform. Der Ansatz deutet auf Unentschlossenheit hin.

Audi liefert im Oktober ein Viertel mehr Autos aus

Audi hat im Oktober die Auslieferungen rasant gesteigert. Der Absatz stieg um 26,8 Prozent auf 149.150 Einheiten.Seit Januar haben die Ingolstädter damit 1,506 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, ein Minus von 1,2 Prozent. Der rasante Zuwachs im Oktober ist neben vielen neuen Premiummodellen auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahr zurückzuführen. Damals waren nach Einführung des neuen Abgasmessverfahrens WLTP die Neuzulassungen eingebrochen, von dieser geringen Ausgangsbasis ging es nun deutlich aufwärts.

Audi will Kapazitäten in deutschen Werken reduzieren - Zeitung

Die Volkswagen-Tochter Audi plant laut einem Medienbericht einen drastischen Schrumpfkurs. Der geplante Strategiewechsel sehe eine kräftige Kapazitätskürzung und eine schnelle Ausrichtung auf Elektromobilität vor, schreibt das Handelsblatt und beruft sich auf Konzernkreise. Die einzelnen Maßnahmen würden derzeit zwischen Vorstand und Betriebsräten diskutiert. Ein Sprecher von Audi bestätigte Dow Jones Newswires, dass Sondierungsgespräche mit den Arbeitnehmervertretern geführt würden, "um die Wirtschaftlichkeit" des Unternehmens abzusichern.

BMW verkauft im Oktober dank China und USA mehr Premiumautos

BMW hat im Oktober schwächere Verkäufe in Europa mit erneut teils deutlichen Zuwächsen in China und den USA mehr als ausgeglichen. "Unsere Modelloffensive macht sich weiter positiv bemerkbar", sagte BMW-Vertriebschef Pieter Nota. Der Absatz in der Gruppe mit der Marke BMW sowie Mini und Rolls-Royce stieg um 1,7 Prozent auf 204.295 Einheiten. Von der Kernmarke wurden 176.291 Wagen verkauft, ein Anstieg von 3,0 Prozent.

Daimler liefert dank China im Oktober mehr Autos aus

Mercedes-Benz Cars hat im Oktober dank erneut guter Autoverkäufe in China den Absatz spürbar gesteigert. Der Gesamtabsatz stieg um 3,2 Prozent auf 207.762 Einheiten. Seit Jahresbeginn betrug der Absatz damit 2,021 Millionen Fahrzeuge, ein Plus von 0,4 Prozent. Besonders die neue A-Klasse und der SUV GLC hätten sich im vergangenen Monat gut verkauft. Die Stammmarke Mercedes alleine brachte es im Monat auf 199.293 Einheiten, ein Anstieg von 4,9 Prozent.

Daimler-Chef fordert im Kostenstreit Zugeständnisse der Belegschaft

Im Streit um die Vergabe von Zukunftskomponenten für E-Autos hat Daimler-Chef Ola Källenius die Arbeitnehmer zu Zugeständnissen aufgefordert. "Renditen aufrecht zu erhalten bei hohen Kostenstrukturen ist schwierig. Also gilt es, Kostenstrukturen zu verbessern", sagte er beim Automobilwoche-Kongress in Berlin. Er habe Verständnis dafür, dass jedes Werk darum kämpfe, neue Technologien zu bekommen. "Aber aus Tradition diese Entscheidung zu treffen ist falsch", so Källenius weiter. Man müsse sich die Gesamtwirtschaftlichkeit des Projekts anschauen.

Volvo steigert Absatz durch SUV-Modelle

Die Verkäufe der Volvo Car Corp sind im Oktober um 13,9 Prozent gestiegen, getrieben von einer starken Nachfrage nach SUV des schwedischen Automobilherstellers, der zur chinesischen Zhejiang Geely Holding Group Co gehört. Volvo verkaufte 60.959 Fahrzeuge und verzeichnete ein Wachstum in allen seinen Schlüsselmärkten USA, China und Europa. Der Absatz in China sei aufgrund der starken Nachfrage nach den lokal produzierten Modellen XC60 und S90 um 26,7 Prozent gestiegen.

Traton dank Scania auf Kurs - Umfeld aber schwieriger

Der Lkw-Hersteller Traton hat in den ersten neun Monaten 2019 den Gewinn überproportional zum Umsatz gesteigert und den Ausblick für das laufende Jahr trotz des zunehmend schwierigeren Umfelds bestätigt. Die operative Rendite steigerte die Tochter des Volkswagen-Konzerns dank einer starken Entwicklung bei Scania spürbar auf 7,5 von 5,9 Prozent. Für das kommende Jahr stellt sich die Traton Group mit den Marken Scania und MAN aber auf deutlichen Gegenwind ein.

Deutscher Automarkt wächst im Oktober um fast 13 Prozent

In Deutschland wurden im Oktober 284.593 Pkw neu zugelassen, das was ein Anstieg von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, verzeichneten die Marken aus dem Volkswagen-Konzern die kräftigsten Zuwächse. So verbuchte die Kernmarke VW ein Wachstum um 39,4 Prozent und vereinte mit 20 Prozent den größten Anteil an den Neuzulassungen auf sich.

Kaufprämie für Elektroautos wird erhöht

Eine Erhöhung der Kaufprämie für Elektroautos und der massive Ausbau von Ladesäulen sollen nach dem Willen von Politik und Industrie deutlich mehr E-Autos auf deutsche Straßen bringen. Auf diese und weitere Maßnahmen verständigten sich die Teilnehmer des Autogipfels bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. "Deutschland soll global führender Standort für die Automobilindustrie der Zukunft bleiben", sagte er. Für reine E-Autos mit einem Listenpreises von bis zu 40.000 Euro soll die Prämie noch im November auf bis zu 6.000 Euro von derzeit 4.000 Euro angehoben werden. Für Autos mit einem Preis von bis zu 65.000 Euro ist eine Anhebung auf 5.000 Euro geplant.

Juncker: US-Präsident Trump wird keine Autozölle verhängen

Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist davon überzeugt, dass US-Präsident Donald Trump in der kommenden Woche keine neuen Zölle auf die Einfuhr europäischer Autos verhängen wird. "Trump wird ein bisschen rummäkeln, aber es wird keine Automobilzölle geben", sagte Juncker in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Er wird es nicht machen", erklärte Juncker und fügte hinzu: "Sie reden mit einem voll informierten Mann."

Toyota Motor verdient im 2. Quartal überraschend mehr

Toyota Motor hat im zweiten Geschäftsquartal dank guter Autoverkäufe in Nordamerika und Japan überraschend mehr verdient. Das Nettoergebnis kletterte um 1,2 Prozent auf 592 Milliarden Yen oder umgerechnet rund 4,9 Milliarden Euro. Analysten hatten einen Rückgang auf 509 Milliarden Yen befüchtet. Der Umsatz stieg in den drei Monaten per Ende September um 4,5 Prozent auf 7,64 Billionen Yen. Analysten hatten lediglich 7,42 Billionen Yen erwartet. Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/20 bekräftigte der Autokonzern.

Weitere Meldungen:

- Autoexperte Bratzel sieht Aufholbedarf bei Bau von Ladestationen für Elektroautos

- Aston Martin schreibt rote Zahlen und kappt Absatzprognose

- Ferrari erhöht Ausblick - Marge bei 34 Prozent

- Tesla schließt Batterie-Liefervertrag mit Chinas CATL - Agentur

- GM verkauft Lordstown-Werk an neuen Elektro-Truck-Hersteller

- Toyota und BYD gründen Joint Venture für Elektrofahrzeuge

- ANALYSE/In der Autoindustrie von heute braucht selbst Toyota Freunde

- HINTERGRUND/Wie China bei Autobatterien die Konkurrenz ausschaltet

- Honda Motor verdient 6,7 Prozent weniger und kappt Prognose

- Suzuki verzeichnet auch im zweiten Quartal ein schwaches Geschäft

- Geely Automobile steigert Absatz um 1 Prozent im Oktober

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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November 08, 2019 10:00 ET ( 15:00 GMT)

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