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Die „Mehrere hundert Prozent“-Strategie: Der nächste richtig heiße Kandidat

| Quelle: INV | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mitte März haben wir hier in der Investmentecke unsere „Mehrere hundert Prozent“-Strategie gestartet. Dabei geht es konkret darum, an ganz markanten Kursmarken auf ein Ende der laufenden Bewegung (zumeist die Korrektur eines großen Trends) zu spekulieren und mit Hilfe bestimmter Hebelprodukte in kurzer Zeit sehr hohe Gewinne zu erzielen. Das Risiko von Totalverlust-Trades ist dabei extrem hoch, weshalb die Trefferquote wahrscheinlich eher gering ausfallen dürfte. Durch die überdurchschnittlich hohen Gewinne („mehrere hundert Prozent“), die hier im Erfolgsfall winken, kann und soll die Strategie über einen längeren Zeitraum betrachtet trotzdem hochprofitabel sein. Als ersten Kandidaten hatten wir damals den spanischen Leitzindex IBEX 35 auserkoren. Die markante Unterstützung lag (und liegt) hier bei rund 9400 Punkten, so dass uns ein Stay-High-Optionsschein der Société Générale mit einer Barriere bei 9200 Punkten als geeignetes Spekulations-Vehikel erschien (Investmentecke vom 13. März).

Kurze Zeit später wurde bei dem Schein zumindest eins der drei „empfohlenen“ Staffel-Limits (1,00, 1,50 und 2,00 Euro) erreicht und im Anschluss dann auch das für einen ersten Teilverkauf (bei 100 Prozent) angestrebte Niveau von 4 Euro. Am Dienstag nun stieg der Schein in der Spitze sogar auf 6,75 Euro, was ein Plus von fast 240 Prozent gegenüber dem möglichen Einstand bedeutet. Wir bleiben dabei, dass an dieser Stelle jeder selbst entscheiden sollte, ob er weitere Teilgewinne realisiert, sich mit Stoppkursen absichert oder den Schein bis zur Fälligkeit in gut zwei Monaten hält und auf die Rückzahlung des Höchstbetrags von 10 Euro (400 Prozent Gewinn) spekuliert. Zur besseren Bewertung des Chance/Risiko-Profils: Bei einem aktuellen Indexstand von 9735 Punkten beträgt der Risikopuffer bis zur Barriere rund 4,5 Prozent (WKN: SC91WR).

Als zweiten Kandidaten dieser wirklich nur für extrem mutige Trader gedachten und geeigneten Hoch-Risiko-Strategie stellen wir heute den Dax-Neuling Covestro vor. Die Aktie hat von ihrem Aufstieg in den deutschen Leitindex noch nicht wirklich profitieren können. Stattdessen wurde der bislang letzte Höhenflug (von Ende Juni 2017 bis Mitte Januar stieg der Kurs von 62 auf 96 Euro) in den vergangenen Wochen mustergültig um 50 Prozent korrigiert. Dass der auf diesem Niveau oftmals zu beobachtende Erholungsversuch bislang nur wenig dynamisch ausfiel, könnte daran liegen, dass für eine Bereinigung des Charts erst noch das vor fast genau einem Jahr markierte Zwischenhoch bei 76,46 Euro angelaufen werden muss. Das mag komisch klingen, ist in der Praxis aber tatsächlich häufig genau so der Fall. Passend dazu verläuft der 1-Jahres-Durchschnitt der Aktie bei 76,23 Euro auch noch in diesem Bereich.

Zumindest eine stärkere Gegenbewegung sollte „im Normalfall“ irgendwo in der Nähe dieser Chartmarken starten. Gestern schloss die Aktie bei 79,12 Euro. Nachdem sowohl die HypoVereinsbank als auch die Société Générale unserem expliziten Wunsch nachgekommen sind und die Aktie in ihre Palette der exotischen Optionsscheine aufgenommen haben, stellt sich nun die Frage nach dem passenden Produkt. Die Franzosen haben bei Laufzeiten bis Mitte Juni zwei Stay-High-Scheine mit Barrieren bei 74 bzw. 76 Euro im Angebot, wobei der 76-Euro-Schein gestern im Tief schon für 1,90 Euro zu haben war. Da die angesprochenen Chartmarken u.a. wegen einiger oftmals darunter liegender Stoppkurse gerne auch mal kurz unterschritten werden, scheint uns das aber dann doch einen Tick zu heiß zu sein. Wer unbedingt zocken will, sollte es hier maximal mit ein wenig „Spielgeld“ und dem niedrigsten sinnvollen Limit von 0,90 Euro versuchen (WKN: ST0Y46).

Ansonsten könnte unsere klassische Staffel-Limit-Idee (1,00, 1,50 und 2,00 Euro) bei dem 74-Euro-Schein der Société Générale (WKN: ST0Y48, aktuell bei 4,20 Euro) durchaus wieder Sinn machen. Alternativ oder auch ergänzend dazu (bei geteiltem Einsatz natürlich) bietet sich der ebenfalls bis maximal Mitte Juni laufende Schein der HVB mit einer genau dazwischen liegenden Barriere bei 75 Euro an. Da der Emittent hier in der Regel sogar Briefkurse von bis hinunter zu 0,70 Euro anbietet und der Puffer bis zur Barriere doch relativ klein ist, würden wir hier die Limit-Staffel vielleicht auf 1,50, 1,10 und 0,70 Euro abändern (WKN: HX1D0M; aktuell bei 2,85 Euro). Bei allen Scheinen gilt: Sobald der Einstieg gelungen und der Kurs danach um 100 Prozent (ggf. gegenüber dem gemittelten Einstandskurs) gestiegen ist (was innerhalb weniger Stunden möglich ist), sollte die Hälfte der Position glattgestellt werden, um so selbst bei einem anschließenden Knock-out keine Verluste mehr realisieren zu müssen.

Thomas Koch

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Investmentecke

Investmentecke Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit mehr als 20 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate vom DDV zum "Journalist des Jahres" gekürt und wurde seither insgesamt vier Mal geehrt. Zuletzt im Jahr 2017 in dem er gemeinsam mit Daniela Helemann den Hauptpreis als „Journalist des Jahres“ erhielt.

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