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Die „Mehrere hundert Prozent“-Strategie: 600 Prozent Anstieg und das Problem mit dem Limit

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ob es nun Sinn macht oder nicht, aber für viele Investoren ist die Frage „Was macht die Börse?“ immer noch ganz eng mit der Entwicklung des Dax verknüpft. Was natürlich auch an der relativ großen Medienpräsenz des deutschen Leitindex liegt, über den selbst in regionalen Zeitungen regelmäßig berichtet oder bei dem zumindest sein aktueller Stand veröffentlicht wird. Über die zweite Reihe, also MDax und TecDax, liest man hier kaum etwas, obwohl deren Performance nun schon einige Zeit lang wesentlich erfreulicher ist. Der Dax hingegen bewegt sich seit nunmehr 1,5 Jahren lediglich seitwärts. Am 17. März 2017 schloss das Aktienkursbarometer bei 12095 Punkten. 18 Monate später ging der Dax gestern gerade mal einen Punkt höher aus dem Handel. Obwohl in diesen Zeitraum gleich zwei Phasen mit satten Dividendenzahlungen fielen (die beim Dax ja mit in die Indexberechnung einfließen) fielen, gleichen Investments in Dax-Produkten momentan einem Nullsummenspiel.

Abseits der klassischen „buy & hold“-Strategien lässt sich auch in solchen Seitwärtsphasen Geld verdienen. Entscheidend dabei ist allerdings ein gutes Timing beim Ein- und Ausstieg. Mit der „Mehrere hundert Prozent“-Strategie haben wir hier das erste Mal im März dieses Jahres eine spannende Variante vorgestellt, die vor allem für sehr risikofreudige Anleger interessant ist. Dabei versuchen wir, beim Eintauchen einer Aktie in eine markante charttechnische Unterstützungszone möglichst günstig ein sehr hoch gehebeltes Long-Produkt zu erwerben, welches dadurch dann schon bei einer kleinen Gegenbewegung die Chance auf mehrere hundert Prozent Gewinn in einem überschaubaren Zeitraum bietet. Das Risiko eines schnellen Totalverlustes ist dabei natürlich überdurchschnittlich groß, weil bei hoch gehebelten Produkten der Puffer bis zur Knock-out-Marke entsprechend dünn ist. Die enormen Gewinnchancen im Erfolgsfall sollten dieses Risiko auf lange Sicht aber rechtfertigen.

Der von uns stets mit an die Hand gegebene Hinweis „Anleger brauchen dabei gute Nerven und Geduld“ hat sich in der Praxis vor unserer Sommerpause noch einmal bewahrheitet. In der Investmentecke vom 21. Juni hatten wir die Aktie der Allianz als geeigneten Kandidaten vorgestellt und darauf spekuliert, „dass die Aktie im nächsten Abwärtsschub das alte Hoch des großen Aufwärtstrends aus dem April 2015 testet, das bei gut 170 Euro liegt, und es dort zumindest zu einem kurzen ‚Bounce‘ nach oben kommt“. Nur sechs Tage später traf dieses Szenario tatsächlich ein. Die Aktie rutschte im Tief bis auf 170,12 Euro und schoss danach innerhalb von fünf Wochen um fast 12 Prozent auf 190 Euro nach oben. Klingt nach einem perfekten Trade! Und das in diesem Markt.

Leider waren wir bei dem empfohlenen Kauflimit für den damals als Trade-Vehikel ausgewählten Turbo Bull der HypoVereinsbank (Knock-out-Marke bei 168 Euro) aber nicht mutig genug. „Wir würden es mit einem Abstauberlimit bei 0,15 Euro versuchen, welches ungefähr bei einem Aktienkurs von 169 Euro erreicht werden sollte“, hatten wir damals geschrieben. Im Tief lag der diese Woche fällige Schein bei 0,32 Euro, um im Anschluss dann um 600 Prozent zu steigen (WKN: HX0P24). Wer unseren Vorgaben gefolgt ist, der hat diese Rally leider verpasst, obwohl die Idee an sich richtig gut war. Aber Theorie und Praxis sind an der Börse eben immer noch zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Immerhin zeigt uns (nicht nur) dieses Beispiel, dass die Strategie grundsätzlich wirklich sehr spannend ist und große Chancen bietet. Wir bleiben deshalb am Ball!

Thomas Koch

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Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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