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Digitalisierung – Mehr als WLAN

| Quelle: PLT | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die neue Regierung hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Ab 2018 gilt: Digitalisierung zuerst. In allen Bereichen“, gab Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, die Marschroute vor, damit Deutschland „Digital-Weltmeister“ werde. Wie viel Übertreibung in diesen Aussagen steckt, wird deutlich, wenn die CSU-Politikerin, die eigentlich auf ein Ministeramt gehofft hatte, konkret wird und für die nahe Zukunft Gratis-WLAN in allen Bundesbehörden verspricht. Zum einen ist es ein Armutszeugnis für die Republik, dass kostenloses öffentliches WLAN noch immer die Ausnahme ist. Zum anderen ist es nur mit Netzausbau keinesfalls getan.

Die Herausforderungen der Digitalisierung für das Land sind tiefgreifender. Sie betreffen Arbeitsplätze und künftiges Wirtschaftswachstum. Eine aktuelle Studie zeigt, dass deutsche Unternehmen der US-amerikanischen Konkurrenz in diesem Bereich noch deutlich hinterherhinken. Zwar ist der digitale Wandel inzwischen bei einem Drittel von ihnen Chefsache. Doch 52% der Unternehmer sprechen ihren Mitarbeitern die Qualifikation dafür ab. Zudem überwiegen jenseits der Führungsebene die Risiken. Beides ist in den USA anders. Während ein Fünftel aller deutschen Konzerne wegen Prozessoptimierungen und Effizienzgewinnen mit einem Job-Abbau rechnet, erwarten US-Firmen hingegen dank Wachstum und neuer digitaler Geschäftsmodelle einen Zuwachs. Einer OECD-Studie zufolge ist wohl beides richtig: Während die Experten in den Industriestaaten bei 66 Mio. Arbeitnehmern ein hohes Risiko erkennen, entstünden durch Digitalisierung auch neue Unternehmen und zusätzliche Jobs.

Die Bundesregierung muss den digitalen Wandel in der Wirtschaft begleiten. Sie hat dafür zu sorgen, dass deutsche Betriebe international nicht abgehängt werden und die Bürger in Arbeit bleiben. Kostenloses WLAN bringt Wählerstimmen, mehr aber auch nicht.

Quelle: PLATOW Medien GmbH

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