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Diese 8 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Auch am Mittwoch dürfte der frische Aufwind die meisten Aktien beflügeln. Ein Konjunkturpaket in den USA zur Linderung der Folgen der Corona-Krise scheint die Kurse am deutschen Aktienmarkt noch etwas höher zu treiben. Vor Xetra-Handelsstart wurde der Leitindex DAX am Morgen über zwei Prozent höher taxiert bei 9.900 Punkten.

Nach langen Verhandlungen haben sich das Weiße Haus und die Demokraten auf ein Konjunkturpaket geeinigt. Die Erwartung und Hoffnung an den Börsen auf eben dieses politische Signal hatte am Vortag die Kurse bereits stark nach oben getrieben: Der DAX hatte gestern mit einer Rally von elf Prozent einen der stärksten Börsentage seiner Geschichte hingelegt.

Im DAX +1,90% scheine sich ein Boden herauszubilden, der am Vortag bereits seinen Abschluss gefunden haben könnte, schrieb der Anlagestratege und charttechnische Analyst Christoph Geyer von der Commerzbank. Damit helle sich die Lage am Markt tatsächlich etwas auf. - Folgende Themen könnte heute Einfluss auf die Kurse nehmen.

Vorgaben aus den USA

In einer rasanten Erholungsbewegung hat der Dow Jones Industrial +3,19% die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wett gemacht. Das weltweit bekannteste Börsenbarometer eroberte am Dienstag mehr als 2000 Punkte zurück und stieg um 11,4 Prozent auf 20.704 Punkte. Einen solch kräftigen Gewinn hat es seit 1933 nicht mehr gegeben.

Großes US-Konjunkturpaket

Der Weg ist frei für das US-Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Es soll ein Volumen von 2 Billionen Dollar haben. Die Parteien haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, in der Nacht vor Journalisten mitteilten.

Nach dem Senat muss dann auch noch das Repräsentantenhaus dem Gesetzespaket formal zustimmen. Die Führung der von den Demokraten kontrollierten Parlamentskammer war bereits an den Verhandlungen im Senat beteiligt. Nach den Worten McConnells soll das Paket noch an diesem Mittwoch verabschiedet werden.

Das Konjunkturpaket soll unter anderem direkte Hilfszahlungen an die US-Steuerzahler umfassen, eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenversicherung, mehr Geld für Krankenhäuser und ein sehr umfassendes Kreditprogramm für Unternehmen. Mit dem Konjunkturpaket will der US-Kongress die wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Epidemie abfedern.

Handel in Fernost

Auch die Börsen Asiens haben am Mittwoch weiter zugelegt. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen stieg zuletzt um knapp 3 Prozent und in Hong Kong legte der Hang Seng um etwas mehr als drei Prozent zu. In Japan stieg der Leitindex Nikkei-225 -1,57% um acht Prozent auf 19.546 Punkte.

UN-Generalsekretär fordert 'Plan wie zu Kriegszeiten'

UN-Generalsekretär António Guterres hat von den G20-Ländern in der Corona-Krise Zugeständnisse an die Entwicklungsländer und einen gewaltigen internationalen Konjunkturplan gefordert. Ein "Plan wie zu Kriegszeiten" müsse den Volkswirtschaften "massive Ressourcen zuführen und einen zweistelligen Prozentsatz des Bruttoweltprodukts erreichen", schrieb Guterres in einem Brief. Bei dem vom UN-Chef angedachten Volumen würde es sich um mehrere Billionen Dollar handeln.

EU-Staaten uneins bei ESM-Hilfen

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ringen die EU-Staaten um eine gemeinsame Linie. Zur Debatte stehen neue Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM, wie Eurogruppen-Chef Mario Centeno am Dienstagabend nach einer Schaltkonferenz der EU-Finanzminister sagte. Doch sei vor einer Festlegung noch Arbeit nötig. Entscheidungen würden am Donnerstag bei einem Videogipfel der EU-Staats- und Regierungschefs erwartet.

Bundestag berät Corona-Krisen-Paket

Der Bundestag entscheidet heute über das historische Hilfspaket für Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise. Es soll in bisher kaum vorstellbarem Tempo beschlossen werden. Der Bund will mit mehreren großen Rettungsschirmen und umfangreichen Rechtsänderungen Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise schützen. Die Schuldenbremse im Grundgesetz soll ausgesetzt werden. Dies legt die Grundlage für einen Nachtragshaushalt mit einer sonst unzulässigen Schuldenaufnahme von rund 156 Milliarden Euro.

Konjunkturdaten

Der Fokus ist auf den ifo-Geschäftsklima-Index gerichtet, der um 10 Uhr gemeldet wird. Vorläufige Daten wurden wegen der Virus-Pandemie zum ersten Mal seit 1949 in der vergangenen Woche vorab veröffentlicht. Die Daten zum US-Auftragseingang für langlebige Güter erscheinen dann um 13.30 Uhr.

Unternehmens-News

Aus dem DAX reagierten Adidas +3,39% vorbörslich auf Tradegate mit gut fünf Prozent Plus zum Xetra-Schluss auf die jüngsten Zahlen von Nike +4,46%. Der US-Sportartikel-Hersteller hatte im vergangenen Geschäftsquartal trotz erster Belastungen durch die Coronavirus-Krise deutlich mehr Umsatz gemacht.

Eon +5,79% kletterten auf Tradegate nach Zahlenvorlage um etwa vier Prozent nach oben. Ein Händler sprach von einem soliden Bericht und Ausblick des Versorgers und zuversichtlich stimmenden Aussagen zur Dividende.

Das von den USA beschlossene billionenschwere Konjunkturpaket sorgt bei den Kursen der konjunktursensiblen deutschen Autowerte befeuert. Vorbörslich auf Tradegate gewannen etwa die im DAX notierten Titel von Daimler +3,68%, BMW +1,07%, Volkswagen +4,43% und Continental +1,17% um bis zu acht Prozent dazu. Hinzu kamen Hochstufungen für Daimler und Continental durch das Analyshaus Jefferies.

Thyssenkrupp +4,00% streicht im Stahlgeschäft 3.000 Stellen. Der Konzern gehe die Probleme an, hieß es aus dem Markt. Die Papiere verteuerten sich auf Tradegate um mehr als acht Prozent.

Deutsche Wohnen +1,92% gewannen nach 2019er-Zahlen fast fünf Prozent. Ein Börsianer nannte das Zahlenwerk durchwachsen.

Der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte IT-Anbieter Compugroup +10,47% will trotz der Coronavirus-Krise die Dividende stabil halten und bleibt bei seinem Geschäftausblick. Für 2019 sollen die Anteilseigner trotz eines Gewinnrückgangs eine Dividende von 50 Cent je Aktie und damit auf dem Niveau des Vorjahres erhalten, wie das MDAX-Unternehmen am Mittwoch in Koblenz mitteilte. (mmr mit Material von dpa-AFX)

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DT. BÖRSE 125,50 +6,67%
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Nachrichten
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